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Pressemitteilungen 2016 - März


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PM 53 / 2016
17.03.2016

Ergebnisse der Tourismusstatistik für das Jahr 2015

Tourismusgewerbe setzt Erfolgskurs im Jahr 2015 fort -
neues Rekordjahr für die Beherbergungsbetriebe in Sachsen-Anhalt

  

Die Gäste- und Übernachtungszahlen des Jahres 2015 bestätigen, dass das  Tourismusaufkommen  ein stabiler Wirtschaftsfaktor für Sachsen-Anhalt ist. 

In den Beherbergungsbetrieben des Landes mit zehn und mehr Betten sowie auf den Campingplätzen mit mindestens 10 Stellplätzen wurden im Jahr 2015 mit 3,14 Millionen Gästen das zweite Jahr in Folge mehr als 3 Millionen Besucher gezählt. Im Vergleich zum Jahr 2014 waren das 128 800 Gäste bzw. 4,3 Prozent mehr. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter mitteilt, wurden das fünfte Jahr in Folge mehr als sieben Millionen Übernachtungen gebucht. Mit einem Wert von 7,61 Millionen waren das 175 600 Übernachtungen bzw. 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag bei 2,4 Tagen und ging gegenüber dem Wert von 2,5 Tagen in den letzten Jahren leicht zurück. 

Im saisonalen Jahresvergleich wurden für zehn der zwölf Monate gestiegene Übernachtungszahlen gemeldet, vor allem im Juli (+ 8,3 Prozent) und Mai (+ 5,2 Prozent). Hauptreisezeit sind nach wie vor die Monate Mai bis Oktober. Mit jeweils rund 850 000 gebuchten Übernachtungen waren der August und Juli Spitzenreiter. 

In die monatliche Beherbergungsstatistik sind rund 1 070 Beherbergungsbetriebe aus Sachsen-Anhalt einbezogen. Im Jahresdurchschnitt 2015 standen für die Touristen und Geschäftsreisenden 67 600 Schlafgelegenheiten zur Verfügung. Die durchschnittliche Auslastung der angebotenen Schlafgelegenheiten war mit 31,0 Prozent etwas höher als im Vorjahr (30,8 Prozent). 

 

Gestiegenes Übernachtungsaufkommen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland 

Das Reiseland Sachsen-Anhalt hält ein vielfältiges Angebot an touristischen Möglichkeiten bereit. Mit seiner vielfältigen Natur, seinen Beherbergungsobjekten sowie zahlreichen Angeboten zu Erholung, Sport und Kultur ist es für Touristen und Geschäftsreisende ein attraktives Reiseziel und zog auch im Jahr 2015 zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland an. 

Der Zuwachs im Tourismusaufkommen wurde sowohl durch die in- als auch ausländischen Gäste erreicht. 93 Prozent aller Übernachtungen, das waren 7,06 Millionen, wurden durch Besucher aus Deutschland gebucht. Das waren 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. 

Mit einem Plus von 5,6 Prozent gab es einen überdurchschnittlichen Zuwachs an Übernachtungen ausländischer Gäste. Jede 14. Übernachtung wurde 2015 von Gästen mit Wohnsitz im Ausland gebucht, jede 17. war es im Jahr 2000. Die Zahl der gebuchten Übernachtungen erreichte damit rund 550 000. Der Zustrom der Besucher mit ausländischem Wohnsitz hat sich in den letzten Jahren trotz jährlicher Schwankungen tendenziell erhöht. Der Anteil durch Gäste aus dem Ausland gebuchter Übernachtungen liegt seit dem Jahr 2012 jeweils über 7 Prozent bzw. absolut über 500 000. Gut 40 Prozent der ausländischen Gäste buchten ihre Übernachtungen in den Sommermonaten Juni, Juli und August. Sie verweilten mit durchschnittlich 2,1 Tagen etwas kürzer als die deutschen Gäste mit 2,4 Tagen. Die meisten Übernachtungen erfolgten, wie schon in den vergangenen Jahren, durch Gäste aus den Niederlanden, Polen, Dänemark, Österreich und der Schweiz. Auf diese fünf Herkunftsländer entfiel fast die Hälfte (46 Prozent) aller Übernachtungen aus dem Ausland. Die meisten Übernachtungen von Gästen außerhalb Europas buchten Besucher aus den USA, China und Japan.
Deutlich mehr Übernachtungen als im Vorjahr gab es von Gästen aus Taiwan, Kroatien, der Türkei und Spanien, weniger aus Estland, Südafrika, Mittelamerika/Karibik, Indien und der Russischen Föderation. 

 

Höchstes Übernachtungsplus auf Campingplätzen 

Für Besucher Sachsen-Anhalts bietet das Beherbergungsgewerbe eine breite Palette unterschiedlicher Übernachtungsangebote. 
Mit 1,91 Millionen Gästen und 3,66 Millionen Übernachtungen lag der Schwerpunkt des Tourismusaufkommens bei den Hotels. Hier verbrachten fast zwei Drittel aller Gäste knapp die Hälfte aller touristischen Übernachtungen. 2015 meldeten die Hotels 3,3 Prozent mehr Gäste und 1,3 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr. Die gesamte klassische Hotellerie mit Hotels, Hotels garnis, Gasthöfen und Pensionen vereinte 78 Prozent der Gästeankünfte und 62 Prozent der Übernachtungen auf sich. Hohe Zuwächse gegenüber dem Vorjahr gab es bei den Hotels garnis mit 9,7 Prozent mehr Gästen und 6,1 Prozent mehr Übernachtungen. 

Das mit Abstand höchste prozentuale Plus gegenüber dem Vorjahr wiesen die Campingplätze des Landes mit 13,9 Prozent mehr Gästen und 10,8 Prozent mehr Übernachtungen aus. Damit entfielen auf die Camper jeweils rund viereinhalb Prozent aller Gästeankünfte und Übernachtungen des Landes. 

Auch der Kurtourismus der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen hatte mit 50 600 Gästen und 1,08 Millionen Übernachtungen positive Veränderungsraten gegenüber 2014. Die Gästezahlen erhöhten sich um 0,9 Prozent, die Zahl der Übernachtungen um 2,0 Prozent. 

 

Positive Bilanz bei allen Reisegebieten sowie Kreisfreien Städten und den meisten Landkreisen 

Im Vorjahresvergleich verzeichneten 2015 alle Reisegebiete Sachsen-Anhalts gestiegene Gäste- und auch Übernachtungszahlen. Die höchste Steigerungsrate hatte die Altmark mit 9,9 Prozent mehr Besuchern und 8,4 Prozent mehr gebuchten Übernachtungen. Gefolgt von der Region Anhalt-Wittenberg mit 6,7 Prozent mehr Gästen und 5,1 Prozent mehr Übernachtungen. 5,5 Prozent mehr Gäste und 3,7 Prozent mehr Übernachtungen verzeichnete die Region Magdeburg, Elbe-Börde-Heide. Im Gebiet Halle,Saale,Unstrut wurden 3,2 Prozent mehr Gäste und 0,9 Prozent mehr Übernachtungen gezählt. 

Mit 1,04 Millionen Gästeankünften und einem Anteil von 37 Prozent aller Übernachtungen war nach wie vor der Harz und das Harzvorland die am meisten nachgefragte Region Sachsen-Anhalts. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Besucherzahlen um 1,8 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um 0,1 Prozent. Mit 2,7 Tagen war hier die durchschnittliche Aufenthaltsdauer am längsten. 

Im Regionalvergleich der Kreisfreien Städte und Landkreise hatte der Landkreis Harz mit 2,5 Millionen die absolut höchste Zahl an Übernachtungen. Rund ein Drittel aller Übernachtungen wurden in diesem Landkreis gebucht. Jeweils mehr als eine halbe Million Übernachtungen meldeten die Beherbergungsbetriebe des Landkreises Wittenberg, des Burgenlandkreises und der Landeshauptstadt Magdeburg. Das geringste Übernachtungsaufkommen mit jeweils unter 200 000 Übernachtungen gab es in den Landkreisen Anhalt-Bitterfeld und Jerichower Land.
Gemessen an der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer 2015 verweilten die Gäste am längsten im Altmarkkreis Salzwedel (3,6 Tage) und am kürzesten in Dessau-Roßlau (1,6 Tage). 

In 11 der 14 Kreisfreien Städte und Landkreise Sachsen-Anhalts konnten im Jahr 2015 mehr Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben als 2014 gezählt werden. Absoluter Spitzenreiter im Zuwachs war der Landkreis Stendal mit 21,2 Prozent mehr Übernachtungen.
Ein besonderer Besuchermagnet war für die Region die Bundesgartenschau in Havelberg. 7,9 Prozent mehr Übernachtungen gab es im Landkreis Wittenberg, u.a. mit seinen Standorten zur Landesausstellung „Cranach der Jüngere 2015“. Mehr Übernachtungen im Vorjahresvergleich als im Landesdurchschnitt gab es auch in der Landeshauptstadt Magdeburg (+ 6,8 Prozent), dem Burgenlandkreis (+ 3,8 Prozent) und in Halle(Saale) (+ 3,7 Prozent). Rückläufig waren die Übernachtungszahlen im Saalekreis (- 6,4 Prozent), im Altmarkkreis Salzwedel (- 0,4 Prozent) und im Landkreis Harz (- 0,1 Prozent)



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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