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Pressemitteilungen 2016 - September


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16.09.2016

274 Sachsen-Anhalter an Alzheimer- Krankheit im Jahr 2015 verstorben

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September 2016 mitteilt, verstarben nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik 274 Einwohner (98 Männer, 176 Frauen) des Landes im Jahr 2015 an der Alzheimer-Krankheit. Gegenüber dem Jahr zuvor war das ein Rückgang von 4 Einwohnern.

Beginnend mit dem Jahr 1990 nahmen die Sterbefälle an Morbus Alzheimer und präseniler Demenz bzw. seniler Demenz vom Alzheimer-Typ kontinuierlich zu. So wurden im Jahr 1990 bereits 28 (9 Männer, 19 Frauen) dieser Sterbefälle, 1995 schon 91 (39 Männer, 52 Frauen) und im Jahr 2000 sogar 151 (40 Männer, 111 Frauen) Fälle gezählt. Das mittlere Sterbealter lag im Jahr 2015 bei 84,2 Jahren.

Auch in der Krankenhausstatistik ist ein beachtlicher Anstieg an Patienten mit Alzheimer zu verzeichnen. So wurden im Jahr 1993, als erstmalig im Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt Fälle und Diagnosen in der Krankenhausstatistik erfasst wurden, lediglich 29 an Alzheimer erkrankte Einwohner Sachsen-Anhalts bundesweit in Krankenhäusern behandelt. Im Jahr 2005 wuchs diese Zahl bereits auf 472 Erkrankte (139 Männer, 333 Frauen) und im Jahr 2014 auf 1 065 Behandelte (389 Männer, 676 Frauen) an.

Die Alzheimer-Krankheit ist eine fortschreitende Schrumpfung des Gehirns. Die Entstehungsprozesse von Morbus Alzheimer bzw. Alzheimer-Demenz sind nicht vollständig geklärt. Typisch sind bestimmte Proteinablagerungen im Gehirn. Von einigen Faktoren weiß man heute, dass sie die Entstehung von Alzheimer fördern. Die Erkrankung verläuft meist kontinuierlich schleichend, bis zur völligen Pflegebedürftigkeit. Die Diagnose ist schwierig, da die Symptome anfangs normalen Alterserscheinungen ähneln.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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