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Pressemitteilungen 2015 - Februar


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PM 14 / 2015
19.02.2015

Verbraucherpreise sanken im Januar 2015 um 0,1 Prozent zum Vorjahr

Das Statistische Landesamt in Sachsen-Anhalt errechnete für Januar 2015 eine Senkung der Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,1 Prozent.

Im Vergleich zum Dezember 2014 sank der Verbraucherpreisindex um 0,9 Prozent auf einen Indexstand von 105,8 (Basis: 2010 = 100).

 

Das Niveau der Verbraucherpreise insgesamt sank im Januar 2015 (105,8) unter das Niveau im Januar 2014 (105,9). Ohne Heizöl und Kraftstoffe hätte die Inflation 0,9 Prozent betragen.

 

Vier Hauptgruppen mit rückläufiger Preisentwicklung gegenüber dem Vorjahr machen zusammen fast 60 Prozent des Warenkorbvolumens aus, entsprechend dominierten Preissenkungen mit hohem Anteil am Warenkorb die Gesamtentwicklung zum Vorjahr. Ob das ab Januar 2015 geltende Mindestlohngesetz dagegen und unter Umständen preissteigernd wirkte, kann zurzeit  noch nicht belastbar beurteilt werden.

 

So sank das Preisniveau innerhalb der Gruppe Verkehr um 3,2 Prozent. Maßgeblichen Einfluss hatte die Entwicklung der Kraft- und Schmierstoffe für Fahrzeuge mit einer Senkung um 15,9 Prozent. Hier zeigte sich die Wirkung der geringeren Preise für Diesel und Superbenzin. In allen anderen Bereichen des Verkehrs stiegen die Preise. U.a. waren für die Personenbeförderung im Straßenverkehr – sprich eine Taxifahrt – 25,4 Prozent mehr zu zahlen als vor einem Jahr.

Die Preise für Post und Telekommunikation sanken im Schnitt um ein Prozent. Bestimmenden Einfluss hatte die Entwicklung der Tarife für Telekommunikationsdienstleistungen (-1,0 Prozent). Dagegen erhöhte sich das Porto bzw. das Preisniveau für Brief- und Paketdienstleistungen um knapp zwei Prozent gegenüber Januar 2014 bzw. um 1,7 Prozent im Vergleich zum letzten Monat.

 

Preise rund um das Wohnen (Gruppe 04) sanken insgesamt um 0,8 Prozent. Dominierend war der Rückgang der Heizölpreise einschließlich Umlage um 29,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, Gas einschließlich Umlage wurde um mehr als vier Prozent preiswerter angeboten. Feste Brennstoffe sanken im Niveau um durchschnittlich 3,1 Prozent, Fernwärme war um 2,0 Prozent günstiger. Dagegen stieg der durchschnittliche Strompreis um 1,8 Prozent. Für die Müllabfuhr wurde 2,2 Prozent mehr verlangt. Die Preise für Dienstleistungen für die Instandhaltung der Wohnung stiegen um 2,6 Prozent. Die Wohnungsmiete an sich entwickelte sich mit einem Anstieg um 0,5 Prozent moderat.

 In der Gruppe der Nahrungsmittel und alkoholfreien Getränke sank das Preisniveau um 0,5 Prozent. Die Entwicklung wurde hier bestimmt durch die Preissenkungen bei Speisefetten und –ölen (-14,0 Prozent). Bis auf Olivenöl wurden bei allen betroffenen Positionen Senkungen festgestellt, insbesondere Butter (-24,4 Prozent). Gemüse wurde im Schnitt fast vier Prozent preiswerter angeboten, Obst um drei Prozent. Molkereiprodukte und Eier sanken um 2,3 Prozent. Dagegen verteuerten sich Kaffee, Tee und Kakao um durchschnittlich knapp 13 Prozent, Bohnenkaffee hatte hier den größten Einfluss. Bemerkenswert stieg das Preisniveau u. a. für Bier (+5,1 Prozent).

Auch die Preise für Chemische Reinigung und Dienstleistung für Bekleidung stiegen im Schnitt um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Teurer wurden pharmazeutische Erzeugnisse (+5,0 Prozent), Zeitungen und Zeitschriften (+8,0 Prozent) und Friseurdienstleistungen u. a. Dienstleistungen für die Körperpflege (+7,5 Prozent).

 

 

Verbraucherpreisindex für Sachsen-Anhalt (2010 = 100)

Übersicht Januar 2015

 

Index

Hauptgruppe

Gütergruppe

Indexstand

Veränderung gegenüber

Januar

2015

Dezember

2014

Januar

   2014

2010 = 100

um Prozent

 

 

Verbraucherpreisindex insgesamt 

105,8

-0,9

-0,1

 

ohne saisonabhängige Nahrungsmittel

105,7

-1,0

0,0

 

ohne Heizöl und Kraftstoffe

106,6

-0,7

0,9

 

  ohne Nettomieten und Nebenkosten

106,7

-1,3

-0,3

 

  Waren insgesamt

107,1

-0,9

-1,3

 

  Verbrauchsgüter

109,4

-0,6

-2,7

 

  Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer

107,1

-3,0

1,9

 

  Langlebige Gebrauchsgüter

98,1

0,2

0,6

 

  01

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

112,9

0,7

-0,5

 

  Nahrungsmittel

112,9

0,8

-1,1

 

      Brot und Getreideerzeugnisse

111,6

0,4

1,5

 

       Molkereiprodukte und Eier

113,3

-0,5

-2,3

 

       Speisefette und -öle

107,4

-0,6

-14,0

 

       Gemüse

109,0

7,4

-3,8

 

  Alkoholfreie Getränke

113,0

0,4

3,3

 

  02

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

112,5

0,9

3,4

 

  Alkoholische Getränke

108,5

1,9

3,9

 

  03

Bekleidung und Schuhe

108,7

-5,0

3,7

 

  Bekleidung

109,6

-5,5

4,0

 

  Schuhe

104,5

-2,6

2,1

 

  04

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe

105,4

-0,4

-0,8

 

  Wohnungsmieten (einschl. Nebenkosten)

103,2

0,2

0,6

 

      Nettokaltmieten

102,9

0,0

0,5

 

      Wohnungsnebenkosten

105,2

1,3

1,4

 

  Haushaltsenergie

112,6

-1,7

-5,5

 

  05

Einrichtungsgegenstände für den Haushalt und deren Instandhaltung

103,3

0,0

1,2

 

  Möbel, Innenausstattung und Einrichtungsgegenstände

101,3

0,0

2,1

 

  06

Gesundheitspflege

101,6

-1,1

0,8

 

  Medizinische Erzeugnisse, Geräte und Ausrüstungen 

110,3

0,2

3,1

 

  07

Verkehr

102,7

-1,5

-3,2

 

  Kraftstoffe 

91,7

-6,9

-15,9

 

  08

Nachrichtenübermittlung 

91,9

0,1

-1,0

 

  09

Freizeit, Unterhaltung und Kultur

103,5

-4,7

0,3

 

  Pauschalreisen 

97,3

-19,5

-3,1

 

  10

Bildungswesen 

118,4

0,6

7,1

 

  11

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

110,5

0,7

2,8

 

  Beherbergungsdienstleistungen 

106,9

-0,1

2,2

 

  12

Andere Waren und Dienstleistungen

107,8

0,5

1,2

 

  Versicherungsdienstleistungen 

105,9

0,4

0,3

 

 

 

 

 

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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