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Pressemitteilungen 2015 - November


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PM 105 / 2015
06.11.2015

Getreideernte bei 3,7 Millionen Tonnen, Geringes Ertragsniveau bei Kartoffeln

Nach Vorlage des 2. Vorläufigen Ergebnisses der Besonderen Ernteermittlung (BEE) wird die Getreideernte (ohne Körnermais/CCM) in Sachsen-Anhalt auf 3,7 Millionen Tonnen veranschlagt.

Die Flächenleistung aller Getreidearten liegt 2015 bei 68,0 dt/ha und unter dem langjährigen Mittel von 69,0 dt/ha. Der Winterweizen ist auch 2015 die dominierende Feldfrucht in Sachsen-Anhalt mit einem Ertrag von 73,7 dt/ha. Dieses Ergebnis liegt ebenso unter dem langjährigen Durchschnitt von 77,6 dt/ha.

Die Erträge wurden stark durch anhaltende Trockenheit und in der Erntezeit folgende Unwetter mit Sturm, Hagel und Starkregen beeinflusst.

Qualitätsuntersuchungen des MRI (Max-Rubner-Institut Detmold), im Rahmen der BEE, haben gezeigt,  dass der Proteingehalt mit 13,5 Prozent und der Sedimentationswert mit 48 Einheiten beim Winterweizen ein  höheres Backvolumen als im Vorjahr erwarten lassen.

Die Belastung mit gesundheitlich unerwünschten Schadstoffen, insbesondere Mykotoxinen, wird für die diesjährige Weizenernte als unkritisch bewertet.

Das  Ernteergebnis 2015 bei Winterraps liegt mit 37,7 dt/ha um 3,2 dt/ha unter dem langjährigen Mittel 2009/2014 und 10dt/ha unter dem Vorjahr.

Der durchschnittliche Ölgehalt im Winterraps von 43,6 Prozent  bleibt dennoch hoch und in der Größenordnung der Jahre 2009-2014.

Die Erfassung der Daten der Kartoffelernte in der BEE bis Ende September zeigt einen unterdurchschnittlichen Ernteertrag von 446,9 dt/ha. Die Anbaufläche war mit 12.000 Hektar um 1000 Hektar gegenüber dem Vorjahr geringer.

Zur gesunden Ernährung ist Obst ein unverzichtbarer Bestandteil. Zu den wichtigsten Baumobstarten gehören in Sachsen-Anhalt die Äpfel, gefolgt von den Süßkirschen. Bei einer Erntemenge von 272.000 dt bei Äpfeln bzw. 15.000 dt bei Süßkirschen liegen die Erträge mit 16 Prozent bzw. 40 Prozent unter dem Vorjahr. Zum langjährigen Mittel der letzten sechs Jahre ist die Ertragslage bei Äpfeln dennoch um 5,6 Prozent höher.

Die Spargelernte litt 2015 unter zu kühler Witterung zu Beginn der Erntezeit. Das „Schieben“ der Spargelstangen ließ lange auf sich warten. Am Ende stand in Sachsen-Anhalt ein Ertrag von 46,0 dt/ha zu Buche.

Die sachsen-anhaltinische Weinmosternte betrug 2015 insgesamt  49.000 Hektoliter, das sind 9.800 Hektoliter bzw. 25 Prozent mehr als 2014. Der Hektarertrag erhöhte sich um knapp 25 Prozent. Hohe Ertragszunahmen zum Vorjahr gibt es vor allem bei Rotmost von 26 Prozent, hier in der Rebsorte Blauer Spätburgunder (67,5%). Im Weißmostsortiment nahmen die Erträge  entscheidend  beim  Grauen Burgunder (46,0%) sowie Weißen Burgunder (28,7%) zu.

Nach der zweiten Schätzung der Weinmosternte 2015 sind 60 Prozent der Erntemengen gelesen.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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