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Pressemitteilungen 2016 - März


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PM 52 / 2016
17.03.2016

Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Sachsen-Anhalt 2015 gestiegen - Rückgang bei marginaler Beschäftigung und Selbstständigkeit

Im Jahresdurchschnitt 2015 gab es nach neuesten vorläufigen Berechnungen in Sachsen-Anhalt 1 000,2 Tausend Erwerbstätige. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nahm um 0,6 Prozent zu, konnte jedoch die Abnahme der marginalen Beschäftigung und der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen nicht kompensieren. Die Erwerbstätigenzahl sank um 7 900 Personen oder 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilte, nahm die Arbeitnehmerzahl im Vergleich zum Vorjahr um 0,5 Prozent oder 4 600 auf 913 500 Personen ab, darunter bei den marginal Beschäftigten um 7,8 Prozent oder 8 200 auf 97 700 Personen. Die Zahl der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen sank im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent oder 3 300 auf 86 700 Personen. 

In Deutschland stieg die Erwerbstätigenzahl im Jahr 2015 um 329 000 Personen oder 0,8 Prozent auf 43,0 Millionen Personen. Dabei hatten nur die alten Bundesländer (ohne Berlin) einen Anstiegum 0,9 Prozent, während die neuen Bundesländer (ohne Berlin) einen Rückgang um 0,3 Prozent zu verzeichnen hatten. Die größten Verluste hatte Sachsen-Anhalt (- 0,8 Prozent), gefolgt von Thüringen (- 0,5 Prozent), Sachsen (- 0,2 Prozent) und Brandenburg (- 0,1 Prozent). Den höchsten Anstieg erreichte dagegen Berlin mit 2,0 Prozent. 

Die Erwerbstätigkeit entwickelte sich in den Wirtschaftsbereichen Sachsen-Anhalts unterschiedlich. Bis auf den Bereich Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleister, Grundstücks- und Wohnungswesen (+ 1,0 Prozent) verzeichneten alle anderen Bereiche Rückgänge.
Am stärksten sank die Erwerbstätigkeit in den Bereichen Baugewerbe (- 3,2 Prozent), Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (- 2,1 Prozent) sowie Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation (- 1,6 Prozent).

 

Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt im Jahr 2015 nach Wirtschaftsbereichen 

Wirtschaftsbereich (WZ 2008)

Erwerbstätige

Veränderung gegenüber
dem Vorjahr

in 1 000

in Prozent

 

 

 

 

A        Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

 

20,8

 - 0,4

- 2,1

B-F     Produzierendes Gewerbe

 

263,9

 - 3,2

- 1,2

B-E    Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe

 

183,7

- 0,5

- 0,3

          darunter: C Verarbeitendes Gewerbe

 

162,1

- 0,8

- 0,5

F        Baugewerbe

 

80,2

- 2,7

- 3,2

G-T    Dienstleistungsbereiche

 

715,6

- 4,3

- 0,6

G-J     Handel, Verkehr, Gastgewerbe,
           
Information und Kommunikation

 

 

236,0

 

- 3,8

 

- 1,6

K-N    Finanz-, Versicherungs- u. Unternehmens-
           dienstl., Grundstücks- u. Wohnungswesen

 

 

158,1

 

  1,6

 

  1,0

O-T     Öffentliche und sonstige Dienstleister,
            
Erziehung, Gesundheit

 

321,5

 

- 2,2

 

- 0,7

Insgesamt

 

 

 1 000,2

 

- 7,9

 

- 0,8

 

 

Vierteljährlich betrachtet schwächte sich im Land Sachsen-Anhalt der Rückgang der Erwerbstätigkeit zuletzt etwas ab. Im vierten Quartal 2015 hatten nach vorläufigen Berechnungen 1 005,6 Tausend Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz in Sachsen-Anhalt, das waren 7 200 Personen oder 0,7 Prozent weniger als im gleichen Vorjahresquartal.

 

 Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt nach Quartalen 

Jahr/Vierteljahr

Erwerbstätige

Veränderung gegenüber dem
gleichen Vorjahreszeitraum

in 1 000

in Prozent

 

2014

 

Jahresdurchschnitt

 

1 008,2

 

- 0,7

2015

Jahresdurchschnitt

1 000,2

- 0,8

 

 

 

 

2014

1. Vierteljahr

   996,6

- 0,7

 

2. Vierteljahr

1 008,2

- 0,5

 

3. Vierteljahr

1 015,0

- 0,5

 

4. Vierteljahr

1 012,8

- 0,9

 

 

 

 

2015

1. Vierteljahr

   989,0

- 0,8

 

2. Vierteljahr

1 000,1

- 0,8

 

3. Vierteljahr

1 006,1

- 0,9

 

4. Vierteljahr

1 005,6

- 0,7

 

 

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamtes vom Februar 2016 basieren, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR), dem alle Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. Zusätzlich zur Erstberechnung der Erwerbstätigenzahl für das vierte Quartal 2015 wurden auch die bisher veröffentlichten Ergebnisse ab dem ersten Quartal 2015 und das Jahresergebnis 2015 überarbeitet. 

Weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt www.statistik.sachsen-anhalt.de unter Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder (Regionalberechnungen zur Erwerbstätigkeit)oder auf der Homepage des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ www.ak-etr.de abgerufen werden. Zu den neuen Ergebnissen liegen außerdem zwei vom Arbeitskreis erstellte Publikationen „Erwerbstätige in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 1991 bis 2015, Reihe 1, Band 1“ sowie „Erwerbstätige in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 2008 bis 4. Vierteljahr 2015, Reihe 1, Band 3“ in elektronischer Form (Excel bzw. PDF) vor, die kostenlos über das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt (shop@stala.mi.sachsen-anhalt.de) bestellt oder über das Online-Angebot des Arbeitskreises www.ak-etr.de heruntergeladen werden können. 

 

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden demnach alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsplatz erreichen. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010 stehen. Die Gliederung nach Wirtschaftsbereichen wurde nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) vorgenommen.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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