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Pressemitteilungen 2017 - Juli


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PM 159 / 2017
11.07.2017

Anstieg der gezahlten Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer um 4,7 Prozent

Die im Jahr 2015 durchschnittlich je Arbeitnehmer gezahlten Bruttolöhne und -gehälter (Verdienste) stiegen in Sachsen-Anhalt gegenüber dem Vorjahr um 4,7 Prozent auf 26 782 EUR. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, weisen die jetzt vorliegenden aktuellen Ergebnisse der Regionalberechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen für die kreisfreien Städte (+ 5,0 %) einen höheren Zuwachs aus als für die Landkreise (+ 4,5 %). Insgesamt befanden sich die Durchschnittsverdienste in allen Regionen Sachsen-Anhalts über dem Vorjahresniveau. 

Die Bruttolöhne und -gehälter enthalten die von den im Inland ansässigen Wirtschaftseinheiten (Betrieben) geleisteten Löhne und Gehälter der beschäftigten Arbeitnehmer vor Abzug der Lohnsteuer und der Sozialbeiträge der Arbeitnehmer sowie Sachleistungen, die den Arbeitnehmern unentgeltlich oder verbilligt zur Verfügung gestellt werden. In die Berechnungen einbezogen wurden alle Arbeitnehmer, auch marginal Beschäftigte, Personen in Minijobs und Personen in Arbeitsgelegenheiten. 

Die Spannbreite der durchschnittlichen regionalen Pro-Kopf-Verdienste in  Sachsen-Anhalt reichte von 28 309 EUR in der kreisfreien Stadt Halle (Saale) bis 24 449 EUR im Landkreis Mansfeld-Südharz. Zurückzuführen sind die regionalen Unterschiede vor allem auf die Struktur der Wirtschaft und der Arbeitnehmer. Insbesondere Beschäftigte in Teilzeit und marginal Beschäftigte wirken mindernd auf das Verdienstniveau. Im Produzierenden Gewerbe fiel das Einkommensniveau durch tarifliche Abschlüsse und einen größeren Anteil an Vollzeitbeschäftigung höher aus als in von Teilzeitbeschäftigung geprägten Wirtschaftsbereichen wie z. B. im Einzelhandel und im Gastgewerbe.
Auch 2015 konzentrierten sich die höher vergüteten Arbeitsplätze in den drei kreisfreien Städten. Hier verdiente ein Arbeitnehmer durchschnittlich 28 182 EUR und damit 1 400 EUR mehr als im Landesdurchschnitt. Von den 11 Landkreisen erreichten die 2 Wirtschaftsstärksten ebenfalls ein überdurchschnittliches Niveau. Dabei nahm der Saalekreis mit einem Verdienst von 27 676 EUR je Arbeitnehmer den Spitzenplatz ein, gefolgt vom Landkreis Börde mit 27 341 EUR je Arbeitnehmer.

 

Bruttolöhne und-gehälter

 

Den stärksten Zuwachs der Pro-Kopf-Verdienste erzielte der Landkreis Wittenberg (+ 6,6 %).

 

kreisfreie Stadt
Landkreis
Land

Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer 2015

EUR

Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Sachsen-Anhalt = 100

 

 

 

 

Dessau-Roßlau,Stadt

28.272

4,3

105,6

Halle (Saale), Stadt

28.309

5,8

105,7

Magdeburg, Stadt

28.037

4,4

104,7

Altmarkkreis Salzwedel

25.298

4,6

94,5

Anhalt-Bitterfeld

26.441

3,8

98,7

Börde

27.341

4,0

102,1

Burgenlandkreis

26.016

3,6

97,1

Harz

25.614

4,1

95,6

Jerichower Land

26.116

3,7

97,5

Mansfeld-Südharz

24.449

4,8

91,3

Saalekreis

27.676

3,7

103,3

Salzlandkreis

25.780

5,7

96,3

Stendal

25.436

6,1

95,0

Wittenberg

26.402

6,6

98,6

 

 

 

 

Sachsen-Anhalt

26.782

4,7

100,0

 

 

 

 

Kreisfreie Städte

28.182

5,0

105,2

Landkreise

26.158

4,5

97,7

 

 

 

 

 

Mit diesen Ergebnissen werden erstmals regionale Daten der Arbeitnehmerentgelte und der Bruttolöhne und -gehälter für das Jahr 2015 veröffentlicht. Zusammen mit der Berechnung der Ergebnisse für 2015 erfolgte eine Überarbeitung der Jahre 2012 bis 2014. 

Über weitere detaillierte regionale Ergebnisse Sachsen-Anhalts für die Jahre 2000 bis 2015 informiert der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Arbeitnehmerentgelt, Bruttolöhne und -gehälter in den kreisfreien Städten und Landkreisen 2000 – 2015“ bzw. die Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt www.statistik.sachsen-anhalt.de. Regionalergebnisse für alle kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands veröffentlicht der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ in der Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 2 Band 2 unter www.vgrdl.de.

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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