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Pressemitteilungen 2017 - März


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PM 49 / 2017
10.03.2017

Februar 2017 - Verbraucherpreise fast zwei Prozent über Vorjahresniveau

Wie das Statistische Landesamt mitteilte, betrug der Anstieg des Verbraucherpreisindex im Februar 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat 1,9 Prozent.
Gegenüber Januar 2017 stieg das Preisniveau durchschnittlich um 0,4 Prozent auf einen Indexstand von 108,8 (2010 = 100).
 

Die im letzten Monat gemessene hohe Inflationsrate von fast 2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat war neben spürbaren Teuerungen, u. a. im Bereich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+ 3,4 %), auch dem Basiseffekt der im vergleichbaren Vorjahreszeitraum deutlich gesunkenen Preise einflussreicher Verbrauchsgüter zuzuordnen. So hätte die Inflationsrate ohne den Einfluss der Teuerungen im Bereich Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) + 1,4 Prozent betragen. 

Das Preisniveau für Haushaltsenergie stieg gegenüber Februar 2016 um 3,1 Prozent. Während für Strom (+ 0,2 %) annähernd vergleichbare Preise im Jahresverlauf gemessen wurden, verteuerte sich Heizöl um mehr als 42 Prozent. Das Indexniveau für Heizöl stieg damit auf rund 92 Prozent des Basisniveaus (2010 = 100 %). Zum Vergleich: Im Februar 2016 lag das Niveau bei rund 65 Prozent.
Feste Brennstoffe wurden knapp 6 Prozent teurer. Preiswerter dagegen waren Gas (- 1,8 %) und Fernwärme (- 4,3 %). 

Insbesondere die Preisentwicklung für Kraft- und Schmierstoffe (+ 15,4 %) hatte spürbaren Einfluss auf den im Bereich Verkehr gemessenen durchschnittlichen Preisanstieg von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. So war Dieselkraftstoff durchschnittlich mehr als 21 Prozent teurer, Superbenzinpreise stiegen um 14,5 Prozent. Für Autogas sank das Preisniveau um 0,6 Prozent. 

Unter den Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken verteuerten sich im Vergleich zum Februar 2016 u. a. Gemüse (+ 16,2 %), Speisefette und Speiseöle (+ 15,0 %) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+ 2,5 %). Neben weiteren Einflüssen im Nahrungsmittelbereich, wie gestiegene Preise für Milch, Butter und Weizenprodukte, führten wetterbedingte Ernteausfälle in wichtigen Erzeugerländern Europas am Beginn des Jahres zu einem starken Preisanstieg für Gemüse (ohne Kartoffeln), frisch oder gekühlt um durchschnittlich knapp 30 Prozent. Nur Zwiebeln, Knoblauch und Weißkohl waren preiswerter als im letzten Jahr.
Obst, frisch oder gekühlt, verteuerte sich im Jahresverlauf im Schnitt um rund 3 Prozent. 

Güter und Dienstleistungen für Freizeit, Unterhaltung und Kultur waren 2,1 Prozent teurer als im letzten Jahr. Auch gegenüber dem Vormonat stieg das Preisniveau um 2,6 Prozent. Wesentlichen Einfluss hatten Preise für Pauschalreisen, die im Februar über 9 Prozent teurer als Januar waren und damit knapp 2 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen.

 

Verbraucherpreisindex für Sachsen-Anhalt (2010 = 100)
Übersicht Februar 2017

 

Index
Hauptgruppe
Gütergruppe

Indexstand

Veränderung gegenüber

Februar
2017

Januar
2017

Februar
   2016

2010 = 100

um Prozent

 

 

Verbraucherpreisindex insgesamt 

108,8

0,4

1,9

 

ohne saisonabhängige Nahrungsmittel

108,4

0,3

1,7

 

ohne Heizöl und Kraftstoffe

109,5

0,5

1,2

 

  ohne Nettomieten und Nebenkosten

109,8

0,5

2,2

 

  Waren insgesamt

109,4

0,4

2,7

 

  Verbrauchsgüter

112,1

0,6

4,0

 

  Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer

108,5

- 0,4

0,1

 

  Langlebige Gebrauchsgüter

100,2

0,0

0,8

 

01

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

117,9

1,5

3,4

 

  Nahrungsmittel

118,3

1,5

3,6

 

       Brot und Getreideerzeugnisse

115,9

0,4

2,5

 

       Molkereiprodukte und Eier

111,4

- 1,6

1,2

 

       Speisefette und -öle

127,3

1,5

15,0

 

       Gemüse

134,6

11,1

16,2

 

  Alkoholfreie Getränke

114,3

0,5

1,7

 

02

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

117,5

- 0,3

1,6

 

  Alkoholische Getränke

109,5

- 0,8

- 0,3

 

03

Bekleidung und Schuhe

108,0

- 1,5

- 1,2

 

  Bekleidung

108,7

- 1,2

- 2,2

 

  Schuhe

105,1

- 2,5

3,8

 

04

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe

106,5

0,1

1,4

 

  Wohnungsmieten (einschl. Nebenkosten)

105,8

0,1

1,0

 

       Nettokaltmieten

105,5

0,1

0,8

 

      Wohnungsnebenkosten

107,5

- 0,1

1,7

 

  Haushaltsenergie

107,9

0,2

3,1

 

05

Einrichtungsgegenstände für den
Haushalt und deren Instandhaltung

103,5

- 0,4

- 0,8

 

  Möbel, Innenausstattung und
   Einrichtungsgegenstände

100,9

- 0,7

- 1,1

 

06

Gesundheitspflege

106,4

0,2

1,5

 

  Medizinische Erzeugnisse, Geräte und
   Ausrüstungen 

114,5

0,2

2,0

 

07

Verkehr

106,6

0,2

4,6

 

  Kraftstoffe 

97,5

0,2

15,5

 

08

Nachrichtenübermittlung 

90,0

- 0,1

- 1,0

 

09

Freizeit, Unterhaltung und Kultur

109,9

2,6

2,1

 

  Pauschalreisen 

108,7

9,4

1,8

 

10

Bildungswesen 

122,0

0,3

2,4

 

11

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

117,7

0,0

2,8

 

  Beherbergungsdienstleistungen 

110,2

- 0,6

2,0

 

12

Andere Waren und Dienstleistungen

110,9

0,2

1,6

 

  Versicherungsdienstleistungen 

111,8

0,0

3,0

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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