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Pressemitteilungen 2015 - November


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PM 112 / 2015
20.11.2015

Verwendung klimawirksamer Stoffe in Sachsen-Anhalt überwiegend als Treibmittel

Im Jahr 2014 wurden 307 Tonnen bestimmter klimawirksamer Stoffe1) in 298 Unternehmen aus Sachsen-Anhalt als Kälte- oder Treibmittel verwendet. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, ging der Verbrauch gegenüber dem Jahr 2013 um ein Viertel zurück. Der überwiegende Teil (70 Prozent) wurde als Treibmittel in Vorprodukten zur Herstellung von Dämmstoffen verwendet. Bei der Instandhaltung von bestehenden Anlagen (inklusive Wartung und Pflege von Kfz-Klimaanlagen) und Neufüllung von Anlagen kamen als Kältemittel 29 Prozent der klimawirksamen Stoffe zum Einsatz. 

                                                    

Im Jahr 2014 wurden 216 Tonnen des Stoffes R 152a eingesetzt, somit kamen 70 Prozent der in Sachsen-Anhalt verwendeten klimawirksamen Stoffe ausschließlich als Treibmittel in Vorprodukten zur Herstellung von Dämmstoffen zum Einsatz.

Mit einem Anteil von 16 Prozent oder 48 Tonnen folgte der Einsatz des Kältemittels R 134a, welches hauptsächlich der Erstfüllung von Neuanlagen diente. Der klimawirksame Stoff R 404A, der überwiegend als Kältemittel bei der Instandhaltung von bestehenden  Anlagen eingesetzt wurde, belegte mit 25 Tonnen den dritten Platz.

 

Klimawirksame Stoffe fördern den Treibhauseffekt. Da sich der größte Teil der verwendeten Stoffe in geschlossenen Systemen befindet, tritt eine Gefährdung der Umwelt erst bei einer möglichen Freisetzung in die  Atmosphäre auf. Der potentielle Einfluss der eingesetzten klimawirksamen Stoffe auf die Erderwärmung wird auch als Treibhauspotential oder GWP-Wert (Global Warming Potential) bezeichnet und in 1 000 Tonnen CO2-Äquivalente dargestellt.

 

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, betrug das Treibhauspotential der im Jahr 2014 von sachsen-anhaltischen Unternehmen eingesetzten klimawirksamen Stoffe - umgerechnet in 1 000 Tonnen CO2-Äquivalente - rund 235. Im Vergleich zum Jahr 2013 sank das mögliche Gefährdungspotential der eingesetzten Stoffe um zwei Prozent.

 

1)     Angaben von Unternehmen mit Sitz in Sachsen-Anhalt, die mehr als 20 kg pro Stoff und Jahr verwenden.

 

Klimawirksame Stoffe



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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