Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt Auf einen Blick Daten und Fakten Shop Veröffentlichungen Datenerhebungen Wir über uns Links  
 





Pressemitteilungen 2016 - März


Seite drucken
Januar
April
Juli
Oktober
Februar
Mai
August
November
März
Juni
September
Dezember
PM 56 / 2016
21.03.2016

Wanderungsgewinn von rd. 30 000 Ausländerinnen und Ausländern im Jahr 2015 in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt verzeichnete im vergangenen Jahr 2015 Zuzüge von insgesamt rd. 42 000 Ausländerinnen und Ausländern, welche vorher nicht in Deutschland lebten. Dem standen rd. 12 000 Fortzüge von Ausländerinnen und Ausländern in andere Staaten gegenüber. Der sich hieraus ergebende Wanderungsgewinn von 30 000 Personen umfasst dabei alle Auslandswanderungen, d.h. sowohl die Wanderungsbewegungen mit anderen EU-Ländern, als auch die Flüchtlingswanderung des Jahres 2015. Er ist damit  knapp dreimal so hoch, wie im Jahr 2014. 

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, beruhen diese Angaben auf einer erstmals für 2015 von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder gemeinsam durchgeführten Schnellschätzung im Rahmen der vorläufigen Ergebnisse der Wanderungsstatistik.
Danach wurde in Deutschland insgesamt bis zum Jahresende 2015 der Zuzug von knapp 2 Millionen ausländischen Personen registriert. Gleichzeitig zogen rund 860 000 Ausländerinnen und Ausländer aus Deutschland fort. Daraus ergibt sich ein Wanderungssaldo von 1,14 Millionen ausländischen Personen in Deutschland. Das ist der höchste jemals gemessene Wanderungsüberschuss von Ausländerinnen und Ausländern in der Geschichte der Bundesrepublik.
Sachsen-Anhalt belegt mit einem Saldo von 30 000 Ausländerinnen und Ausländern im Vergleich der neuen Bundesländer (einschließlich Berlin) den drittletzten Platz, im Vergleich aller Bundesländer den 11. Platz.

Methodische Hinweise

Der für 2015 im Rahmen der Wanderungsstatistik ermittelte Wanderungssaldo beruht, wie o.g., auf einer erstmals durchgeführten Schnellschätzung. Diese basiert auf bereits vorliegenden geprüften Ergebnissen der Bevölkerungsstatistik für die Monate Januar bis August 2015 und auf geschätzten Daten für das Wanderungsgeschehen von Ausländerinnen und Ausländern (Zuzüge und Fortzüge) für die Monate September bis Dezember 2015. Für diesen Zeitraum wurden Auszählungen der Rohdaten vorgenommen. Die Differenzen zwischen diesen Auszählungen und den geprüften Monatsergebnissen wurden anhand vergangener Monate modelliert und mit Hilfe dieses Modells auf die Monate September bis Dezember 2015 übertragen.

Grundlage der Wanderungsstatistik und damit der Schnellschätzung sind Verwaltungsdaten, nämlich die Mitteilungen der Meldebehörden über die von ihnen erfassten An- und Abmeldungen sowie Berichtigungen an die Statistischen Ämter. In diesen sind Schutzsuchende grundsätzlich berücksichtigt. Momentan dürfte es jedoch hier eine Untererfassung dieser Personengruppe geben, die nicht quantifiziert werden kann. Schutzsuchende sind zwar meldepflichtig und damit grundsätzlich in der Wanderungsstatistik erfasst, gleichwohl ist jedoch davon auszugehen, dass eine zeitnahe Erfassung aller Schutzsuchenden durch die Meldebehörden nicht möglich war. Wegen Fehlbuchungen, insbesondere in Zusammenhang mit der Verteilung der Schutzsuchenden innerhalb Deutschlands können zudem auch Doppelerfassungen vorgekommen sein.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


Statistisches Landesamt
Merseburger Str. 2
06110 Halle (Saale)
Tel.: 0345 2318-702
Fax: 0345 2318-913

Internet:
http://www.statistik.
sachsen-anhalt.de
E-Mail:
pressestelle@
stala.mi.sachsen-
anhalt.de