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Pressemitteilungen 2017 - Juli


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PM 156 / 2017
10.07.2017

Bruttoinlandprodukt im Jahr 2015 um 1,8 Milliarden EUR gestiegen

Im Jahr 2015 stieg das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Sachsen-Anhalts im Vergleich zum Vorjahr in den Landkreisen um 1,0 Milliarde EUR und in den kreisfreien Städten um 0,8 Milliarden EUR an. Prozentual errechnete sich damit für die Landkreise ein Plus von 2,6 Prozent und für die kreisfreien Städte von 4,7 Prozent.
Das ergaben die jetzt für Sachsen-Anhalt vorliegenden Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen für das Jahr 2015 auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise.
Die anteilig größten Beiträge zum BIP leisteten die Landeshauptstadt
Magdeburg, die kreisfreie Stadt Halle (Saale) und der Saalekreis. Zusammen erwirtschafteten die drei Regionen mit 35,2 Prozent mehr als ein Drittel des sachsen-anhaltischen Bruttoinlandsproduktes.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) umfasst den Wert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebietes während einer bestimmten Periode produzierten Waren und Dienstleistungen. Es entspricht der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen.

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter mitteilte, erreichte die kreisfreie Stadt Halle (Saale) im Jahr 2015 mit 5,9 Prozent das stärkste Wirtschaftswachstum, gemessen an der nominalen Entwicklung des BIP. Das BIP erhöhte sich dabei auf 6,7 Milliarden EUR. Für die Stadt Halle (Saale) war das in der langfristigen Betrachtung der höchste Zuwachs der letzten 20 Jahre.
Auf dem zweiten Platz mit einem Wirtschaftswachstum von 5,3 % positionierte sich der Saalekreis. Das BIP erreichte einen Wert von 5,8 Milliarden EUR. Für den Saalekreis fiel der prozentuale Anstieg höher aus als in den letzten fünf Jahren.
Weiterhin punkteten mit einem überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstum der Landkreis Stendal (+ 4,4 %), die Landeshauptstadt Magdeburg (+ 4,2 %), der Landkreis Harz (+ 3,7 %) und der Landkreis Wittenberg (+ 3,5 %).
Rückgänge trafen den Altmarkkreis Salzwedel (- 0,1 %) und das Jerichower Land (-1,4 %). Beide Landkreise erwirtschafteten mit 1,9 Milliarden EUR bzw. 2,2 Milliarden EUR das niedrigste BIP des Landes und mussten erstmals seit sechs Jahren Einbußen beim BIP hinnehmen.

 

BIP 2015

 

Die Wirtschaftskraft, gemessen am nominalen BIP je Erwerbstätigen, wird zu Vergleichszwecken genutzt, um Größenunterschiede zwischen den Regionen zu berücksichtigen. Im Jahr 2015 erwirtschaftete ein Erwerbstätiger in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 57 633 EUR. Über diesem Wert lagen fünf Landkreise und erstmals die Landeshauptstadt Magdeburg. Wie auch in den Vorjahren besaß der Saalekreis erneut die stärkste Wirtschaftskraft. Im Saalekreis erbrachte jeder Erwerbstätige durchschnittlich 68 755 EUR, über 11 000 EUR mehr als im Landesdurchschnitt. Der Landkreis Börde konnte seine Position als zweitstärkster Landkreis in Sachsen-Anhalt ebenfalls halten, jeder Erwerbstätige erarbeitete dort 63 664 EUR. Auf Rang drei und vier folgten die Landkreise Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg.
In diesen vier Landkreisen dominierte das Produzierende Gewerbe das Wirtschaftsgeschehen. Dessen Anteil an der gesamten Bruttowertschöpfung reichte dabei von 42 Prozent im Landkreis Anhalt-Bitterfeld bis zu 47 Prozent im Saalekreis. Im Durchschnitt Sachsen-Anhalts lag der Anteil des Produzierenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung bei 33 Prozent.

 

BIP je Erwerbstätigen

 

Mit diesen Ergebnissen werden erstmals regionale Daten des Bruttoinlandsproduktes und der Bruttowertschöpfung für das Jahr 2015 veröffentlicht. Zusammen mit der Berechnung der Ergebnisse für 2015 erfolgte eine Überarbeitung der Jahre 2012 bis 2014.

Über weitere detaillierte regionale Ergebnisse Sachsen-Anhalts für die Jahre 2000 bis 2015 informiert der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung in den kreisfreien Städten und Landkreisen 2000 - 2015“ bzw. die Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt www.statistik.sachsen-anhalt.de . Regionalergebnisse für alle kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands veröffentlicht der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ in der Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 2 Band 1 unter www.vgrdl.de.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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