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Pressemitteilungen 2016 - August


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11.08.2016

Landkreise Anhalt-Bitterfeld und Jerichower Land hatten 2014 höchste Pro-Kopf-Arbeitszeit

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, liegen neue Zahlen über das Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen auf Kreisebene für die Jahre 2011 bis 2014 vor.

Nach diesen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ zeigte sich, dass es innerhalb des Landes Sachsen-Anhalt deutliche regionale Unterschiede beim Arbeitsvolumen gab. Im Jahr 2014 wurden insgesamt 1 433,1 Millionen Stunden gearbeitet, das entsprach 1 422 Stunden je Erwerbstätigen (Bundesdurchschnitt 1 366 Stunden). Dabei erreichten die Landkreise Anhalt-Bitterfeld mit einer jährlichen Pro-Kopf-Arbeitszeit von 1 451 Stunden und Jerichower Land mit 1 449 Stunden die höchsten Werte. Es folgten die Landkreise Börde mit 1 440 Stunden, Saalekreis mit 1 438 Stunden und Wittenberg mit 1 437 Stunden sowie die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau mit 1 434 Stunden. Die geringsten Arbeitszeiten wiesen die kreisfreien Städte Halle mit 1 377 Stunden und Magdeburg mit 1 404 Stunden sowie die Landkreise Salzlandkreis mit 1  417 Stunden und Stendal mit 1 418 Stunden aus.

Im Vorjahr betrug die Pro-Kopf-Arbeitszeit 1 420 Stunden (Bundesdurchschnitt 1 362 Stunden). Hier reichte die Spannweite innerhalb unseres Landes von 1 376 Stunden in der kreisfreien Stadt Halle bis 1 448 Stunden im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Im Jahr 2000 wurden jährlich noch 1 564 Stunden je Erwerbstätigen gearbeitet (Bundesdurchschnitt 1 452 Stunden). Die höchsten Pro-Kopf-Arbeitszeiten hatten hier die Landkreise Saalekreis und Anhalt-Bitterfeld (jeweils 1 594 Stunden), die niedrigsten Werte wiesen die kreisfreien Städte Halle (1 526 Stunden) und Magdeburg (1 542 Stunden) aus.

Die große Spannweite der Arbeitszeiten innerhalb des Landes ist darauf zurückzuführen, welche Größenordnung geringfügige Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeitarbeit und der Anteil der Selbstständigen im jeweiligen Kreis haben. Dabei ist vor allem auch die Wirtschaftsstruktur des Kreises entscheidend. So ist die durchschnittlich geleistete Arbeitszeit dort höher, wo Minijobs und Teilzeitbeschäftigung eine eher untergeordnete Rolle spielen. Regionale Sondereinflüsse, wie beispielsweise stark vom Durchschnitt abweichende Arbeitszeitregelungen eines die Region bestimmenden Unternehmens, können bei dem mit Hilfe von Indikatoren regional aufgeteilten Arbeitsvolumen jedoch nicht berücksichtigt werden. Aus diesem Grund wird hier auch vom Standard-Arbeitsvolumen gesprochen.

Basis für die Berechnungen der geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen ist die Zahl der Erwerbstätigen auf Kreisebene und des Arbeitsvolumens auf Länderebene zum Berechnungsstand August 2015. Dabei wurden die Ergebnisse der Jahre 2011 bis 2013 überarbeitet und auf die neuen Eckwerte abgestimmt sowie das Jahr 2014 erstmals berechnet.

Ergebnisse dieser Berechnungen werden in der Gemeinschaftsveröffentlichung „Standard-Arbeitsvolumen in den kreisfreien Städten und Landkreisen der Bundesrepublik Deutschland 2000 bis 2014, Reihe 2, Band 2“ publiziert. Sie liegt in elektronischer Form vor und kann kostenlos beim Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt (shop@stala.mi.sachsen-anhalt.de) bestellt werden oder auf der Homepage des Arbeitskreises unter“ www.ak-etr.de heruntergeladen werden.

Weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt www.statistik.sachsen-anhalt.de und in der Tabelle Standard-Arbeitsvolumen der Erwerbstätigen mit Arbeitsort im Land Sachsen-Anhalt nach Kreisen und Jahren oder auf der Homepage des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ www.ak-etr.de abgerufen werden.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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