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Pressemitteilungen 2015 - November


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PM 115 / 2015
01.12.2015

Wirtschaftswachstum 2013 am höchsten im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, im Salzlandkreis und in der kreisfreien Stadt Halle

Im Jahr 2013 konnten neun der vierzehn Regionen des Landes Sachsen-Anhalt ein nominales Wirtschaftswachstum (gemessen an der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes ohne Preisbereinigung) erreichen. Die kreisfreien Städte erwirtschafteten durchschnittlich ein Plus von 1,5 Prozent und blieben damit leicht hinter dem Ergebnis der Landkreise (+ 1,6 %) zurück. In absoluten Werten stieg das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr in den kreisfreien Städten um rund 0,2 Mrd. EUR und in den Landkreisen um 0,6 Mrd. EUR an.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) umfasst den Wert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebietes während einer bestimmten Periode produzierten Waren und Dienstleistungen. Es entspricht der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen.

Vom gesamten BIP des Landes Sachsen-Anhalt, das im Jahr 2013 nominal 54,7 Mrd. EUR betrug, wurden 29 Prozent in den kreisfreien Städten und 71 Prozent in den Landkreisen erwirtschaftet.
Die anteilig größten Beiträge zum BIP leisteten die Landeshauptstadt Magdeburg (7,2 Mrd. EUR), die kreisfreie Stadt Halle (6,3 Mrd. EUR) und der Saalekreis (5,6 Mrd. EUR). Von diesen drei Regionen wurden 36 Prozent des sachsen-anhaltischen Bruttoinlandsproduktes erwirtschaftet.

In den vierzehn Regionen Sachsen-Anhalts fiel die nominale Entwicklung des BIP (Wirtschaftswachstum) im Jahr 2013 sehr differenziert aus und lag zwischen Rückgängen von 3,3 Prozent und Zuwächsen von 8,1 Prozent.
Bereits zum zweiten Mal in Folge erreichte der Landkreis Anhalt-Bitterfeld das höchste Wirtschaftswachstum des Landes. Das BIP stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,1 Prozent bzw. 312 Mill. EUR an. Fast der gesamte Zuwachs wurde von Betrieben des Produzierenden Gewerbes erwirtschaftet.
Mit einem ebenfalls hohen Wirtschaftswachstum konnten der Salzlandkreis und die kreisfreie Stadt Halle punkten. Der Salzlandkreis erhöhte sein BIP um 2,9 Prozent bzw. 125 Mill. EUR. Der absolute Zuwachs kam zu zwei Dritteln aus dem Produzierenden Gewerbe und zu einem Drittel aus dem Dienstleistungsbereich. Die wirtschaftlich zu rund 80 Prozent vom Dienstleistungssektor geprägte kreisfreie Stadt Halle erzielte ein Plus von 2,6 Prozent bzw. 160 Mill. EUR, Impulse kamen zu gleichen Teilen aus dem Produzierenden Gewerbe und dem Dienstleistungsbereich.
Einen über dem Landesdurchschnitt liegenden Anstieg des BIP konnten auch der Saalekreis und die Landeshauptstadt Magdeburg für sich verbuchen.
In fünf Regionen Sachsen-Anhalts ging das BIP zurück. Die stärksten Einbußen mit einem Minus von 3,3 bzw. 2,7 Prozent trafen die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau und den Landkreis Stendal.

Um Größenunterschiede zwischen den Regionen zu berücksichtigen, wird das nominale BIP auf die Erwerbstätigen bezogen (Wirtschaftskraft). Der Spitzenwert lag im Saalekreis, hier erwirtschaftete jeder Erwerbstätige durchschnittlich 65 835 EUR. Auf Platz zwei und drei folgten die Landkreise Börde und Anhalt-Bitterfeld. In allen drei Regionen dominiert das Produzierende Gewerbe mit einem Anteil von mehr als 42 Prozent an der Bruttowertschöpfung. Im Durchschnitt Sachsen-Anhalts liegt der Anteil des Produzierenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung bei 33 Prozent.
Die Regionen mit der geringsten Wirtschaftskraft im Jahr 2013 waren die Landkreise Mansfeld-Südharz, Stendal und Harz.

Mit diesen Ergebnissen werden erstmals regionale Daten des Bruttoinlandsproduktes und der Bruttowertschöpfung für das Jahr 2013 vorgelegt. Zusammen mit der Berechnung der Ergebnisse für 2013 wurden die Ergebnisse der Jahre 2000 bis 2012 im Rahmen der Revision 2014 überarbeitet. Hauptanlass war die europaweite Einführung des neuen „Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010“.

Über weitere detaillierte regionale Ergebnisse Sachsen-Anhalts für die Jahre 2000 bis 2013 informiert der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung in den kreisfreien Städten und Landkreisen 2000 - 2013“.
Regionalergebnisse für alle kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands veröffentlicht der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ in der Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 2 Band 1 unter www.vgrdl.de.

 

BIP 2013

Wirtschaftsstruktur



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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