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Pressemitteilungen 2015 - Juni


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PM 58 / 2015
25.06.2015

Erwerbstätigkeit im ersten Vierteljahr 2015

Im ersten Vierteljahr 2015 hatten 992,1 Tausend Erwerbstätige ihren Arbeitsplatz in Sachsen-Anhalt, das waren 3 900 Personen oder 0,4 Prozent weniger als im ersten Vierteljahr 2014.

Wie das Statistische Landesamt nach vorläufigen Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ mitteilte,  sank die Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt damit erneut. Die Abnahme gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal fiel jedoch geringer aus als im 4. Vierteljahr 2014 (- 0,8 Prozent) und in den 1. Vierteljahren der letzten drei Jahre (- 0,5 bis - 0,7 Prozent). Seit dem 3. Vierteljahr 2011 lag die Erwerbstätigenzahl immer unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang im I. Quartal 2015 beruhte größtenteils auf der Abnahme der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahm dagegen um 0,3 Prozent zu. 

In Deutschland stieg die Erwerbstätigenzahl im 1. Vierteljahr 2015 gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um 275 000 Personen oder 0,7 Prozent(4. Vierteljahr 2014: + 0,9 Prozent) auf 42,4 Millionen Personen. Ein Zuwachs war nur in den alten Bundesländern (ohne Berlin) mit 0,7 Prozent zu verzeichnen, während die Erwerbstätigkeit in den neuen Bundesländern (ohne Berlin) um 0,1 Prozent sank. Bis auf Sachsen-Anhalt (- 0,4 Prozent), Brandenburg und Thüringen (jeweils - 0,3 Prozent) konnten alle anderen Bundesländer eine positive Entwicklung verzeichnen. An der Spitze lag Berlin mit plus 1,6 Prozent.

 

Erwerbstätige

 

Am stärksten betraf der Rückgang der Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt gegenüber dem 1. Vierteljahr 2014 die Wirtschaftsbereiche Baugewerbe (- 1,3 Prozent) und Handel, Verkehr, Gastgewerbe, Information und Kommunikation (- 1,0 Prozent). Dagegen verzeichneten die Bereiche Land- und Forstwirtschaft; Fischerei (+ 1,5 Prozent) und Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe (+ 0,3 Prozent) einen Zuwachs.

 

Erwerbstätige in Sachsen-Anhalt im 1. Vierteljahr 2015 nach Wirtschaftsbereichen

 

Wirtschaftsbereich (WZ 2008)

Erwerbstätige

Veränderung gegenüber dem 1. Vierteljahr 2014

in 1 000

in %

 

 

 

 

A         Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

20,9

0,3

  1,5

B-F     Produzierendes Gewerbe

259,6

- 0,4

- 0,2

B-E     Produzierendes Gewerbe ohne Baugewerbe

182,2

0,6

  0,3

            darunter: C Verarbeitendes Gewerbe 

160,7

- 0,1

  0,0

F         Baugewerbe 

77,4

- 1,0

- 1,3

G-T   Dienstleistungsbereiche

711,6

- 3,8

- 0,5

G-J     Handel, Verkehr, Gastgewerbe,

            Information und Kommunikation 

235,6

- 2,4

- 1,0

K-N     Finanz-, Versicherungs- u. Unternehmens-

            dienstl., Grundstücks- u. Wohnungswesen

154,2

- 0,2

- 0,1

O-T     Öffentliche und sonstige Dienstleister,

            Erziehung, Gesundheit

321,9

- 1,2

- 0,4

Insgesamt

992,1

- 3,9

- 0,4

 

Im Vergleich zum Vorquartal nahm die Erwerbstätigkeit in Sachsen-Anhalt ebenfalls ab. Gegenüber dem 4. Vierteljahr 2014 waren es 21 900 Personen oder 2,2 Prozent weniger. Damit fiel die im ersten Vierteljahr des Jahres übliche saisonbedingte Abnahme jedoch geringer aus als in den ersten Vierteljahren der vergangenen Jahre (Rückgänge bis zu 2,8 Prozent).

 

Erwerbstätige ST

Hinweis zur Revision 2014

Mit der heutigen Veröffentlichung der erstmals berechneten vorläufigen Erwerbstätigenzahlen für das 1. Vierteljahr 2015 werden zeitgleich auch die im Rahmen der Revision 2014 überarbeiteten Vierteljahresergebnisse für die Jahre ab 2008 vorgelegt. Hauptanlässe der Revision waren die europaweite Einführung des neuen "Europäischen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen 2010" (ESVG 2010) sowie die Einarbeitung neuer Berechnungsgrundlagen wie die Ergebnisse der revidierten Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit. 

Bei den hier vorgelegten Ergebnissen, die auf dem Rechenstand des Statistischen Bundesamtes vom 19. Mai 2015 basieren, handelt es sich um Berechnungen des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ (AK ETR), dem alle Statistischen Ämter der Länder, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören. 

Weitere Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit können auf der Internetseite des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt www.statistik.sachsen-anhalt.de unter Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder (Regionalberechnungen zur Erwerbstätigkeit) oder auf der Homepage des Arbeitskreises „Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder“ www.ak-etr.de abgerufen werden. Zu den revidierten Ergebnissen liegt außerdem eine vom Arbeitskreis erstellte Publikation „Erwerbstätige in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland 2008 bis 1. Vierteljahr 2015“ (Reihe 1, Band 3) in elektronischer Form (Excel bzw. PDF) vor, die kostenlos über das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt (shop@stala.mi.sachsen-anhalt.de) bestellt oder über das Online-Angebot des Arbeitskreises www.ak-etr.de heruntergeladen werden kann.

 

Die Darstellung der Erwerbstätigkeit erfolgt als durchschnittliche Größe aller Erwerbstätigen nach dem Inlandskonzept (Arbeitsortkonzept). Erfasst werden demnach alle Personen, die im jeweiligen Gebiet ihren Wohn- und Arbeitsort haben, zuzüglich der außerhalb dieses Gebietes wohnenden Personen, die als Einpendler in diese Region ihren Arbeitsplatz erreichen. Zu den Erwerbstätigen rechnen alle Personen, die als Arbeitnehmer (Arbeiter, Angestellte, Beamte sowie Heimarbeiter und marginal Beschäftigte) oder als Selbstständige einschl. deren mithelfenden Familienangehörigen, eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben, unabhängig von der Dauer der tatsächlich geleisteten oder vertragsmäßig zu leistenden Arbeitszeit. Grundlage für diese Definition bilden die von der International Labour Organization (ILO) aufgestellten Normen, die im Einklang mit den entsprechenden Definitionen im Europäischen System der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen (ESVG) 2010 stehen.
Die Gliederung nach Wirtschaftsbereichen wurde nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige, Ausgabe 2008 (WZ 2008) vorgenommen.

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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