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Pressemitteilungen 2017 - August


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PM 201 / 2017
30.08.2017

Fast 10 Prozent weniger Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Sachsen-Anhalt im 1. Halbjahr 2017

In Sachsen-Anhalt gingen im 1. Halbjahr 2017 bei den Amtsgerichten 1 868 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ein. Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt bedeutet das im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Rückgang um 201 Anträge bzw. um 9,7 Prozent.

Nach der Antragstellung folgte in 1 716 Verfahren (91,9 %) die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Mangels Masse abgewiesen wurden 141 Verfahren (7,5 %), 11 Mal (0,6 %) erfolgte die Annahme eines Schuldenbereinigungsplanes. Voraussichtliche Gläubigerforderungen bezifferten die Gerichte auf 326,6 Millionen EUR.

Fast 14 Prozent der Anträge auf Eröffnung eines Verfahrens betrafen Unternehmen. In den ersten 6 Monaten 2017 gingen 256 derartige Anträge ein. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 waren das 27 Verfahren weniger, bzw. ein Rückgang um 9,5 Prozent. Zum Zeitpunkt des Antrages beschäftigten die Unternehmen 1 943 Arbeitnehmer. 178 Mal folgte dem Antrag die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

 

 In den folgenden Wirtschaftsbereichen gingen im ersten Halbjahr 2017 mehr als 10 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ein:

Wirtschaftsbereich

Insolvenzverfahren

Dagegen
im Vor-
jahres-
zeitraum:
Verfahren
insge-
samt 

Verände-
rung
gegen-
über
dem
Vorjahres-
zeitraum 

Verfahren
insge-
samt 

eröffnet

mangels
Masse
abge-
wiesen

Anzahl

Prozent

 

Unternehmen

Zusammen                                  

256

178

78

283

-9,5

 

nach Wirtschaftsbereichen

darunter:

 

 

 

 

 

Verarbeitendes Gewerbe         

33

33

-

30

10

Baugewerbe                            

49

34

15

83

-41

Handel; Instandhaltung und
Reparatur von Kraftfahrzeugen

41

29

12

35

17,1

Verkehr und Lagerei                       

16

13

3

14

14,3

Gastgewerbe                               

21

13

8

22

-4,5

Freiberufliche, wissenschaftliche
und technische Dienstleistungen

17

7

10

26

-34,6

Sonstige wirtschaftliche
Dienstleistungen         

23

12

11

26

-11,5

Sonstige Dienstleistungen

14

7

7

13

7,7

 

Bei den übrigen Schuldnern wurden im 1. Halbjahr dieses Jahres 1 612 Anträge gezählt. Diese gliederten sich in folgende Schuldnerarten: 1 248 Verbraucher (77,4 %), 348 ehemals selbständig Tätige (21,6 %), 9 Nachlassinsolvenzverfahren (0,6 %) sowie 7 Insolvenzverfahren (0,4 %) von natürlichen Personen, die als Gesellschafterinnen und Gesellschafter tätig waren. Die Verbraucherinsolvenzen gingen damit um 11,9 Prozent (169 Verfahren) zurück.

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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