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Pressemitteilungen 2015 - Oktober


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PM 104 / 2015
29.10.2015

1 267 Sachsen-Anhalter erlagen 2014 einem Schlaganfall

Wie das Statistische Landesamt anlässlich des Welt-Schlaganfall-Tages am 29. Oktober mitteilt, erlagen im vergangenen Jahr 1 267 Sachsen-Anhalter (757 Frauen und 510 Männer) einem Schlaganfall. Das waren zwei Männer mehr, aber 31 Frauen weniger als im Jahr 2013. Innerhalb von zehn Jahren wurde ein Rückgang der Schlaganfälle mit Todesfolge um 36,8 Prozent festgestellt. So erlagen noch im Jahr 2004 insgesamt 2 005 Einwohner Sachsen-Anhalt einem Schlaganfall. 

Dabei verstarben an einem ischämischen Schlaganfall oder Hirninfarkt (467 Frauen und 288 Männer) deutlich mehr Einwohner des Landes als infolge einer Hirnblutung (162 Frauen und 147 Männer). An Schlaganfällen ungeklärter Ursache verstarben 203 Frauen und Männer. 

Schlaganfälle mit Todesfolge treten wesentlich häufiger bei älteren Menschen auf als bei jüngeren. Lediglich 14 Personen verstarben im Alter von unter 50 Jahren, 272 der Betroffenen waren der Altersgruppe der 50 bis unter 75-Jährigen zuzuordnen. Mehr als drei Viertel der Verstorbenen war hingegen 75 Jahre oder älter. 

In Krankenhäusern wurden im Jahr 2013 insgesamt 12 899 Einwohner Sachsen-Anhalts wegen zerebrovaskulärer Erkrankungen behandelt, darunter 10 788 auf Grund eines Schlaganfalls. Davon waren  5 443 Frauen, 79,6 Prozent der Schlaganfallpatienten waren wegen eines Hirninfarktes stationär aufgenommen worden. 

 

Um ausreichend Sauerstoff und Nährstoffe zu erhalten, muss unser Gehirn konstant mit Blut versorgt werden. Erhält ein Hirnbereich plötzlich nicht mehr ausreichend Blut, kommt es zu einer anhaltenden Störung der Gehirnfunktion (Schlaganfall). 

Ursache für eine Minderdurchblutung (Ischämischer Schlaganfall oder Hirninfarkt) ist in den meisten Fällen ein verstopftes Blutgefäß. Hierbei liegt häufig eine Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) zugrunde.
Ein Schlaganfall kann aber auch durch eine Blutung (hämorrhagischer Infarkt oder Insult) verursacht werden. Dabei reißt eines der Hirngefäße.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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