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Pressemitteilungen 2017 - Juli


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PM 158 / 2017
11.07.2017

Zahl der Einpendler in Sachsen-Anhalt stärker gestiegen als Auspendlerzahl

Im 3. Vierteljahr 2016 hatten 1,093 Millionen Erwerbstätige ihren Wohnort in Sachsen-Anhalt. Andererseits arbeiteten hier 1,015 Millionen Erwerbstätige. Damit hatte das Land einen Auspendlerüberschuss von 78 400 Personen. Da die Zahl der Einpendler über die Landesgrenze gegenüber dem 3. Vierteljahr 2015 mit 4,6 Prozent stärker anstieg als diejenige der Auspendler mit 0,8 Prozent, nahm der Auspendlerüberschuss ab. 

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter mitteilte, stieg im 3. Vierteljahr 2016 die Zahl der in Sachsen-Anhalt wohnenden Erwerbstätigen gegenüber dem 3. Vierteljahr 2015 um 2 700 Personen (+ 0,3 %) und die der hier arbeitenden Erwerbstätigen um 4 800 Personen (+ 0,5 %) an.

  

Erwerbstätige am Wohn- bzw. Arbeitsort Sachsen-Anhalt (in 1 000 Personen) 

Jahr/
Vierteljahr

Erwerbstätige

Pendlersaldo

Einpendler

Auspendler

am Wohnort

am Arbeitsort

über die Bundeslandesgrenze

 

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

 

2015 1. Vj. 

         2. Vj.

         3. Vj.

         4. Vj.

 

2016 1. Vj.

         2. Vj.

         3. Vj.

 

1 077,1

1 090,7

1 109,9

1 119,7

1 111,4

1 109,8

1 105,0

1 101,6

1 095,9

1 091,0

1 085,1

 

1 074,1

1 084,6

1 090,3

1 091,7

 

1 073,3

1 085,3

1 093,0

 

 

   999,0

1 010,4

1 025,1

1 031,5

1 027,5

1 028,6

1 025,7

1 021,4

1 015,9

1 010,5

1 004,1

 

   992,3

1 003,7

1 009,8

1 010,6

 

   993,2

1 006,5

1 014,6

 

 

- 78,0

- 80,3

- 84,8

- 88,2

- 83,9

- 81,2

- 79,3

- 80,2

- 80,0

- 80,5

- 81,0

 

- 81,7

- 80,9

- 80,4

- 81,1

 

- 80,1

- 78,8

- 78,4

 

53,5

55,1

57,6

59,7

61,2

63,1

65,3

65,1

65,5

65,8

67,8

 

65,3

67,1

69,6

69,4

 

69,6

71,2

72,8

 

 

131,5

135,5

142,4

147,9

145,1

144,3

144,5

145,3

145,5

146,4

148,9

 

147,0

147,9

150,0

150,5

 

149,7

149,9

151,2

 

 

Da mehr Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt wohnten als arbeiteten, hatte das Land weiterhin einen negativen Pendlersaldo, also einen Auspendlerüberschuss. Gegenüber dem 3. Vierteljahr 2015 nahm der negative Pendlersaldo von 80 400 Personen allerdings auf 78 400 Personen ab und erreichte damit den niedrigsten Stand seit 2005. 

Die Zahl der Auspendler stieg um rund 1 100 Personen auf 151 200 Personen. Hauptziele der Auspendler waren mit fast einem Drittel Niedersachsen und mit knapp einem Viertel Sachsen, gefolgt von Thüringen. Der Anteil der Auspendler an den hier wohnenden Erwerbstätigen betrug wie im 3. Vierteljahr des Vorjahres 13,8 Prozent. Somit hatte jeder siebente hier wohnende Erwerbstätige einen Arbeitsplatz außerhalb Sachsen-Anhalts.

 Die Zahl der Einpendler stieg im 3. Vierteljahr 2016 gegenüber dem 3. Vierteljahr 2015 um 3 200 Personen auf 72 800 Personen. Der größte Teil der Einpendler kam aus den angrenzenden Bundesländern, allein mehr als ein Drittel aus Sachsen, gefolgt von Thüringen, Niedersachsen und Brandenburg. Der Anteil der Einpendler an den hier arbeitenden Erwerbstätigen betrug 7,2 Prozent (3. Vierteljahr 2015: 6,9 %). 

Basis der Berechnungen sind die vom Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ vorgelegten Vierteljahresergebnisse der Erwerbstätigen am Arbeits- und am Wohnort, abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom Mai 2017. 

Weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt www.statistik.sachsen-anhalt.de oder auf der Homepage des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ www.ak-etr.de abgerufen werden.

  

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe des jeweiligen Berichtszeitraumes zum einen nach dem Inlandskonzept (Erwerbstätige am Arbeitsort). Erfasst werden alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsort erreichen. Zum anderen erfolgt der Nachweis nach dem Inländerkonzept (Erwerbstätige am Wohnort). Hier werden alle Personen erfasst, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zusätzlich aber auch diejenigen Personen, die zwar in diesem Gebiet wohnen, aber als Auspendler ihren Arbeitsort in anderen Regionen haben. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und geringfügig Beschäftigte) oder als Selbstständige einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010 stehen.

 

 

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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