Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt Auf einen Blick Daten und Fakten Shop Veröffentlichungen Datenerhebungen Wir über uns Links  
 





Pressemitteilungen 2016 - November


Seite drucken
Januar
April
Juli
Oktober
Februar
Mai
August
November
März
Juni
September
Dezember
PM 263 / 2016
11.11.2016

14. November - Weltdiabetestag

Im Jahr 2015 erlagen 1 333 Personen (581 Männer und 752 Frauen) bzw. 4,1 Prozent aller Verstorbenen aus Sachsen-Anhalt dem Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), so die aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt anlässlich des Welt-Diabetestages am 14. November. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um 17,3 Prozent. 

Im Vergleich der kreisfreien Städte und Landkreise verstarben in der Landeshauptstadt Magdeburg mit 3,2 Prozent anteilig die wenigsten Personen an Diabetes mellitus, mit 6,8 Prozent die meisten im Jerichower Land. 

Hauptsächlich werden zwei Diabetesformen unterschieden: Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes. Rund 88 Prozent aller Sterbefälle an der Zuckerkrankheit waren auf den Typ-2 zurückzuführen. Als Ursache für einen Typ-2-Diabetes sind vor allem die Lebensweise und die Ernährungsgewohnheiten zu nennen. Eine Heilung ist nicht möglich, jedoch kann durch die Vermeidung von Übergewicht und durch mehr Bewegung präventiv entgegen gewirkt werden. Bei 1 168 Sachsen-Anhaltern, darunter 884 Personen mit 75 oder mehr Jahren, war dieser Diabetestyp für den Tod verantwortlich. Der Typ-1-Diabetes führte hingegen nur bei 50 Einwohnern zum Tod. 

Sind bei einem Diabetiker die Blutzuckerwerte über einen längeren Zeitraum zu hoch, so kann dies zu Schäden bzw. Folgeerkrankungen an den Nieren, Augen, Nerven oder im Herz-Kreislaufsystem führen. So kamen zum Beispiel 348 Einwohner aufgrund des Diabetes mellitus mit Nierenkomplikationen, 129 mit peripheren vaskulären Komplikationen und 25 mit neurologischen Komplikationen zwischen Arendsee und Zeitz zu Tode. Für 292 Personen aus Sachsen-Anhalt waren multiple Komplikationen der Zuckerkrankheit die Todesursache. 

Bei 42 Sachsen-Anhaltern war das diabetische Koma (hyperglykämisches Koma) oder ein hypoglykämischer Schock für den Tod verantwortlich. Das hyperglykämische Koma wird durch Diätfehler, Dosierungsfehler mit Insulin oder Infektionen sowie andere Begleiterkrankungen hervorgerufen. Ein Überdosierungsfehler mit Insulin, extreme körperliche Belastungen, starker Durchfall und Erbrechen oder das Auslassen einer Mahlzeit können hingegen einen hypoglykämischen Schock verursachen.

Im Jahr 2014 wurden laut Krankenhausdiagnosestatistik 385 Sachsen-Anhalter je 100 000 Einwohner in deutschen Krankenhäusern aufgrund von Diabetes mellitus behandelt. Damit war Sachsen-Anhalt das Bundesland mit den meisten Krankenhauspatienten, welche Komplikationen oder Schwierigkeiten mit dem Blutzucker hatten. Deutschlandweit wurden 261 Frauen und Männer je 100 000 Einwohner stationär versorgt.

Insgesamt wurden im Jahr 2014 laut Statistischem Landesamt Sachsen-Anhalt 8 625 Einwohner Sachsen-Anhalts (4 729 Männer und 3 896 Frauen) aufgrund von Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) im Krankenhaus behandelt. Diese machten 1,4 Prozent aller Behandlungen im Krankenhaus aus.

Auch in der Krankenhausdiagnosestatistik dominierte der Typ-2-Diabetes mit rund 84 Prozent (7 216 Patienten) gegenüber dem Typ-1-Diabetes mit 13 Prozent (1 217 Patienten).



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


Statistisches Landesamt
Merseburger Str. 2
06110 Halle (Saale)
Tel.: 0345 2318-702
Fax: 0345 2318-913

Internet:
http://www.statistik.
sachsen-anhalt.de
E-Mail:
pressestelle@
stala.mi.sachsen-
anhalt.de