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Pressemitteilungen 2016 - April


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PM 70 / 2016
05.04.2016

Zahl der Pendler in Sachsen-Anhalt 2015 weiter gestiegen

Im zweiten Quartal 2015 hatten 1 081,3 Tausend Erwerbstätige ihren Wohnort in Sachsen-Anhalt. Andererseits arbeiteten hier 1 000,1 Tausend Erwerbstätige. Damit hatte unser Land einen Auspendlerüberschuss von 81 200 Personen. Dabei stieg die Zahl der Auspendler über die Landesgrenze um 2,0 Prozent und die der Einpendler um 2,6 Prozent. 

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, sank im zweiten Quartal 2015 die Zahl der in Sachsen-Anhalt wohnenden Erwerbstätigen gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um 6 900 Personen oder 0,6 Prozent und die der hier arbeitenden um 8 200 Personen oder 0,8 Prozent.

 

Erwerbstätige am Wohn- bzw. Arbeitsort Sachsen-Anhalt (in 1 000 Personen) 

2. Quartal

Erwerbstätige

Pendlersaldo

Einpendler

Auspendler

am Wohnort

am Arbeitsort

über die Landesgrenze

 

2008

2009

2010

2011

2012

2013

2014

2015

 

 

1 114,3

1 108,7

1 106,6

1 104,5

1 100,5

1 092,6

1 088,2

1 081,3

 

 

1 026,5

1 024,8

1 025,7

1 026,0

1 020,7

1 013,6

1 008,2

1 000,1

 

 

- 87,7

- 83,9

- 80,9

- 78,5

- 79,8

- 79,0

- 79,9

- 81,2

 

 

59,2

60,6

62,7

65,2

65,0

65,6

65,6

67,3

 

 

146,9

144,5

143,6

143,7

144,9

144,6

145,5

148,5

 

 

Da mehr Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt wohnten als arbeiteten, hat unser Land einen negativen Pendlersaldo, also einen Auspendlerüberschuss. Gegenüber dem zweiten Quartal 2014 nahm der negative Pendlersaldo von 79 900 auf 81 200 Personen zu.

Dabei stieg die Zahl der Auspendler um rund 2 900 auf 148 500 Personen. Hauptziele der Auspendler waren mit fast einem Drittel Niedersachsen und knapp einem Viertel Sachsen, gefolgt von Thüringen. Der Anteil der Auspendler an den hier wohnenden Erwerbstätigen betrug 13,7 Prozent (2. Quartal 2014: 13,4 Prozent), das heißt, dass jeder siebente hier wohnende Erwerbstätige einen Arbeitsplatz außerhalb Sachsen-Anhalts hatte.

Die Zahl der Einpendler stieg im zweiten Quartal 2015 gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um 1 700 Personen auf 67 300 Personen. Der größte Teil der Einpendler kam aus den angrenzenden Ländern, allein mehr als ein Drittel aus Sachsen, gefolgt von Thüringen, Brandenburg und Niedersachsen. Der Anteil der Einpendler an den hier arbeitenden Erwerbstätigen betrug 6,7 Prozent (2. Quartal 2014: 6,5 Prozent).

 

Pendler

 

Diese hier vom Arbeitskreis „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ vorgelegten Vierteljahresergebnisse der Erwerbstätigen am Arbeits- und am Wohnort sind abgestimmt auf den Berechnungsstand des Statistischen Bundesamtes vom Februar 2016.

Detaillierte Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt www.statistik.sachsen-anhalt.de unter Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder (Regionalberechnungen zur Erwerbstätigkeit) oder auf der Homepage des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ www.ak-etr.de abgerufen werden.

 

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe des jeweiligen Berichtszeitraumes zum einen nach dem Inlandskonzept (Erwerbstätige am Arbeitsort). Erfasst werden alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsort erreichen. Zum anderen erfolgt der Nachweis nach dem Inländerkonzept (Erwerbstätige am Wohnort). Hier werden alle Personen erfasst, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zusätzlich aber auch diejenigen Personen, die zwar in diesem Gebiet wohnen, aber als Auspendler ihren Arbeitsort in anderen Regionen haben. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und geringfügig Beschäftigte) oder als Selbstständige einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010 stehen.

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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