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Pressemitteilungen 2016 - September


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02.09.2016

Zunahme an Behandlungen wegen Syphilis

Im Jahr 2014 wurden 92 Einwohner Sachsen-Anhalts wegen Infektionen, die vorwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, in deutschen Krankenhäusern behandelt. Das waren 29 Patientinnen und Patienten mehr als im Jahr zuvor. Zu dieser Krankheitsgruppe zählen bakterielle Infektionen durch Gonokokken (Tripper) oder Chlamydien sowie die meldepflichtige Syphilis. Ebenso dazu zählen Infektionen durch das Herpes-Simplex-Virus oder Humane Papillomaviren sowie durch Trichomonaden. Hinzu kommen 71 Behandelte mit HIV und Hepatitis-Infektionen. Hier erhöhte sich gegenüber dem Jahr 2013 die Zahl der Patientinnen und Patienten um 3 Behandlungsfälle. In beiden betrachteten Jahren waren rund sechs von zehn Patientinnen und Patienten Männer und etwas mehr als jeder Zweite im Alter von unter 40 Jahren. Die Zunahme der Behandlungsfälle war hauptsächlich auf die Syphilis-Erkrankungen zurückzuführen. Hier erhöhte sich die Fallzahl von 29 im Jahr 2013 auf 49 im Jahr 2014.

Unbehandelt können die Infektionen zu Unfruchtbarkeit, chronischen Erkrankungen oder Krebs führen, Schwangerschaftskomplikationen auslösen oder die Gesundheit von Neugeborenen beeinträchtigen. So verstarben zum Beispiel an HIV im Jahr 2015 insgesamt 10 Männer und Frauen Sachsen-Anhalts, 2014 insgesamt 8 und 2013 waren das 7. An einer Virushepatitis verstarben 23 Einwohner im Jahr 2015, 16 im Jahr 2014 und ebenfalls 23 im Jahr 2013.

Dem Robert-Koch-Institut werden jährlich die meldepflichtigen Infektionen wie Hepatitis, HIV und Syphilis gemeldet. So wurden für Sachsen-Anhalt 2014 insgesamt 243 Infektionen durch Hepatitiden, 84 durch HIV und 138 mit Syphilis registriert. Im Jahr 2013 waren es noch 170 Infektionen mit Hepatitiden, 83 durch HIV und 111 mit Syphilis.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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