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Pressemitteilungen 2016 - März


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PM 43 / 2016
08.03.2016

Weltnierentag am 10. März 2016

Im Jahr 2014 wurden 4 177 Sachsen-Anhalterinnen und Sachsen-Anhalter aufgrund eines chronischen oder akuten Nierenversagens in deutschen Krankenhäusern behandelt. Das waren 5 Prozent mehr als im Vorjahr (3 975 Fälle), allerdings ein Anstieg um 73 Prozent gegenüber dem Jahr 2004 (2 413 Fälle).

Mit zunehmendem Alter steigt auch die Zahl der Behandlungsfälle an. In 54 Prozent der Behandlungsfälle waren die Patientinnen und Patienten 75 Jahre oder älter (2 260 Fälle). Der Frauenanteil in dieser Altersgruppe betrug 59 Prozent (1 321 Fälle).
Das akute Nierenversagen machte rund 49 Prozent (2 051 Fälle) der Behandlungsfälle aufgrund eines Nierenversagens aus.

An einem Nierenversagen verstarben im Jahr 2014 insgesamt 526 Personen mit Wohnsitz in Sachsen-Anhalt und damit 3 Prozent mehr als im Jahr zuvor (512 Personen). Gegenüber dem Jahr 2004 (313 Personen) ist das sogar ein Anstieg um 68 Prozent. Der Anteil der weiblichen Todesfälle betrug im Berichtsjahr 2014 rund 61 Prozent (322 Personen). 84 Prozent der Sterbefälle (443 Personen) waren in der Altersgruppe der über 75-jährigen registriert worden. An einem akuten Nierenversagen verstarben im aktuellen Berichtsjahr 13 Männer und 34 Frauen Sachsen-Anhalts.

Der Anstieg an Nierenerkrankungen ist in erster Linie auf die zunehmende Zahl älterer Menschen zurückzuführen. So wirken sich Diabetes mellitus vom Typ 2 und Bluthochdruck aufgrund von Bewegungsmangel und Fehlernährung negativ auf die Nierenfunktion aus.

An einem Nierenversagen erlagen in der Altersgruppe der über 75-Jährigen im Jahr 2004 insgesamt 114 Frauen und Männer je 100 000 Einwohner Sachsen-Anhalts, im Jahr 2014 waren es 160. Noch stärker war hier der Anstieg bei den Behandlungsfällen im Krankenhaus. So nahmen die Behandlungsfälle von 493 je 100 000 Einwohner in der Altersgruppe auf 815 zu.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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