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Pressemitteilungen 2015 - August


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PM 67 / 2015
04.08.2015

Todesursachenstatistik 2014: Immer mehr Sterbefälle durch Bluthochdruck

Im Jahr 2014 verstarben nach Ergebnissen der Todesursachenstatistik des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt 15 137 Männer und 15 693 Frauen. Das war insgesamt ein Rückgang um 1,8 Prozent bzw. von 555 Todesfällen (274 Männer und 281 Frauen) gegenüber dem Vorjahr.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, betrug das durchschnittliche Sterbealter 77,2 Jahre. Männer (73,2 Jahre) verstarben im Durchschnitt 7,8 Jahre früher als Frauen (81,0 Jahre).

Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren auch im Jahr 2014 die häufigste Todesursache. Deren Anteil an allen Sterbefällen betrug 44,5 Prozent (Jahr 2013: 43,9 %). Insbesondere ältere Menschen starben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 9 von 10 der hieran Verstorbenen waren 65 Jahre oder älter. Frauen erlagen mit einem Anteil von 48,6 Prozent viel häufiger einer Kreislauferkrankung als Männer mit 39,5 Prozent. Während Männer an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung durchschnittlich im Alter von 77,0 Jahren verstarben, wurden die Frauen durchschnittlich 84,6 Jahre alt.
Allein an ischämischen Herzkrankheiten, wozu auch der Herzinfarkt zählt, verstarben 5 779 Personen. Herzinfarkt führte bei wesentlich mehr Männern (1 329 Sterbefälle) als Frauen (953 Sterbefälle) zum Tode. Hieran verstarben insgesamt 63 Personen weniger als das Jahr zuvor.
Mehr als zwei Drittel aller Todesfälle durch Bluthochdruck (2 183 Sterbefälle) sind Frauen (1 541 Sterbefälle). Damit erreichten die Sterbefallzahlen durch Bluthochdruck einen neuen Höchstwert.
Durch zerebrovaskuläre Krankheiten, hierunter werden auch die Schlaganfälle gezählt, kamen ebenso deutlich mehr Frauen (1 102 Sterbefälle) als Männer (716 Sterbefälle) zu Tode.

Für 26,3 Prozent aller Sterbefälle (4 579 Männer und 3 533 Frauen) waren bösartige Neubildungen (Krebs) die Todesursache. Das waren 50 Sterbefälle weniger als 2013. Das durchschnittliche Sterbealter bei Krebs betrug 73,2 Jahre. Ein Drittel aller bösartigen Neubildungen traten im Bereich der Verdauungsorgane auf, ein Fünftel im Bereich der Atmungsorgane. Bei 15,0 Prozent der im Jahr 2014 an Krebs verstorbenen Frauen wurde Brustkrebs als Todesursache festgestellt.

An einer Atemwegserkrankung (1 452 Sterbefälle) und an Krankheiten des Verdauungssystems (1 443 Sterbefälle) erlagen jeweils anteilig 4,7 Prozent. An Diabetes mellitus verstarben 1 136 Frauen und Männer Sachsen-Anhalts.

 

Todesursachen 2014 nach Krankheitsarten

 

Todesursachen_2014



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    Pressemitteilung    


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