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Pressemitteilungen 2015 - Oktober


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PM 96 / 2015
16.10.2015

Erziehungsberatungen in Sachsen-Anhalt leicht zurückgegangen

Im Jahr 2014 wurden in Sachsen-Anhalt nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes 10 482 Erziehungsberatungen für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Das waren drei Prozent weniger als im Jahr zuvor.

 

Eine Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII ist eine Hilfe zur Erziehung und dient dazu, Kindern und Jugendlichen, Eltern und anderen Erziehungsberechtigten eine individuelle Beratung in Bezug auf familienbezogene Probleme, Erziehungsfragen und zu Fragen bei Scheidung und Trennung zu geben.

Diese werden kostenfrei hauptsächlich durch Sozialarbeiter, Psychologen und Mediziner bei den über 30 Beratungsstellen des Landes und anderen Beratungsdiensten und Einrichtungen angeboten.

 

Mit 44 Prozent bildete die Erziehungsberatung den größten Anteil der 23 797 Hilfen zur Erziehung. Bei 47,8 Prozent der Beratungen wurde vorrangig die Familie und das Kind, bei 39,2 Prozent nur die Eltern oder Erziehungsberechtigten und bei 13,0 Prozent vor allem das Kind oder der Jugendliche allein beraten.

 

Von den Erziehungsberatungen dauerten 2 991 (28,5 Prozent) am Jahresende 2014 noch an und 7 491 (71,5 Prozent) wurden im Laufe des Jahres beendet. Weitere 7 733 Beratungen wurden im Jahr 2014 begonnen.

 

Vor allem Kinder im Alter von 6 bis  unter 9 Jahren und deren Familien nahmen mit 23,1 Prozent am häufigsten eine Beratungsleistung in Anspruch, gefolgt von den 9 bis unter 12-Jährigen mit einen Anteil von 20,5 Prozent.

 

Über ein Drittel (37,6 Prozent) der jungen Menschen lebten zu Beginn der Erziehungsberatung bei einem allein erziehenden Elternteil. Bei 31,9 Prozent der Kinder und Jugendlichen lebten die Eltern zusammen und bei 27,3 Prozent lebte ein Elternteil mit einem neuen Partner zusammen.

 

Hauptgründe für den Beginn einer Erziehungsberatung waren die Belastungen des jungen Menschen durch familiäre Konflikte (27,5 Prozent), Auffälligkeiten im sozialen Verhalten (15,8 Prozent) und Entwicklungsauffälligkeiten oder seelischen Problemen des jungen Menschen (15,1 Prozent).



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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