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Pressemitteilungen 2016 - August


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18.08.2016

2,4 Millionen EUR weniger Steuern auf Erbschaften und Schenkungen im Jahr 2015

Nach neuesten Ergebnissen der Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik wurden in Sachsen-Anhalt im Jahr 2015 für 1 404 unbeschränkt steuerpflichtige Erwerber Steuerveranlagungen mit einem Gesamtwert des übertragenen Vermögens in Höhe von 236,8 Millionen EUR durchgeführt. Nach Abzug von sachlichen und persönlichen Steuerbefreiungen verblieben steuerpflichtige Erwerbe in Höhe von zusammen 72,2 Millionen EUR. Im Vergleich zum Jahr 2014 wurden damit gut 13,6 Millionen EUR weniger steuerpflichtige Erwerbe veranlagt. Dies hatte zur Folge, dass auch die festgesetzte Steuer deutlich niedriger ausfiel. So wurden im Jahr 2015 mit 15,6 Millionen EUR 2,4 Millionen EUR bzw. 13,4 Prozent weniger Erbschaft- und Schenkungsteuern festgesetzt als im Vorjahr.

In gut drei Viertel der veranlagten Fälle lag der Wert des Vermögens unter 50 000 EUR. Aus diesen resultierten knapp ein Viertel der festgesetzten Steuern.
Ein weiteres Viertel der festgesetzten Steuern ergibt sich aus der Veranlagung der Fälle mit Vermögenswerten über 500 000 EUR. Diese 12 Erbschaftsfälle mussten Steuern in Höhe von 3,7 Millionen EUR entrichten.

Insgesamt wurden für 1 172 Erbschaften (83,5 % der unbeschränkt steuerpflichtigen Erwerbe) steuerpflichtige Erwerbe in Höhe von 56,1 Millionen EUR nachgewiesen. Auf diese Erwerbe wurden 13 Millionen EUR Steuern festgesetzt. Damit musste jeder Erbe rund 11 000 EUR Erbschaftsteuern an den Fiskus zahlen.

Neben den Erbschaften waren 232 Schenkungen steuerrelevant. Durch Schenkungen wurden Vermögenswerte in Höhe von 124 Millionen EUR übertragen. Davon wurden nach Abzug der sachlichen und persönlichen Steuerbefreiungen sowie Anrechnung der Vorerwerbe 16,1 Millionen EUR als steuerpflichtige Erwerbe veranlagt. Insgesamt wurden darauf Schenkungsteuern in Höhe von 2,7 Millionen EUR festgesetzt.

Bei den Ergebnissen der Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik ist zu beachten, dass aufgrund der hohen Freibeträge nur der Teil der Erbschafts- und Schenkungsfälle berücksichtigt ist, der tatsächlich zur Steuer herangezogen wurde. So erklärt sich, dass die nachgewiesenen Erben überwiegend nach den Steuerklassen II und III, z.B. Eltern, Geschwister, Stiefeltern, Schwiegereltern, geschiedene Ehegatten bzw. übrige Erwerber und Lebenspartner, besteuert worden sind. Zu berücksichtigen ist darüber hinaus, dass die Statistik außerdem nicht nur diejenigen Erbschaften und Schenkungen nachweist, die sich im Jahr 2015 ereignet haben, sondern die Fälle, die in 2015 von den Finanzämtern bearbeitet wurden.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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