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Pressemitteilungen 2017 - Juni


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PM 136 / 2017
20.06.2017

In den Kraftwerken der allgemeinen Energieversorgung in Sachsen-Anhalt bleibt die Braunkohle wichtigster Energielieferant

Im Jahr 2016 wurde in Sachsen-Anhalt in den Kraftwerken1 der allgemeinen Versorgung 8 636 Millionen Kilowattstunden Nettostrom erzeugt. Das waren 769 Millionen Kilowattstunden bzw. 10 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Im Trend der letzten 10 Jahre nahm die erzeugte Strommenge allmählich ab. Gegenüber 2007 wurde 22 Prozent weniger Strom erzeugt.

Der Anteil von Strom aus heimischer Braunkohle an der Stromerzeugung ist zum Vorjahr um 6,7 Prozent geringer geworden. Dennoch leistete die heimische Braunkohle mit einem Anteil von 55 Prozent weiterhin den wichtigsten Beitrag zur Stromerzeugung in Sachsen-Anhalt. Darauf folgte das Erdgas mit einem Anteil von 29 Prozent.
Erneuerbare Energien waren in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung mit 8 Prozent eher von geringer Bedeutung und kamen überwiegend als feste Biomasse, Biogas und biogenen Anteil des Abfalls zum Einsatz.

Die Nettostromerzeugung in Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung betrug 38 Prozent an der Nettostromerzeugung insgesamt. In erdgas- und biogasbetriebenen Anlagen lag der durchschnittliche Anteil der Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung mit 93 Prozent am höchsten. In den Kohlekraftwerken betrug der Anteil lediglich 9 Prozent. Durch die gleichzeitige Gewinnung von Strom und Wärme in der Stromerzeugungsanlage wird die entstehende Wärmemenge besser genutzt und damit ein höherer Wirkungsgrad erzielt.

Die Nettowärmeerzeugung insgesamt in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung betrug 6 300 Millionen Kilowattstunden, 4,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Über die Hälfte der Wärmeerzeugung (55 Prozent) erfolgte in mit Erdgas betriebenen Anlagen, gefolgt von Braunkohle mit 22 Prozent.

Der Energieträgereinsatz zur Herstellung von Strom und Wärme in den Kraftwerken der allgemeinen Versorgung wurde im Jahr 2016 in Sachsen-Anhalt mit 102 500 Terajoule (TJ) angegeben. In den mit Kohle betriebenen Kraftwerken wurden rund 4,7 Millionen Tonnen Braunkohle eingesetzt, 5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Dem gegenüber erhöhte sich die Einsatzmenge von Erdgas um 18 Prozent zum Vorjahr und erreichte 1 000 Millionen Kubikmeter.

Durch den Einsatz von fossilen Brennstoffen bei der Strom- und Wärmeerzeugung wurde in den genannten Kraftwerken ein Ausstoß von 7 600 Tausend Tonnen CO2 ermittelt und entsprach in etwa dem Wert des Vorjahres.

1 Erfasst wurden Daten von Kraftwerken der allgemeinen Energieversorgung mit einer Leistung größer 1 Megawatt (MW).

 

Veränderungen Braunkohle

 

Nettostromerzeugung



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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