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Pressemitteilungen 2015 - November


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PM 114 / 2015
30.11.2015

Primäreinkommen und Verfügbares Einkommen je Einwohner ist 2013 in allen kreisfreien Städten und Landkreisen gestiegen

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, verfügte jeder Einwohner von Sachsen-Anhalt im Jahr 2013 über durchschnittlich 17 103 EUR für Konsum und Sparen. Gegenüber dem Jahr 2012 hat das Verfügbare Einkommen je Einwohner in Sachsen-Anhalt um 2,3 Prozent zugenommen, das ist ein Zuwachs von knapp 400 EUR je Einwohner. Dabei stieg das Verfügbare Einkommen je Einwohner in allen Landkreisen und kreisfreien Städten, allerdings in unterschiedlichem Maße. Die höchsten Zunahmen mit 2,7 Prozent bzw. rd. 450 EUR je Einwohner wurden für die Landkreise Harz und Anhalt-Bitterfeld ermittelt, die geringste Zunahme gab es mit 257 EUR bzw. 1,6 Prozent für die Stadt Magdeburg. 
Das höchste durchschnittliche Verfügbare Einkommen je Einwohner in Sachsen-Anhalt wurde in den Landkreisen Jerichower Land mit 18 544 EUR und Börde mit 18 281 EUR erreicht. Überdurchschnittlich innerhalb Sachsen-Anhalts war das Verfügbare Einkommen auch im Altmarkkreis Salzwedel, dem Burgenlandkreis, dem Landkreis Harz, dem Saalekreis, dem Landkreis Wittenberg sowie in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau. Das geringste Verfügbare Einkommen hatten 2013 die Einwohner der kreisfreien Stadt Halle (Saale) mit 15 987 EUR.

Gegenüber der Jahrtausendwende erhöhte sich bis 2013 in Sachsen-Anhalt das Pro-Kopf zur Verfügung stehende Einkommen durchschnittlich um rund 4 553 EUR. Der höchste Zuwachs seit 2000 wurde im Jerichower Land mit 5 883 EUR erreicht. Demgegenüber gab es in der Stadt Halle (Saale) mit 3 327 EUR die geringste Zunahme des Verfügbaren Einkommens seit dem Jahr 2000. 

Das Verfügbare Einkommen je Einwohner zeigt an, wie viel an Geld durchschnittlich jedem Einwohner der betrachteten Region für den Konsum und zum Sparen zur Verfügung steht. Es ergibt sich aus den Einkommen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen - dem sogenannten Primäreinkommen -, indem einerseits die geleisteten Transfers (z. B. Sozialbeiträge oder Lohn- und Einkommensteuer) abgezogen und andererseits die erhaltenen Sozialtransfers (Renten, Zahlungen der Krankenversicherungen, Sozialhilfe, Kinder- und Elterngeld u. Ä.) hinzugefügt werden. Im Rahmen dieser Umverteilung wurden für die Kreise Sachsen-Anhalts die aus dem Primäreinkommen resultierenden Einkommensunterschiede insbesondere durch die empfangenen monetären Sozialleistungen abgemildert.

Die Spannweite des Primäreinkommens je Einwohner war wesentlich größer als die des Verfügbaren Einkommens und reichte 2013 in Sachsen-Anhalt von 15 278 EUR im Landkreis Mansfeld-Südharz bis zu 20 096 EUR im Landkreis Börde. In 7 Kreisen überstiegen die empfangenen die geleisteten Transfers, so dass das zur Verfügung stehende Einkommen über dem Einkommen aus Erwerbs-tätigkeit und Vermögen lag. Die höchste Zunahme verzeichnete dabei mit knapp 1 500 EUR je Einwohner der Landkreis Mansfeld-Südharz. In 7 Kreisen wurde das Primäreinkommen durch höhere geleistete als empfangene Transfers reduziert, am deutlichsten im Landkreis Börde mit rund   1 800 EUR je Einwohner.
Im Vergleich zum Vorjahr stieg das Pro-Kopf-Primäreinkommen mit 2,4 Prozent im Landkreis Anhalt-Bitterfeld am stärksten und in der Stadt Magdeburg mit 1,1 Prozent am geringsten.
Gegenüber dem Jahr 2000 hat sich das Primäreinkommen je Einwohner 2013 im Landkreis Jerichower Land mit einem Plus von rund 7 000 EUR je Einwohner am meisten erhöht, in der Stadt Halle (Saale) mit knapp 3 800 EUR am wenigsten. 

Erstmals nach Revision 2014 liegen jetzt revidierte Ergebnisse für die kreisfreien Städte und Landkreise Sachsen-Anhalts ab dem Jahr 2000 vor. Revisionsergebnisse sind grundsätzlich nur eingeschränkt vergleichbar mit den bisher veröffentlichten Daten. Über detaillierte und weitergehende Ergebnisse für Sachsen-Anhalt informiert ein in Kürze erscheinender Statistischer Bericht "Primäreinkommen und Verfügbares Einkommen der privaten Haushalte in den kreisfreien Städten und Landkreisen 2000 - 2013". 

Revidierte Regionalergebnisse für die Jahre 2000 bis 2013 für alle kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands veröffentlicht der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ Mitte Dezember 2015 in der Gemeinschaftsveröffentlichung „Einkommen der Privaten Haushalte in den kreisfreien Städten und Landkreisen Deutschlands 2000 bis 2013“.

 

Kreisfreie Stadt/
Landkreis

Primäreinkommen je Einwohner im Jahr 2013

Verfügbares Einkommen je Einwohner im Jahr 2013

EUR

Veränderung
gegenüber dem
Vorjahr in %

Landeswert=100

EUR

Veränderung
gegenüber dem
Vorjahr in %

Landeswert=100

 

 

 

 

 

 

 

Dessau-Roßlau, Stadt

17 041

2,0

99

17 671

2,4

103

Halle (Saale), Stadt

16 097

1,3

94

15 987

1,8

93

Magdeburg, Stadt

17 103

1,1

100

16 522

1,6

97

Altmarkkreis Salzwedel

18 587

1,3

108

17 848

1,7

104

Anhalt-Bitterfeld

16 452

2,4

96

16 952

2,7

99

Börde

20 096

1,8

117

18 281

2,4

107

Burgenlandkreis

16 343

1,9

95

17 134

2,2

100

Harz

17 048

2,2

99

17 167

2,7

100

Jerichower Land

19 606

1,9

114

18 544

2,3

108

Mansfeld-Südharz

15 278

2,1

89

16 775

2,5

98

Saalekreis

18 730

2,0

109

17 843

2,2

104

Salzlandkreis

15 846

2,3

92

16 545

2,6

97

Stendal

16 650

2,0

97

16 599

2,5

97

Wittenberg

16 891

2,0

99

17 287

2,4

101

 

 

 

 

 

 

 

Sachsen-Anhalt

17 144

1,8

100

17 103

2,3

100

Kreisfreie Städte

16 667

1,3

97

16 471

1,8

96

Landkreise

17 296

2,0

101

17 304

2,4

101

 

Einkommen



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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