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Pressemitteilungen 2016 - September


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21.09.2016

Zahl der Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen im Jahr 2015 um 29,8 Prozent gestiegen

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, ereigneten sich im Jahr 2015 insgesamt 109 Unfälle beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen oder bei deren Beförderung. Das waren 25 Unfälle bzw. 29,8 Prozent mehr als im Jahr 2014. Bei diesen Unfällen wurden 76 300 Liter (2014: 177 000 l) wassergefährdende Stoffe freigesetzt, von denen 11 000 Liter (2014: 5 300 l) nicht wiedergewonnen wurden. Die Wiedergewinnungsquote bei den Unfällen lag somit bei 85,6 Prozent (2014: 97,0 %).

Von den 109 Unfällen wurden 16 Unfälle beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen registriert. Sie ereigneten sich in Lageranlagen, Umschlaganlagen, HBV Anlagen (Anlagen zum Herstellen, Behandeln und Verwenden) und bei der innerbetrieblichen Beförderung. Bei diesen Unfällen gelangten 43 700 Liter wassergefährdende Stoffe in die Umwelt, von denen 37 800 Liter wiedergewonnen werden konnten (Wiedergewinnungsquote: 86,5 %). Die Wiedergewinnung wurde unter anderem durch Umpumpen oder Aufbringen von Bindemitteln (Sofortmaßnahmen) sowie Ausheben und Abfuhr des verunreinigten Materials (Folgemaßnahmen) realisiert.

Bei den registrierten 93 Unfällen bei der Beförderung von wassergefährdenden Stoffen handelte es sich in 79 Fällen ausschließlich um Unfälle mit Betriebsstofftanks. Das heißt, es wurden nur Betriebsstoffe (z. B. Diesel, Benzin, Hydrauliköl) aus den entsprechenden Behältern freigesetzt und keine beförderten Schadstoffe. Hierbei gelangten 7 500 Liter Betriebsstoffe in die Umwelt von denen 100 Liter nicht wiedergewonnen bzw. ordnungsgemäß entsorgt werden konnten. Bei 40 Unfällen wurde menschliches Versagen als Unfallursache festgestellt, in 26 Fällen blieb die Unfallursache ungeklärt und in 10 Fällen waren Mängel am Fahrzeug Ursache des Unfalls (3 Unfälle hatten sonstige Ursachen).



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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