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Pressemitteilungen 2017 - März


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PM 52 / 2017
14.03.2017

Gender Pay Gap: Frauen in Sachsen-Anhalt verdienten im Jahr 2016 durchschnittlich 2 Prozent weniger als Männer

Mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 15,14 EUR verdienten Frauen in Sachsen-Anhalt im Jahr 2016 rund 2 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen (15,44 EUR). Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, lag der unbereinigte prozentuale Verdienstunterschied seit Beginn der Messung im Jahr 2006 nie über 5 Prozent und erreichte nach vorläufigen Berechnungen im Jahr 2016 mit rund 2 Prozent das niedrigste bisher gemessene Niveau.

Im Vergleich lag der in Sachsen-Anhalt gemessene Verdienstunterschied im Jahr 2016 deutlich unter dem Wert für das gesamte Bundesgebiet in Höhe von 21 Prozent. Seit 2006 verharrt die Verdienstlücke im Bundesdurchschnitt stabil in einem Bereich um 22 Prozent.
Im Jahr 2016 erhielten Frauen im Bundesdurchschnitt pro Stunde 16,26 EUR. Für Männer waren es 20,71 EUR. Für die Frauen in Sachsen-Anhalt lag damit der durchschnittliche Bruttostundenverdienst bei 93 Prozent des Bundesdurchschnitts, für Männer erreichte er das Niveau von 75 Prozent.  

 

 

Durchschnittliche Bruttostundenverdienste (ohne Sonderzahlungen)
und Gender Pay Gap in Sachsen-Anhalt

- 2015 und 2016 vorläufig Angaben -

Merkmal

2010

2011

2012

2013

2014

2015

2016

Bruttostundenverdienste:

 

 Frauen   (EUR/Stunde)

12,97

13,20

13,55

13,84

13,83

14,66

15,14

 Männer   (EUR/Stunde)

13,58

13,84

14,22

14,45

14,57

15,03

15,44

 

 

Differenz Männer/Frauen
(Gender Pay Gap):
Sachsen-Anhalt (Prozent)

4 %

5 %

5 %

4 %

5 %

2 %

2 %

Gesamtdeutschland (Prozent)

22 %

22 %

23 %

22 %

22 %

22 %

21 %

 

 

Der Gender Pay Gap ist die Differenz des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes (ohne Sonderzahlungen) der Männer und Frauen im Verhältnis zum Bruttostundenverdienst der Männer.
Beschäftigte in der Landwirtschaft, in der öffentlichen Verwaltung sowie in Betrieben mit bis zu zehn Beschäftigten wurden nicht berücksichtigt. Basis für die Berechnung sind Daten der im Abstand von vier Jahren erhobenen Verdienststrukturerhebung (zuletzt 2014), deren Ergebnisse mit den Werten der vierteljährlichen Verdiensterhebung fortgeschrieben werden. Angaben für 2015 und 2016 zum Gender Pay Gap sind vorläufig. Aussagen zum Unterschied in den Verdiensten von weiblichen und männlichen Beschäftigten mit gleichem Beruf, vergleichbarer Tätigkeit und äquivalentem Bildungsabschluss sind mit dem unbereinigten Gender Pay Gap nicht möglich.
Der Verdienstabstand zwischen Männern und Frauen kann auf vielfältige Ursachen zurückgeführt werden. Unterschiede in den Erwerbsbiografien, der Wahl von Berufsfeldern sowie den gegebenen Erwerbsmöglichkeiten in Abhängigkeit der regionalen wirtschaftlichen Strukturen können, neben den Fragen zur Gleichbehandlung und zum sozialen Umfeld, zu unterschiedlichen Karriereverläufen und Verdienstunterschieden führen.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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