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Pressemitteilungen 2017 - September


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21.09.2017

Keine Trendwende bei Entwicklung der Gewerbeanzeigen

Die Zahl der in der ersten Hälfte des Jahres 2017 durch die Gewerbeämter im Land Sachsen-Anhalt erfassten Gewerbeanzeigen1 sank nach Angaben des Statistischen Landesamtes auf insgesamt 12 223 und damit erneut auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Von den abgegebenen Gewerbemeldungen betrafen 5 901 die An- und 6 322 die Abmeldung eines Gewerbes. Dies entsprach einer Veränderung von - 2,1 Prozent (Anmeldungen) bzw. - 4,7 Prozent (Abmeldungen) im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016. 

In 11 der 14 Landkreise bzw. kreisfreien Städte wurde dabei ein negativer Saldo beobachtet, d. h., die Zahl der Gewerbeabmeldungen überstieg diejenige der Gewerbeanmeldungen in den meisten Fällen. Besonders deutlich war diese Negativbilanz in der kreisfreien Stadt Halle (Saale), im Landkreis Harz sowie im Salzlandkreis zu beobachten. Ein positiver Saldo konnte lediglich in der Landeshauptstadt Magdeburg, im Altmarkkreis Salzwedel sowie im Bördekreis erreicht werden. 

Wie in den Vorjahren wurden die meisten Gewerbeanmeldungen (1 211), aber auch die meisten Gewerbeabmeldungen (1 570), im Wirtschaftsabschnitt Handel sowie Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen abgegeben. Auch die Wirtschaftsbereiche der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (810 bzw. 851) sowie der sonstigen überwiegend persönlichen Dienstleistungen (728 bzw. 739) trugen maßgeblich zum Ergebnis bei. Entgegen der allgemeinen Entwicklung stieg im Bereich der Wasserversorgung, Abwasser- und Abfallversorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen die Zahl der Gewerbeanmeldungen prozentual stark an und erreichte mit 68 mehr als das doppelte des Vorjahreswertes. 

Insgesamt wurden von den 6 322 Gewerbeabmeldungen 5 421 wegen einer vollständigen Aufgabe abgegeben und lediglich 540 aufgrund einer Sitzverlegung in einen anderen Meldebezirk. Von den 5 901 Gewerbeanmeldungen im 1. Halbjahr 2017 erfolgten 4 907 aufgrund einer Neugründung sowie 538 wegen eines Zuzuges aus einem anderen Meldebezirk. Die übrigen Gewerbeanmeldungen wurden wegen eines Rechtsformwechsels, Umwandlungen oder Gesellschafter- bzw. Inhaberveränderungen notwendig. 

Eine Auswertung nach Rechtsformen bringt keine neuen Erkenntnisse zu Tage. So erfolgt der größte Teil der Gewerbemeldungen weiterhin für Einzelunternehmen (4 565 Anmeldungen und 5 046 Abmeldungen). Davon wurden jeweils knapp ein Drittel der Meldungen für weibliche Gewerbetreibende erstattet.

 

 1     Alle Angaben ohne Reisegewerbe und für 2016 ohne Automatenaufsteller



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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