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Pressemitteilungen 2015 - September


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PM 77 / 2015
01.09.2015

18 Millionen EUR Steuern auf Erbschaften und Schenkungen im Jahr 2014

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt wurden in Sachsen-Anhalt von den Finanzämtern im Jahr 2014 für 1 432 unbeschränkt steuerpflichtige Erbschaftsfälle und 249 unbeschränkt steuerpflichtige Schenkungsfälle Steuerveranlagungen durchgeführt. Der Wert des übertragenen Vermögens belief sich auf 147,1 Millionen EUR. Nach Abzug von sachlichen und persönlichen Steuerbefreiungen verblieb ein steuerpflichtiger Erwerb in Höhe von 85,8 Millionen EUR. Darauf wurde Erbschaft- und Schenkungsteuer von 18 Millionen EUR festgesetzt. Damit stiegen die Steuereinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 39,9 Prozent.

Für 1 432 Erben (85,2 Prozent aller unbeschränkt steuerpflichtigen Fälle) werden steuerpflichtige Erwerbe von Todes wegen in Höhe von 74,1 Millionen EUR nachgewiesen, das sind durchschnittlich 51 700 EUR je Erbfall. Auf diese steuerpflichtigen Erwerbe waren Steuern in Höhe von rund 16,6 Millionen EUR zu entrichten.
In sieben von zehn Fällen betrug der steuerpflichtige Erwerb weniger als 50 000 EUR; zusammen trugen sie jedoch nur etwa ein Viertel der festgesetzten Erbschaftsteuer.
Weniger als ein Prozent der Fälle hinterließ eine steuerpflichtige Erbmasse von 500 000 EUR und mehr. Im Schnitt wurden in dieser Größenklasse 870 000 EUR hinterlassen, worauf durchschnittlich 197 500 EUR an Erbschaftsteuer zu entrichten waren.

Insgesamt wurden von 969 Erblassern 145,1 Millionen EUR an Vermögenswerten an die Erwerber vererbt. Etwa ein Fünftel der Nachlässe bestand in Grundvermögen, Nachlassgegenstände aus Betriebsvermögen machten 6,8 Prozent aus und der Anteil für vererbtes land- und forstwirtschaftliches Vermögen lag bei 1,7 Prozent. Auf die Nachlässe insgesamt waren Nachlassverbindlichkeiten in einer Höhe von 20,1 Millionen EUR anzurechnen, die überwiegend aus Schulden des Erblassers sowie den angefallenen Erbfallkosten bestanden.

Im Veranlagungsjahr 2014 resultieren aus Schenkungen rund 11,7 Millionen EUR unbeschränkt steuerpflichtige Erwerbe. Von den nachgewiesenen 249 unbeschränkt steuerpflichtigen Schenkungsfällen wurden in fast 90 Prozent der Fälle steuerpflichtiges Vermögen mit weniger als 100 000 EUR überlassen. In 63,1 Prozent aller Fälle wurde Vermögen an z.B. Großeltern, Eltern oder Geschwister verschenkt.

Bei den Ergebnissen der Erbschaft- und Schenkungsteuerstatistik ist zu beachten, dass aufgrund der hohen Freibeträge nur der Teil der Erbschafts- und Schenkungsfälle berücksichtigt ist, der tatsächlich zur Steuer herangezogen wurde. So erklärt sich, dass die nachgewiesenen Erben überwiegend nach den Steuerklassen II und III, z.B. Eltern, Geschwister, Stiefeltern, Schwiegereltern, geschiedene Ehegatten bzw. übrige Erwerber und Lebenspartner, besteuert worden sind. Zu berücksichtigen ist darüber hinaus, dass die Statistik außerdem nicht nur diejenigen Erbschaften und Schenkungen nachweist, die sich im Jahr 2014 ereignet haben, sondern die Fälle, die in 2014 von den Finanzbeamten bearbeitet wurden. 

Im Jahr 2014 ist die Mehrheit (rd. 60 Prozent) der Steuerfestsetzungen für das Steuerentstehungsjahr 2013 mit einem Wert des Reinnachlasses i.H.v. 54,9 Millionen EUR entstanden.

 

Erbschaft-Schenkungsteuer

 

Erbschaft-Schenkungsteuer



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    Pressemitteilung    


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