Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt Auf einen Blick Daten und Fakten Shop Veröffentlichungen Datenerhebungen Wir über uns Links  
 





Pressemitteilungen 2017 - Juli


Seite drucken
Januar
April
Juli
Oktober
Februar
Mai
August
November
März
Juni
September
Dezember
PM 173 / 2017
26.07.2017

Überdurchschnittliches Wachstum der Gesundheitswirtschaft in Sachsen-Anhalt im Jahr 2016

Im Jahr 2016 stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft 1 um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sie wuchs damit in 2016 stärker als im Länderdurchschnitt (2,0 %) und entwickelte sich auch besser als die Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft von Sachsen-Anhalt (1,0 %). In jeweiligen Preisen betrug die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft 6,5 Mrd. EUR. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent. In Sachsen-Anhalt wurden 12,2 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung in der Gesundheitswirtschaft erbracht, 0,4 Prozentpunkte mehr als 2015.

Erwirtschaftet wurde dieses Ergebnis im Jahr 2016 von 149,8 Tsd. Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft. Gegenüber dem Vorjahr entsprach das einem Anstieg um rd. 4 Tsd. Personen bzw. 2,8 Prozent, während sich die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt um 0,4 Prozent erhöhte. Der Anteil der Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft an den gesamten Erwerbstätigen betrug 14,9 Prozent. Im Länderdurchschnitt erhöhte sich die Anzahl der Erwerbstätigen der Gesundheitswirtschaft um 2,3 Prozent.

Auch bei der langfristigen Betrachtung für die Jahre von 2008 bis 2016 entwickelte sich die Gesundheitswirtschaft deutlich dynamischer als die Gesamtwirtschaft in Sachsen-Anhalt. Die Zahl der Erwerbstätigen erhöhte sich im Betrachtungszeitraum um 14,8 Tsd. Personen bzw. 10,9 Prozent, während die Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Sachsen-Anhalt um 2,3 Prozent zurückging.
Die Bruttowertschöpfung (in jeweiligen Preisen) der Gesundheitswirtschaft wuchs von 2008 bis 2016 um 1,9 Mrd. EUR. Das entsprach einer Zunahme um 40,7 Prozent, während die Gesamtwirtschaft um knapp 17 Prozent anstieg.
Preisbereinigt (Index 2010 = 100) stieg die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft von 2008 bis 2016 um 16,6 Indexpunkte auf 111,5. Die Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft erhöhte sich im gleichen Zeitraum um 1,6 Indexpunkte auf 103,5.

Die vorliegenden Berechnungsergebnisse wurden durch die Arbeitsgruppe „Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder“ (AG GGRdL) ermittelt. Weitere Ergebnisse für Sachsen-Anhalt sowie Ergebnisse für alle Bundesländer zur Bruttowertschöpfung und den Erwerbstätigen in der Gesundheitswirtschaft i. e. S. können der Internet-Seite der AG GGRdL unter www.ggrdl.de und den nachfolgenden Tabellen entnommen werden:

Die Gesundheitswirtschaft im engeren Sinn (i. e. S.) in der Abgrenzung der Arbeitsgruppe Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder (AG GGRdL) berücksichtigt die Erstellung und Vermarktung jener Güter und Dienstleistungen, die der Bewahrung und Wiederherstellung der Gesundheit dienen und von den verschiedenen Ausgabenträgern im Gesundheitswesen (z. B. gesetzliche und private Krankenversicherung oder soziale Pflegeversicherung) ganz oder teilweise erstattet werden. Den Hauptbestandteil der Gesundheitswirtschaft i. e. S. bildet das Gesundheits- und Sozialwesen mit der stationären und ambulanten Gesundheitsversorgung. Um diesen gruppieren sich zahlreiche wirtschaftliche Akteure aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel sowie aus weiteren Wirtschaftszweigen, die mit dem Thema „Gesundheit“ verbunden sind. Nicht enthalten sind die über den Kernbereich hinausgehenden Produkte und Dienstleistungen z. B. aus den Bereichen Wellness, Nahrung, Kleidung sowie Dienstleistungen im ärztlichen (alternative Heilmethoden) oder nichtärztlichen Bereich (Präventionskurse).

 

Tabelle 1:  Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft i. e. S. in Sachsen-Anhalt 2008
                  bis 2016

Jahr

Bruttowertschöpfung

in jeweiligen Preisen

preisbereinigt

Mrd. EUR

Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Anteil an der Gesamtwirtschaft in %

Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

 

 

 

 

 

2008

4,6

x

10,1

x

2009

4,9

5,1

11,2

2,5

2010

5,1

4,0

11,0

2,8

2011

5,1

1,7

11,0

1,3

2012

5,3

3,2

10,9

1,0

2013

5,5

3,7

11,1

0,2

2014

5,8

5,4

11,5

1,7

2015

6,2

6,2

11,8

3,5

2016

6,5

5,8

12,2

3,3

 

Tabelle 2: Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft i. e. S. in Sachsen-Anhalt 2008
                 bis 2016

Jahr

Erwerbstätige

Tsd. Personen

Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Anteil an der Gesamtwirtschaft in %

 

 

 

 

2008

135,0

x

13,1

2009

137,5

1,9

13,4

2010

139,5

1,4

13,6

2011

138,2

-0,9

13,5

2012

139,2

0,8

13,6

2013

140,4

0,9

13,8

2014

142,8

1,7

14,1

2015

145,7

2,0

14,5

2016

149,8

2,8

14,9

 

1 Gesundheitswirtschaft im engeren Sinnen



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


Statistisches Landesamt
Merseburger Str. 2
06110 Halle (Saale)
Tel.: 0345 2318-702
Fax: 0345 2318-913

Internet:
http://www.statistik.
sachsen-anhalt.de
E-Mail:
pressestelle@
stala.mi.sachsen-
anhalt.de