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Pressemitteilungen 2017 - Dezember


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PM 285 / 2017
12.12.2017

Industrie ist größter Wärmeabnehmer in Sachsen-Anhalt

Die Heizkraftwerke und Heizwerke in Sachsen-Anhalt erzeugten 2016 in ihren Anlagen 9 568 Millionen Kilowattstunden Wärme. Gegenüber dem Vorjahr war ein Anstieg von 2,2 Prozent zu verzeichnen.

Die Versorgung mit Fernwärme erfolgte im Jahr 2016 mit 65,6 Prozent (6 287 Mill. kWh) zum größten Teil durch Heizkraftwerke der Energieversorgungsunternehmen. 89,9 Prozent (5 650 Mill. kWh) davon wurden hierbei durch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) erzeugt.
Die Wärmeerzeugung in den Heizwerken lag bei 3 291 Millionen Kilowattstunden.

In 79,7 Prozent der Anlagen kam Erdgas als Brennstoff für die Wärmeerzeugung zum Einsatz und hatte bei der Erzeugung den höchsten Anteil (52,4 %). In den Heizkraftwerken lag der Anteil bei 55,0 Prozent und in den Heizwerken bei 47,3 Prozent.
An 2. Stelle stand bei den Heizkraftwerken der Einsatz von Braunkohle mit 21,9 Prozent und bei den Heizwerken die Biomasse (einschließlich biogener Anteil des Abfalls) mit 26,2 Prozent.

An Letztverbraucher in Sachsen-Anhalt wurden 9 213 Millionen Kilowattstunden Wärme abgegeben. Die Industrie1 war mit68,9 Prozent (6 347 Mill. kWh) der größte Wärmeabnehmer. An private Haushalte gingen 21,7 Prozent (1 999 Mill. kWh) der Wärme und an sonstige Verbraucher (u. a. Handel, öffentliche Einrichtungen, Verkehr) die restlichen 9,4 Prozent (867 Mill. kWh).
Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich die Wärmeabgabe an die Industriebetriebe um 0,5 Prozent. Die privaten Haushalte bezogen 5,3 Prozent mehr Fernwärme als im Jahr zuvor.
Langfristig betrachtet, erhöhten sich die Wärmelieferungen (u. a. Prozessdampf) an die Betriebe der Industrie1 gegenüber 2006 um 54,3 Prozent. Die privaten Haushalte bezogen etwa 11,3 Prozent weniger Wärme für Raumheizung und Warmwasser.
Bei der Übertragung der Wärme an die Letztverbraucher traten 6,3 Prozent Verluste auf (684 Mill. kWh).

 

Wärmeabgabe

1      Verarbeitendes Gewerbe sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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