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Pressemitteilungen 2016 - Juni


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PM 142 / 2016
24.06.2016

Mehr Todesfälle durch legale als illegale Drogen

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt anlässlich des Internationalen Tages gegen Drogenmissbrauch am 26. Juni mitteilt, verstarben nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik im Jahr 2014 durch illegale Drogen insgesamt 13 Sachsen-Anhalter (5 Frauen, 8 Männer). Darunter fallen insbesondere Todesfälle infolge von Überdosierung, Todesfälle infolge langzeitigen Missbrauchs, Selbsttötungen aus Verzweiflung über die Lebensumstände oder unter der Einwirkung von Entzugserscheinungen. Tödliche Unfälle von unter Drogeneinfluss stehenden Personen sind hierbei allerdings nicht erfasst. 

Damit stieg die Zahl der an illegalen Drogen Verstorbenen im Land gegenüber dem Jahr 2004 um 5 Personen an. In den letzten zehn Jahren waren durchschnittlich knapp drei Viertel der an illegalen Drogen Verstorbenen männlich und überwiegend im Alter zwischen 20 und 40 Jahren (58,7 Prozent). 6,4 Prozent waren jünger als 20 Jahre und 7,9 Prozent hatten bereits ihren 60. Geburtstag. Das durchschnittliche Sterbealter lag bei 37 Jahren. 

Viel höher dagegen sind die Zahlen der Verstorbenen durch die legal erhältlichen Drogen wie Alkohol oder Tabak. So starben im Jahr 2014 allein durch alkoholbedingte Krankheitszustände 835 Personen (171 Frauen und 664 Männer). Das durchschnittliche Sterbealter hierfür lag bei rund 60 Jahren. 

Im Jahr 2014 wurden 2 276 Männer und Frauen aus Sachsen-Anhalt bundesweit in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen aufgrund illegaler Drogen behandelt. Das waren 0,3 Prozent aller Klinikaufnahmen. Das durchschnittliche Alter der Patientinnen und Patienten lag bei 29 Jahren. Weit größer ist allerdings die Anzahl derer, welche durch alkoholbedingte Krankheitszustände versorgt werden mussten. So wurden 13 863 Männer und Frauen aus Sachsen-Anhalt bundesweit in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen betreut. Dies entsprach 2,1 Prozent der Klinikaufnahmen. 

Der illegale Drogenmarkt in Deutschland wird seit Jahren durch die auf Pflanzen basierenden Rauschgifte Heroin, Kokain und Cannabis sowie durch synthetische Betäubungsmittel dominiert. Alle Betäubungsmittel erzeugen spezifische Wirkungen, weitgehend gemeinsam ist ihnen ein euphorisierender Effekt.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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