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Pressemitteilungen 2016 - August


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30.08.2016

Höheres Arbeitnehmerentgelt in den drei kreisfreien Städten und elf Landkreisen Sachsen-Anhalts im Jahr 2014

Im Jahr 2014 wurden mit 19 Mrd. EUR rund zwei Drittel des insgesamt in Sachsen-Anhalt gezahlten Arbeitnehmerentgeltes an die Arbeitnehmer ausgezahlt, die ihren Arbeitsort in den Landkreisen hatten. Das Entgelt lag um 3,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Dieses Plus resultierte aus der Entwicklung des Produzierenden Gewerbes (+ 6,0 %), das in den Landkreisen mit anteilig 37 Prozent stark vertreten war.
Die in den drei kreisfreien Städten tätigen Arbeitnehmer erhielten im Jahr 2014 insgesamt Entgelte in Höhe von 9 Mrd. EUR, was einem Zuwachs von 2,4 Prozent entsprach.
Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter mitteilte, stieg das Arbeitnehmerentgelt am stärksten im Landkreis Börde (+ 4,7 %) und im Landkreis Wittenberg (+ 4,2 %), was sich hauptsächlich aus Stellenzuwächsen im Produzierenden Gewerbe ergab.

Anteilmäßig wurden in der Landeshauptstadt Magdeburg (14,6 %), in der Stadt Halle (Saale) (13,3 %) und im Landkreis Harz (8,7 %) die meisten Entgelte ausgezahlt. Den geringsten Anteil an Sachsen-Anhalts Arbeitnehmerentgelten wiesen der Altmarkkreis Salzwedel (3,5 %), das Jerichower Land (3,7 %) und der Landkreis Stendal (4,4 %) aus.
Das ergaben aktuelle Berechnungen des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt zu den regionalen Arbeitnehmerentgelten.
Das Arbeitnehmerentgelt (Inland) umfasst sämtliche Geld- und Sachleistungen, die den innerhalb eines Wirtschaftsgebietes beschäftigten Arbeitnehmern aus den Arbeits- oder Dienstverhältnissen zugeflossen sind. Das Arbeitnehmerentgelt setzt sich zusammen aus den Bruttolöhnen und -gehältern sowie den tatsächlichen und unterstellten Sozialbeiträgen der Arbeitgeber. In die Berechnung werden alle Arbeitnehmer (Arbeiter und Angestellte, Beamte, marginal Beschäftigte) einbezogen.

Die regionalen Entwicklungsunterschiede beim Arbeitnehmerentgelt waren zum einen zurückzuführen auf die Veränderungen der Arbeitnehmerzahlen und zum anderen auf die Entwicklung der Pro-Kopf-Einkünfte. Von entscheidender Bedeutung waren die regionalen Wirtschafts-, Unternehmens- und Beschäftigtenstrukturen. So konzentrierten sich auch im Jahr 2014 mit einem Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer (Lohnkosten) in Höhe von 32 536 EUR die höher bezahlten Arbeitsstellen in den kreisfreien Städten. Der Vergleichswert für die Landkreise betrug 30 070 EUR je Arbeitnehmer.

Insgesamt bewegten sich die regionalen Lohnkosten in einer Spanne von 32 814 EUR in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau und 28 072 EUR im Landkreis Mansfeld-Südharz.
Nach der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau erreichten die Landeshauptstadt Magdeburg, die kreisfreie Stadt Halle, der Saalekreis und der Landkreis Börde ebenfalls ein über dem Landesdurchschnitt liegendes Lohnkostenniveau. In diesen Regionen lagen die jährlichen Einkünfte eines Arbeitnehmers zwischen 1 985 und 599 EUR über dem Durchschnitt Sachsen-Anhalts.
Die geringsten Lohnkosten wurden in den Landkreisen Mansfeld-Südharz und Stendal ermittelt. Die Werte lagen um 2 757 bzw. 1 780 EUR je Arbeitnehmer unter dem Landesdurchschnitt Sachsen-Anhalts.

Die aktuellen Ergebnisse weisen für die Landkreise mit einem Plus von 3,4 Prozent einen geringfügig höheren Anstieg der Lohnkosten aus als für die kreisfreien Städte mit 3,2 Prozent. Der mit 4,5 Prozent höchste Lohnkostenzuwachs wurde für die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau ermittelt, gefolgt vom Landkreis Anhalt-Bitterfeld mit 4,4 Prozent. Für die Zunahme der Pro-Kopf-Werte war in beiden Landkreisen auch ein Stellenrückgang im durch ein geringeres Einkommensniveau geprägten Dienstleistungsbereich ursächlich. Ebenfalls überdurchschnittlich entwickelten sich die Lohnkosten im Landkreis Stendal, im Bördelandkreis, im Salzlandkreis, im Jerichower Land, im Landkreis Mansfeld-Südharz und im Landkreis Wittenberg. Mit Zuwächsen von 2,6 Prozent bzw. 2,7 Prozent blieben der Saalekreis, die kreisfreie Stadt Halle (Saale) und der Burgenlandkreis am weitesten hinter der Landesentwicklung (+ 3,3 %) zurück.

Mit diesen Ergebnissen werden erstmals regionale Daten des Arbeitnehmerentgeltes sowie der Bruttolöhne und -gehälter für das 2014 vorgelegt. Zusammen mit der Berechnung der Ergebnisse für 2014 wurden die Ergebnisse der Jahre 2000 bis 2013 im Rahmen der Revision 2014 überarbeitet. Hauptanlass war die europaweite Einführung des neuen „Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010“. Im Zuge der Revision wurden methodische Weiterentwicklungen vorgenommen und neue statistische Basisdaten in die Berechnungsverfahren integriert.

Über weitere detaillierte regionale Ergebnisse Sachsen-Anhalts für die Jahre 2000 bis 2014 informiert der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Arbeitnehmerentgelte, Bruttolöhne und -gehälter in den kreisfreien Städten und Landkreisen 2000 - 2014“ bzw. die Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt www.statistik.sachsen-anhalt.de Regionalergebnisse für alle kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands veröffentlicht der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ in der Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 2 Band 2 unter www.vgrdl.de.

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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