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Pressemitteilungen 2015 - November


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18.11.2015

Spitzenverdienste im Saalekreis - Verdienstniveau regional sehr unterschiedlich - 5 der 14 Regionen Sachsen-Anhalts über dem Landesdurchschnitt

Aktuelle Regionalberechnungen des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalts zu den Verdiensten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 2013 liegen vor.

Die größten Anteile an der insgesamt in Sachsen-Anhalt gezahlten Bruttolohn- und -gehaltsumme hatten die Landeshauptstadt Magdeburg und die kreisfreie Stadt Halle. Den hier beschäftigten Arbeitnehmern floss mit 6,3 Mrd. Euro mehr als ein Viertel der im Jahr 2013 in Sachsen-Anhalt gezahlten Bruttolöhne und -gehälter in Höhe von insgesamt 22,7 Mrd. Euro zu.

Die 11 Landkreise verbuchten gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von 1,6 %; in den drei kreisfreien Städten fiel die Entwicklung mit 0,9 % verhaltener aus.

 

Die Bruttolöhne und -gehälter enthalten die von den im Inland ansässigen Wirtschaftseinheiten (Betrieben) geleisteten Löhne und Gehälter der beschäftigten Arbeitnehmer vor Abzug der Lohnsteuer und der Sozialbeiträge der Arbeitnehmer sowie Sachleistungen, die den Arbeitnehmern unentgeltlich oder verbilligt zur Verfügung gestellt werden.

 

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt erhöhte sich die im Jahr 2013 gezahlte Bruttolohn- und -gehaltsumme am stärksten im Altmarkkreis Salzwedel (+ 3,5 %), im Landkreis Wittenberg (+ 3,0 %) und im Saalekreis (+ 2,8 %). Rückgänge waren in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau (- 2,5 %) und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld (- 0,6 %) zu verzeichnen.

Mit 15,3 Mrd. Euro entfielen rund zwei Drittel der in Sachsen-Anhalt gezahlten Entgelte auf die in den Landkreisen tätigen Arbeitnehmer. Die größten Anteile hatten der Saalekreis (8,9 %), der Landkreis Harz (8,7 %) und der Salzlandkreis (7,6 %). Die jeweils kleinsten Anteile wurden für den Altmarkkreis Salzwedel und das Jerichower Land mit 3,5 bzw. 3,6 % errechnet.

 

Der durchschnittliche Verdienst eines Arbeitnehmers ergibt sich aus der Division der insgesamt gezahlten Bruttolöhne und -gehälter mit der Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer.

In den Regionen Sachsen-Anhalts bewegte sich der Durchschnittsverdienst eines Arbeitnehmers in einer Spannbreite von 22 449 Euro im Landkreis Mansfeld-Südharz bis 25 967 Euro im Saalekreis. Entscheidend beeinflusst wird die Höhe der Durchschnittsverdienste von der regional sehr unterschiedlichen Unternehmens-, Wirtschafts- und Beschäftigtenstruktur.

Durchschnittlich lagen die Verdienste im Jahr 2013 in den kreisfreien Städten um rund 1 750 Euro über dem Wert der Landkreise. In den kreisfreien Städten konzentrieren sich nach wie vor die höher vergüteten Arbeitsstellen. Auch im stark von der Industrie geprägten Saalekreis fiel das Verdienstniveau überdurchschnittlich hoch aus, da vor allem im Produzierenden Gewerbe mehr Arbeitnehmer vollzeitbeschäftigt tätig sind als im Dienstleistungsbereich, dem u. a. die von Teilzeitbeschäftigung geprägten Wirtschaftsbereiche, wie z. B. der Einzelhandel und das Gastgewerbe zugeordnet werden.

 

Insgesamt wiesen 5 der 14 Regionen über dem Durchschnitt des Landes liegende Verdienste aus.

An der Spitze des Landes rangierten im Jahr 2013 die Verdienste im Saalekreis (25 967 Euro) und in der kreisfreien Stadt Halle (25 873 Euro). Ebenfalls überdurchschnittlich entlohnt wurden die Arbeitnehmer in der Landeshauptstadt Magdeburg, der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau und im Landkreis Börde.

Am weitesten unter dem Landesdurchschnitt lagen 2 Regionen; für die Landkreise Mansfeld-Südharz (22 449 Euro) und Stendal (22 954 Euro) wurde das geringste Verdienstniveau errechnet.

 

Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Verdienste in allen kreisfreien Städten und Landkreisen an. Der Altmarkkreis Salzwedel erreichte mit einem Plus von 4,2 % den höchsten Anstieg unter den Regionen des Landes. Ebenfalls überdurchschnittlich entwickelten sich die Einkünfte u. a. im Landkreis Wittenberg, im Jerichower Land und im Landkreis Stendal. Verhaltener fielen die Verdienstzuwächse in der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau und im Landkreis Mansfeld-Südharz aus.

 

Mit diesen Ergebnissen werden erstmals regionale Daten zu den Bruttolöhnen und -gehältern für das Jahr 2013 vorgelegt. Sie beruhen auf aktuellen Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“, dem auch das Statistische Landesamt angehört. Die Ergebnisse haben noch vorläufigen Charakter.

Über detaillierte Ergebnisse für die Jahre 2000 bis 2013 informiert der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Arbeitnehmerentgelt, Bruttolöhne und -gehälter in den kreisfreien Städten und Landkreisen“. Regionalergebnisse für alle kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands veröffentlicht der Arbeitskreis „Volkwirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ in der Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 2 Band 2 unter www.vgrdl.de

 

Kreisfreie Stadt
Landkreis
Land

Bruttolöhne und -gehälter 2013

Verdienste 2013

Mill. Euro

Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Anteil an
Sachsen-Anhalt in %

Euro je
 Arbeitnehmer

Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %

Sachsen-Anhalt
=
100

 

   

 

     

 Dessau-Roßlau,Stadt

1 025

-2,5

4,5

25 792

1,0

105

 Halle (Saale), Stadt

3 027

1,6

13,3

25 873

1,8

105

 Magdeburg,
  Landeshauptstadt


3 285

1,3

14,5

25 792

1,7

105

 Altmarkkreis Salzwedel

 798

3,5

3,5

23 413

4,2

95

 Anhalt-Bitterfeld

1 622

-0,6

7,2

24 390

0,7

99

 Börde

1 632

1,1

7,2

25 068

1,3

102

 Burgenlandkreis

1 574

2,5

6,9

24 238

1,8

98

 Harz

1 973

1,9

8,7

23 733

1,7

96

 Jerichower Land

 819

1,2

3,6

24 092

2,1

98

 Mansfeld-Südharz

1 088

1,1

4,8

22 449

1,1

91

 Saalekreis

2 010

2,8

8,9

25 967

1,8

106

 Salzlandkreis

1 725

0,2

7,6

23 329

2,0

95

 Stendal

 978

1,4

4,3

22 954

2,1

93

 Wittenberg

1 126

3,0

5,0

23 801

2,5

97

 

 

 

 

 

 

 

 Sachsen-Anhalt

22 682

1,4

100

24 612

1,8

100

 

 

 

 

 

 

 

 Kreisfreie Städte

7 337

0,9

32,3

25 825

1,7

105

 Landkreise

15 345

1,6

67,7

24 071

1,8

98

 

Verdienste



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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