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Pressemitteilungen 2016 - November


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29.11.2016

Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember - HIV-Neuinfektionen nehmen seit 2010 stetig zu

Nach Mitteilungen des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt zum Welt-Aids-Tag am 1. Dezember wurden im letzten Jahr beim Robert-Koch-Institut 84 HIV-Erstdiagnosen für Sachsen-Anhalt ausgewiesen, eine mehr als im Jahr 2014 und 50 mehr als in 2010. 

Unter den Neuinfizierten waren 70 Personen männlichen Geschlechts. Häufigste Ursache einer HIV-Infektion bei Männern war hier der ungeschützte Geschlechtsverkehr mit homo- oder bisexuellen Männern. Vier von zehn Männern (30 Neuinfektionen) infizierten sich auf diese Weise. Damit bilden homo- bzw. bisexuelle Männer das größte Infektionsrisiko. Jeder vierte Mann (20 Neuinfektionen) infizierte sich beim Geschlechtsverkehr mit einer Frau. Bei den übrigen 20 Neuinfektionen war die Ursache entweder nicht bekannt oder es handelte sich um Neuinfektionen durch unsterile Spritzen beim intravenösen Drogenkonsum.

In den Altersgruppen der 20- bis unter 30-Jährigen (26 Neuinfektionen) bzw. 30- bis unter 40-Jährigen (30 Neuinfektionen) waren die meisten Neuinfektionen registriert worden. Die größte Zunahme war im Vergleich zum Vorjahr bei den 50- bis unter 60-Jährigen zu beobachten. Hier stieg die Zahl der Neuinfektionen von 5 auf 12.

In den Krankenhäusern mussten im Jahr 2014 insgesamt 5 Frauen und 27 Männer an den Folgen der HIV-Krankheit behandelt werden, darunter 13 Personen wegen einer bakteriellen oder parasitären Infektion infolge der Immunschwäche.
An den Folgen von HIV bzw. AIDS verstarben laut Todesursachenstatistik innerhalb des letzten Jahres 6 Männer und 4 Frauen aus Sachsen-Anhalt. Das durchschnittliche Sterbealter betrug 50,8 Jahre.

Eine Infektion mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) ist eine lebensbedrohliche Erkrankung aufgrund einer schweren Schädigung der T-Helferzellen, welche eine entscheidende Rolle in der Immunabwehr spielen. Mit voranschreitender Erkrankung nimmt die Zahl und die Funktionsfähigkeit der T-Helferzellen ab, was dazu führt, dass das Immunsystem immer weniger in der Lage ist, seine Schutzfunktion zu erfüllen. Dies geht mit einer dramatischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes einher und führt unbehandelt zum Tod.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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