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Pressemitteilungen 2015 - Oktober


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PM 98 / 2015
21.10.2015

Realsteuereinnahmen steigen 2014 das fünfte Jahr in Folge

Den Städten und Gemeinden in Sachsen-Anhalt standen im Jahr 2014 rund 841,2 Millionen EUR aus den Einnahmen der Realsteuern (Grundsteuer A beziehungsweise B und Gewerbesteuer) zur Verfügung. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter mitteilt, war dies im Vergleich zu 2013 eine Steigerung um 9,5 Millionen EUR beziehungsweise 1,1 Prozent. Damit lagen die Einnahmen 2014 das fünfte Jahr in Folge über denen des Vorjahres. Im Vergleich mit 1994, also innerhalb von 20 Jahren,  stiegen die Steuereinnahmen auf das Dreifache.

Die Gewerbesteuer war (nach Abzug der Gewerbesteuerumlage) mit 597,1 Millionen EUR, also reichlich zwei Dritteln, an diesem Ergebnis beteiligt Dabei konnten im Vergleich zum Vorjahreswert Mehreinnahmen von 5,7 Millionen EUR (plus 1,0 Prozent) erzielt werden. In 124 der 218 Kommunen Sachsen-Anhalts konnte das Gewerbesteueraufkommen erhöht werden, die übrigen 94 Städte und Gemeinden konnten ihr Vorjahresniveau nicht erreichen. Sieben Kommunen mussten sogar Einbußen von über 50 Prozent des Vorjahresnettoaufkommens verkraften. Den größten Verlust von 88,9 Prozent (minus 4,9 Millionen EUR) musste die Stadt Osterwieck hinnehmen.

Insgesamt änderten 79 Kommunen ihren Hebesatz. In den kreisfreien Städten blieb der Hebesatz auch 2014 bei 450 Prozentpunkten, zusammen mit der Stadt Thale wird hier der höchste Satz in Sachsen-Anhalt erreicht. Die Gemeinde Altmärkische Höhe hatte mit 250 Prozent den geringsten Hebesatz unter den Kommunen mit einheitlichem Hebesatz in Sachsen-Anhalt. Entgegen der deutschlandweiten Entwicklung sank 2014 der durchschnittlich gewogene Hebesatz für die Gewerbesteuer in Sachsen-Anhalt um einen Prozentpunkt auf 368 Prozent. Dies war die erste Verringerung seit 2006. Die Nettoeinnahmen aus der Gewerbesteuer lagen 1994 bei 173,6 Millionen EUR, das bedeutet für 2014 eine Steigerung um 423,5 Millionen EUR beziehungsweise 244,0 Prozent. Der durchschnittlich gewogene Hebesatz änderte sich von 344 Punkten im Jahr 1994 nur um insgesamt 24 Prozentpunkte auf den Wert im Jahr 2014

Die Einnahmen aus der Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe beliefen sich auf 23,1 Millionen EUR, eine Steigerung um 0,2 Millionen EUR (plus 0,9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreswert. Insgesamt 111 Kommunen konnten Mehreinnahmen verbuchen, den größten Zuwachs erreichte die Stadt Köthen (Anhalt) mit einer Steigerung um 80,9 Prozent. Sechs Kommunen konnten jeweils höhere Einnahmen als die drei kreisfreien Städte zusammen vorweisen.

Im Vergleich zum Vorjahr änderten 56 Städte und Gemeinden den Hebesatz, im Ergebnis stieg der durchschnittlich gewogene Hebesatz für Sachsen-Anhalt um zwei Prozentpunkte auf 310 Prozent. Mit 200 Prozent verlangten vier Gemeinden den geringsten Satz, wie auch schon in den vergangenen Jahren war die Gemeinde Edersleben mit 500 Prozent weiterhin Spitzenreiter. Die Städte und Gemeinden nahmen 1994 insgesamt 18,0 Millionen EUR ein, dies entspricht einer Steigerung um 5,1 Millionen EUR (plus 28,1 Prozent) im Verlauf von 20 Jahren, der Hebesatz änderte sich von 240 Prozent um 70 Punkte auf den aktuellen Wert.

Das Aufkommen der Grundsteuer B für übrige bebaute und unbebaute Grundstücke betrug 2014 insgesamt 221,0 Millionen EUR, ein Viertel der gesamten Realsteuereinnahmen. Die Steigerung zum Vorjahr betrug 3,6 Millionen EUR (plus 1,7 Prozent). In 152 Kommunen konnte dabei das Vorjahresniveau übertroffen werden. Die drei kreisfreien Städte erreichen weiterhin die höchsten Einnahmen von zusammen 65,3 Millionen EUR.

In 53 Städten und Gemeinden wurde der Hebesatz geändert, dabei nur in sechs Kommunen gesenkt. Dies führte insgesamt zu einem Anstieg des durchschnittlich gewogenen Hebesatzes um drei Punkte auf 402 Prozent. Mit 100 Prozent war in der Gemeinde Loitsche-Heinrichsberg der geringste Hebesatz festgesetzt, während in den kreisfreien Städten mit bis zu 495 Prozent in der Landeshauptstadt Magdeburg bzw. 500 Prozent in der Stadt Halle (Saale) die höchsten Hebesätze veranschlagt wurden. Im Jahr 1994 konnten die Kommunen über 95,6 Millionen EUR aus den Einnahmen der Grundsteuer B verfügen, dies bedeutet für 2014 eine Zunahme von 125,5 Millionen EUR (plus 131,3 Prozent) bei einer Änderung des Hebesatzes von den damaligen 320 Prozent um 82 Punkte auf den Wert von 2014.

 

Realsteuereinnahmen

 

Hebesätze

 



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    Pressemitteilung    


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