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Pressemitteilungen 2017 - Juni


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PM 149 / 2017
30.06.2017

56 Prozent weniger Bezieher von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz in Sachsen-Anhalt

Am Jahresende 2016 erhielten in Sachsen-Anhalt 14 007 Personen Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Halle (Saale) war das ein Rückgang von 16 066 Personen im Vergleich zum Vorjahr. 

Von den Antragstellenden erhielten 11 901 (85 %) Grundleistungen in Form von Sachleistungen, Wertgutscheinen oder Geld. Weitere 2 106 Empfängerinnen und Empfänger bekamen Leistungen analog der Hilfe zum Lebensunterhalt. 

Neben den Leistungen zur Deckung des täglichen Bedarfs erhielten 10 848 Hilfebedürftige zusätzliche Unterstützung, wie z. B. Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt (10 269 Personen). 

Wie auch im Vorjahr waren knapp drei Viertel der Leistungsempfänger Männer (70 %), die Zahl der Kinder und Jugendlichen (ohne unbegleitet Eingereiste) betrug 3 748 (27 %) und ging damit anteilmäßig im Vergleich zum Vorjahr um 1 Prozent zurück. 

Knapp die Hälfte dieser Menschen (6 841 Personen; 49 %) waren am 31.12.2016 in Aufnahmeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. 7 166 der Personen lebten in Mietwohnungen. 

Der überwiegende Teil der Hilfesuchenden (55 %) lebte vor der Einreise in asiatischen Staaten. Darunter waren 3 107 Personen aus Afghanistan und 1 757 aus Indien. 1 681 Zugewanderte hatten die syrische Staatsbürgerschaft.

468 Regelleistungsempfänger warteten am 31.12.2016 auf ihre Ausreise, 10 625 waren im Besitz einer Aufenthaltsgestattung. 

Im Laufe des Jahres 2016 wurden 181 183 672 EUR für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gezahlt. Das waren knapp 54 Millionen EUR mehr als im Jahr zuvor. Über die Hälfte der Zahlungen (57 %) erfolgte an Berechtigte außerhalb von Einrichtungen.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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