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Pressemitteilungen 2016 - Oktober


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10. Oktober 2016 - Internationaler Tag der seelischen Gesundheit

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt anlässlich des Internationalen Tages der seelischen Gesundheit am 10. Oktober mitteilt, wurden im Jahr 2014 bundesweit 15 345 Patientinnen und 19 865 Patienten aus Sachsen-Anhalt mit psychischen und Verhaltensstörungen in Krankenhäusern behandelt. Diese machten insgesamt 5,5 Prozent aller Klinikaufnahmen und 15,8 Prozent aller Berechnungs- und Belegungstage aus. Während ein durchschnittlicher Klinikaufenthalt bei 7,5 Tagen lag, wurden Erkrankte mit psychischen und Verhaltensstörungen im Schnitt 21,3 Tage in Krankenhäusern versorgt. 

Unter den Männern mit psychischen und Verhaltensstörungen sind überwiegend die Suchterkrankungen von Bedeutung. Hier wurden 10 507 Klinikaufnahmen gezählt, darunter  8 789 Männer mit Alkoholproblemen. Bei den Frauen waren 2 824 Behandlungen wegen Suchterkrankungen notwendig, darunter 2 176 wegen Alkoholismus. Die durchschnittliche Verweildauer betrug bei Suchterkrankungen 9,1 Tage. 

Bei den Frauen waren unter den psychischen und Verhaltensstörungen die affektiven Störungen und die Reaktionen auf schwere Belastungen und Anpassungsstörungen von größerer Bedeutung. Im Jahr 2014 wurden 3 842 Frauen wegen affektiven Störungen in einer Klinik behandelt, darunter 3 528 wegen Depressionen. Männer waren dagegen etwas weniger von affektiven Störungen betroffen (2 223 Klinikaufnahmen). Die durchschnittliche Verweildauer von Patientinnen und Patienten mit Depressionen lag bei 36,9 Tagen. Wegen schweren Belastungen und Anpassungsstörungen wurden 1 214 Frauen klinisch behandelt. Die Verweildauer betrug im Schnitt 22,7 Tage. 

Psychische oder auch seelische Gesundheit ist eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität, Leistungsfähigkeit und soziale Teilhabe. Beeinträchtigungen können zu einer starken Einschränkung in der Lebensqualität führen und beeinflussen damit auch die körperliche Gesundheit in entscheidendem Maße.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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