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Pressemitteilungen 2017 - August


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03.08.2017

Gesamtwirtschaftliche Investitionsquote rückläufig

Vom erwirtschafteten Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Höhe von 56 072 Mill. EUR tätigte die Gesamtwirtschaft Sachsen-Anhalts im Jahr 2014 Investitionen in einem Wertumfang von 10 141 Mill. EUR. Damit errechnete sich für das Jahr 2014 eine gesamtwirtschaftliche Investitionsquote von 18,1 Prozent. Dieser Wert lag um 1,3 Prozentpunkte unter dem Ergebnis des Jahres 2013. Neben Sachsen-Anhalt wiesen 5 weitere Bundesländer rückläufige Investitionsquoten aus. Das ergaben neueste Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, demauchdas Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt angehört.

Die Investitionsquote ist definiert als Anteil der Bruttoanlageinvestitionen (in jeweiligen Preisen) am BIP (in jeweiligen Preisen). Das Bruttoinlandsprodukt umfasst den Wert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebietes während einer bestimmten Periode produzierten Waren und Dienstleistungen. Es entspricht der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen. Die Bruttoanlageinvestitionen umfassen den Erwerb von dauerhaften und reproduzierbaren Produktionsmitteln sowie selbst erstellte Anlagen und größere Wert steigernde Reparaturen. Die Bruttoanlageinvestitionen setzen sich aus dem Erwerb neuer Anlagen und dem Saldo aus Käufen und Verkäufen von gebrauchten Anlagen zusammen.

Die Investitionsquote des Landes Sachsen-Anhalt lag um 1,9 Prozentpunkte unter dem Bundesdurchschnitt (20,0 %). Im Jahr 2013 fiel der Abstand mit 0,3 Prozentpunkten geringer aus.

 

Investitionsquote 2014

Im Vergleich mit allen Bundesländern ging die Investitionsquote in Sachsen-Anhalt am zweitstärksten zurück und stand einem deutschlandweiten Anstieg (+0,3 Pp) gegenüber. Als Hauptgrund für das Sinken der Quote in Sachsen-Anhalt zeigte sich die rückläufige Investitionstätigkeit (-5,1 %) bei gleichzeitigem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (+1,7 %). Vor allem fehlende Bauinvestitionen ließen das Investitionsvolumen schrumpfen. Auch die Zuwächse bei den Ausrüstungsinvestitionen (+5,1 % bzw. +281 Mill. EUR) konnten die Rückgänge der Bauinvestitionen (-14,6 % bzw. -802 Mill. EUR) nicht ausgleichen.
In der Betrachtung nach Wirtschaftsbereichen gingen die Bauinvestitionen am stärksten im Handel, Verkehr und Lagerei, Gastgewerbe, Information und Kommunikation zurück.

Langfristig zeigt sich seit dem Jahr 2000 für Sachsen-Anhalt - abgesehen von konjunkturellen Schwankungen - eine tendenziell fallende Investitionsquote.

 

Investitionsquoten 2000

Ausführliche Zahlenreihen zu den Investitionsquoten für alle Bundesländer veröffentlicht der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ in seiner Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 1 Band 5 „Entstehung, Verteilung und Verwendung des Bruttoinlandsproduktes in den Ländern der Bun-desrepublik Deutschland“ bzw. auf der Internetseite www.vgrdl.de.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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