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Pressemitteilungen 2017 - Januar


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PM 5 / 2017
09.01.2017

Hilfen zur Erziehung für fast 29 000 junge Menschen im Jahr 2015

Im Jahr 2015 wurde in Sachsen-Anhalt für 28 455 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene eine erzieherische Hilfe von den öffentlichen oder freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe geleistet. Das waren 1 182 (4,3 %) junge Menschen mehr als im Vorjahr.

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter mitteilte, nahmen mit 56,0 Prozent (15 931) mehr männliche junge Menschen das Angebot der erzieherischen Hilfen und Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen in Anspruch.

7 040 Kinder (24,7 %) waren noch keine sechs Jahre alt. Weitere 10 581 Kinder (37,2 %) waren im Alter zwischen 6 und 11 Jahren, 9 063 Kinder und Jugendliche (31,9 %) waren im Alter zwischen 12 und 17 Jahren und 1 771 (6,2 %) waren junge Volljährige.

Mit einem Anteil von 44,7 Prozent waren die 11 163 Erziehungsberatungen die am häufigsten in Anspruch genommene Hilfeart.

Von den insgesamt 24 979 geleisteten Hilfen1 wurden 12 288 (49,2 %) im Jahr 2015 beendet und 12 691 (50,8 %) dauerten zum Jahresende noch an.

Bei den im Jahr 2015 begonnenen Hilfen (11 800) lag der Hauptgrund bei fast einem Viertel (2 887) bei Belastungen der jungen Menschen durch familiäre Konflikte, z. B. Partnerkonflikte, Trennung und Scheidung, Umgangs-/Sorgerechtsstreitigkeiten. Weitere 13,6 Prozent (1 606 Hilfen) wurden mit einer eingeschränkten Erziehungskompetenz der Eltern/Personensorgeberechtigten, z. B. Erziehungsunsicherheit, pädagogischer Überforderung oder unangemessener Verwöhnung, begründet.

In 42,7 Prozent der Fälle regten die Eltern bzw. Personensorgeberechtigten die Hilfen an, gefolgt von den Sozialen Diensten und anderen Institutionen (23,5 %) sowie Schulen oder Kindertageseinrichtungen und Ärzten, Kliniken bzw. dem Gesundheitsämtern (12,1 %).

Der statistische Bericht zum Thema ist unter
http://www.statistik.sachsen-anhalt.de/download/stat_berichte/6K501_j_2015.pdf einzusehen.

 

 

1 Im Rahmen familienorientierter Hilfen können auch mehrere Kinder, Jugendliche oder junge  Erwachsene einer
   Familie erzieherische Hilfen in Anspruch nehmen, sodass die Anzahl der  Personen höher als die Anzahl der
   geleisteten Hilfen ist.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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