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Pressemitteilungen 2017 - Februar


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PM 31 / 2017
14.02.2017

Verbraucherpreise im Januar 2017 unter Dezemberniveau, aber höher als im Januar 2016

Wie das Statistische Landesamt mitteilte, betrug der Anstieg des Verbraucherpreisindex im Januar 2017 gegenüber dem Vorjahresmonat 1,7 Prozent.
Gegenüber Dezember 2016 sank das Preisniveau durchschnittlich um 0,6 Prozent auf einen Indexstand von 108,4 (2010 = 100).
 

Prägend für den Januar 2017 war die Preisentwicklung im Energiesektor. Im Januar des vorigen Jahres wirkten die stark rückläufigen Energiepreise, insbesondere für Heizöl und Kraftstoffe, noch dämpfend auf die Gesamtentwicklung. Aktuell veränderten sich die Energiepreise genau entgegengesetzt, d. h. inflationssteigernd.
Mit einem Anstieg von fast 41 Prozent gegenüber Januar 2016 erreichten die Heizölpreise wieder 92,0 Prozent des Vergleichsniveaus von 2010 = 100 Prozent. Zum Vergleich, im Januar 2016 lag das Preisniveau bei 65,3 Prozent.
Kraftstoffe waren im Januar 2017 durchschnittlich knapp 12 Prozent teurer im Vergleich zum Vorjahr und erreichten mit 97,3 Prozent fast das Preisniveau des Vergleichszeitraums 2010. Vor einem Jahr betrug das Niveau noch 87,0 Prozent.
Mit den Preisentwicklungen sowohl für Superbenzin (+ 9,7 %) als auch für Dieselkraftstoff (+ 21,1 %) waren beide Kraftstoffarten wieder fast so teuer wie im Vergleichsjahr 2010. Autogas war Anfang 2017 nach wie vor günstiger als in den Vorjahren und um mehr als zwei Prozent günstiger als im Januar 2016. 

Im Bereich der Nahrungsmittel zogen die Preise im Jahresverlauf überwiegend an, u. a. für Speisefette und -öle (+ 11,4 %), Gemüse (+ 6,3 %) oder Kaffee, Tee und Kakao (+ 2,8 %).
Für Bekleidung und Schuhe erhöhte sich das durchschnittliche Preisniveau im Jahresverlauf um 0,7 Prozent, dabei waren Schuhe und Schuhzubehör knapp 4 Prozent teurer, Bekleidungsartikel dagegen fast so teuer wie im letzten Jahr (- 0,3 %).
Wer zu Beginn des Reformationsjubiläums 2017 in Sachsen-Anhalt Gaststätten- oder Beherbergungsdienstleistungen im Januar in Anspruch nahm, hatte mit durchschnittlich 3,1 Prozent höheren Preisen als im Vorjahr zu rechnen. So verteuerten sich Speisen in Restaurants oder Cafés im Schnitt um 3,3 Prozent; Übernachtungen entwickelten sich mit etwas über zwei Prozent Anstieg moderat.

 

Verbraucherpreisindex für Sachsen-Anhalt (2010 = 100)
Übersicht Januar 2017 

Index
Hauptgruppe
Gütergruppe

Indexstand

Veränderung gegenüber

Januar
2017

Dezember
2016

Januar
2016

2010 = 100

um Prozent

 

 

Verbraucherpreisindex insgesamt 

108,4

- 0,6

1,7

 

ohne saisonabhängige Nahrungsmittel

108,1

- 0,6

1,6

 

ohne Heizöl und Kraftstoffe

109,0

- 0,8

1,0

 

  ohne Nettomieten und Nebenkosten

109,2

- 0,9

2,0

 

  Waren insgesamt

109,0

- 0,2

2,2

 

  Verbrauchsgüter

111,4

0,8

2,9

 

  Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer

108,9

- 3,3

0,7

 

  Langlebige Gebrauchsgüter

100,2

- 0,1

1,0

 

01

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

116,2

0,7

2,1

 

  Nahrungsmittel

116,6

0,6

2,3

 

       Brot und Getreideerzeugnisse

115,4

- 0,1

2,5

 

       Molkereiprodukte und Eier

113,2

1,1

2,4

 

       Speisefette und -öle

125,4

- 0,6

11,4

 

       Gemüse

121,2

7,1

6,3

 

  Alkoholfreie Getränke

113,7

1,7

1,1

 

02

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

117,9

- 0,2

1,9

 

  Alkoholische Getränke

110,4

- 0,5

0,3

 

03

Bekleidung und Schuhe

109,6

- 6,0

0,7

 

  Bekleidung

110,0

- 6,6

0,0

 

  Schuhe

107,8

- 3,1

3,8

 

04

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe

106,4

0,4

1,0

 

  Wohnungsmieten (einschl. Nebenkosten)

105,7

0,4

0,9

 

       Nettokaltmieten

105,4

0,1

0,7

 

      Wohnungsnebenkosten

107,6

1,6

1,7

 

  Haushaltsenergie

107,7

0,6

1,8

 

05

Einrichtungsgegenstände für den
Haushalt und deren Instandhaltung

103,9

- 0,4

0,0

 

  Möbel, Innenausstattung und
   Einrichtungsgegenstände

101,6

- 0,8

0,1

 

06

Gesundheitspflege

106,2

0,5

1,3

 

  Medizinische Erzeugnisse, Geräte und
   Ausrüstungen 

114,3

0,5

1,9

 

07

Verkehr

106,4

0,9

3,9

 

  Kraftstoffe 

97,3

4,0

11,8

 

08

Nachrichtenübermittlung 

90,1

0,1

- 0,9

 

09

Freizeit, Unterhaltung und Kultur

107,1

- 5,1

1,5

 

  Pauschalreisen 

99,4

- 19,6

1,4

 

10

Bildungswesen 

121,6

0,1

2,6

 

11

Beherbergungs-  und
Gaststättendienstleistungen

117,7

0,6

3,1

 

  Beherbergungsdienstleistungen 

110,9

1,0

2,2

 

12

Andere Waren und Dienstleistungen

110,7

- 0,4

1,7

 

  Versicherungsdienstleistungen 

111,8

0,7

3,3

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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