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Pressemitteilungen 2016 - Mai


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PM 93 / 2016
02.05.2016

Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Sachsen-Anhalt auf dem niedrigsten Stand seit 1994

Im Jahr 2015 stellten 561 Unternehmen bei den in Sachsen-Anhalt zuständigen Gerichten einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Das ist die geringste Anzahl seit dem Jahr 1994.

Damit bestätigte sich erneut der schon seit 2010 anhaltende Trend, wonach die Anmeldungen von Unternehmensinsolvenzen stetig zurückgehen. Im Vergleich zum Jahr 2014 (573 Anmeldungen) ergibt das eine Verringerung um 2,1 Prozent. Die Beantragung eines Insolvenzverfahrens erfolgte in 398 Fällen durch die Schuldner selbst und in 163 durch die entsprechenden Gläubiger. Von den gesamten Verfahren wurden 427 eröffnet und 134 mangels Masse abgelehnt.

Seit dem Jahr 1993 behauptet von allen Wirtschaftsbereichen mit 111 beantragten Verfahren das Baugewerbe zum 23. Mal in Folge in Sachsen-Anhalt die unrühmliche Spitzenposition bei den Unternehmensinsolvenzen. Die Gesamtzahl aller zum Zeitpunkt der Antragstellung betroffenen Beschäftigten in diesem Bereich belief sich dabei im Jahr 2015 auf 3 134. An dieser Summe waren u. a. fünf Unternehmen mit mehr als 100 Angestellten beteiligt.

Die Fallzahlen aller angemeldeten Insolvenzen, bei denen neben den Unternehmensinsolvenzen auch die Insolvenzverfahren der übrigen Schuldner des Landes Sachsen-Anhalts (größtenteils Verbraucher) ermittelt wurden, erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr nur leicht von 4 000 auf 4 078. Das entspricht einem Anstieg um knapp 2,0 Prozent. Dennoch ist diese Zahl ähnlich wie im Jahr 2014 deutlich geringer als die im vorhergehenden Zeitabschnitt der Jahre 2004 bis 2013.

Die Summe aller voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger, die von den vier zuständigen Amtsgerichten in Sachsen-Anhalt ermittelt wurde, beziffert sich auf rund 472 Mill. EUR. Darunter entfielen rund 234 Mill. EUR auf die insolventen Unternehmen. Auch bei den voraussichtlichen Forderungen konnte eine stetig rückläufige Tendenz seit 2002 festgestellt werden.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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