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Pressemitteilungen 2015 - März


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PM 27 / 2015
11.03.2015

Pflegebedürftigkeit der Sachsen-Anhalter um 5 Prozent gestiegen

Zum Jahresende 2013 waren nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes 92 416 Personen in Sachsen-Anhalt pflegebedürftig. Das entspricht einem Anstieg um fast 5 Prozent gegenüber dem Jahr 2011. Je 1 000 Einwohner  Sachsen-Anhalts waren 41 Personen pflegebedürftig. Dies geht aus den Ergebnissen der aller zwei Jahre stattfindenden Pflegestatistik hervor.

Pflegerische Leistungen wurden im Jahr 1999 von jedem 40. Sachsen-Anhalter beansprucht. Im Jahr 2013 betraf dies schon jeden 24. Einwohner.

Etwas mehr als 85 Prozent der Pflegebedürftigen waren 65 Jahre und älter. Aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung stellen die Frauen mit reichlich zwei Dritteln den größeren Anteil der Pflegebedürftigen dieser Altersgruppe.

In Sachsen-Anhalt wurden Ende 2013 insgesamt 23 031 Pflegebedürftige, (24,9 Prozent), von 534 ambulanten Pflegediensten in häuslicher Umgebung betreut. Das waren 506 Pflegebedürftige (2,3 Prozent) und 13 ambulante Dienste (2,5 Prozent) mehr als 2011. Es waren 9 774 Personen beschäftigt, darunter 8 977 Frauen (91,8 Prozent). Gegenüber 2011 waren das 1 022 Beschäftigte (11,7 Prozent) mehr.

In den 517 stationären Pflegeeinrichtungen (Pflegeheimen) wurden 28 283 (30,6 Prozent) pflegebedürftige Menschen vollstationär versorgt (nachrichtlich: teilstationäre Pflege erhielten 1 507 Pflegebedürftige). Die Anzahl der Pflegeheime erhöhte sich um 46 Einrichtungen (9,8 Prozent) gegenüber der vorangegangenen Erhebung. Bei den vollstationär versorgten Pflegebedürftigen war ein Anstieg um 1 432 Personen (5,3 Prozent) zu verzeichnen. In den stationären Pflegeeinrichtungen waren 20 071 Personen beschäftigt, 1 471 (7,9 Prozent) mehr als am Jahresende 2011.

Darüber hinaus erhielten 41 102 (44,5 Prozent) pflegebedürftige Personen Ende 2013 ausschließlich Pflegegeld, um die häusliche Pflege, die in der Regel durch Angehörige übernommen wird, sicherzustellen.

Durch den medizinischen Dienst wurden 60,7 Prozent der ambulant versorgten Pflegebedürftigen als erheblich pflegebedürftig (Pflegestufe I), 32,3 Prozent als schwerpflegebedürftig (Pflegestufe II) und 7,0 Prozent als schwerstpflege-bedürftig (Pflegestufe III) eingestuft.
Eine erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz wurde bei 28,5 Prozent der durch ambulante Pflegedienste betreuten Personen festgestellt.

Von den vollstationär versorgten Pflegebedürftigen wurden 33,7 Prozent in die Pflegestufe I, 46,0 Prozent in die Pflegestufe II und 19,2 Prozent in die Pflegestufe III eingestuft. Bei einem Anteil von 1,1 Prozent konnte noch keine Einstufung vorgenommen werden.
Als erheblich eingeschränkt alltagskompetent galten 59,9 Prozent der Pflegebedürftigen in Pflegeheimen.



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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