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Pressemitteilungen 2014 - Dezember


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PM 125 / 2014
12.12.2014

Teuerung der Verbraucherpreise im November 2014 auf niedrigem Niveau

Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes betrug der Anstieg der Verbraucherpreise im November 2014 gegenüber dem Vorjahresmonat 0,8 Prozent.
Gegenüber dem Vormonat Oktober 2014 sank das durchschnittliche Preisniveau um 0,1 Prozent auf einen Indexstand von 106,7 (2010 = 100). 

Zum zweiten Mal in diesem Jahr lag das Niveau der Teuerungsrate in Sachsen-Anhalt gegenüber dem Vorjahresmonat unter einem Prozent. Mit 0,8 Prozent im November wurde der niedrigste Anstieg des durchschnittlichen Preisniveaus in diesem Jahr gemessen. Bisher erreichte die Inflation im August den niedrigsten Wert (0,9 Prozent).
Wie bereits mehrfach im Verlauf des Jahres kommentiert, beeinflussten u. a. die Preisentwicklungen für Kraftstoffe und Energie sowie für Nahrungsmittel das Teuerungsniveau deutlich.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde Heizöl durchschnittlich um mehr als 10 Prozent billiger. Die Preise für Gas sanken um knapp 2 Prozent. Strom dagegen verteuerte sich um 0,6 Prozent. Feste Brennstoffe stiegen um über 4 Prozent, darunter „Brennholz, Holzpellets oder Ähnliches“ um 6,7 Prozent.
Die Kraftstoffpreise sanken binnen Jahresfirst um knapp 5 Prozent, darunter Dieselkraftstoff (- 7,1 Prozent), Superbenzin (- 4,1 Prozent) und Autogas (- 3,3 Prozent).

Insgesamt verringerten sich die durchschnittlichen Preise für Energie (Haushaltsenergie und Kraftstoffe) im Verlauf der letzten 12 Monate um 3,0 Prozent. Trotzdem blieb in der entsprechenden Hauptgruppe „Wohnung, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe“ das Preisniveau im Vergleich zum November des Vorjahres fast konstant (+ 0,2 Prozent).

Ursachen für den dennoch leichten Anstieg der gesamten Hauptgruppe waren sowohl Erhöhungen der „Wohnungsmiete, einschl. Mietwert v. Eigentümerwohnung“ um 0,7 Prozent), als auch die Verteuerung der Preise für „Instandhaltung und Reparatur der Wohnung“ um 2,5 Prozent und letztlich der Preisanstieg im Rahmen der „Wasserversorgung u. a. Dienstl. für die Wohnung“ um 2,1 Prozent. Im zuletzt genannten Bereich erhöhte sich u. a. das Niveau für die Müllabfuhr um 6,6 Prozent.

Passend zur Weihnachtbäckerei war u. a. Weizenmehl mehr als 8 Prozent günstiger als im Vorjahr. Butter konnte um über 26 Prozent, Eier um 11 Prozent, Zucker um knapp 21 Prozent und Margarine um 7,7 Prozent günstiger erworben werden. Teuer als im Vorjahr waren „Süße Mandeln, Kokosraspeln oder Ähnliches“ (+ 5,0 Prozent) sowie Honig und Schokolade - beide über 7 Prozent.
Bei den sogenannten Südfrüchten waren Orangen um knapp 9 Prozent teurer als im November 2013. Mandarinen oder Clementinen dagegen um 3,0 Prozent, Grapefruits fast 10 Prozent und Zitronen um 3,6 Prozent preiswerter. 

Verbraucherpreisindex für Sachsen-Anhalt (2010 = 100)
Übersicht November 2014 

Index
Hauptgruppe
Gütergruppe

Indexstand

Veränderung gegenüber

November
2014

Oktober
2014

November
2013

2010 = 100

um Prozent

 

 

Verbraucherpreisindex insgesamt 

106,7

- 0,1

0,8

 

ohne saisonabhängige Nahrungsmittel

106,8

- 0,1

0,8

 

ohne Heizöl und Kraftstoffe

106,8

0,2

1,2

 

  ohne Nettomieten und Nebenkosten

107,9

- 0,1

0,7

 

  Waren insgesamt

108,8

- 0,3

0,2

 

  Verbrauchsgüter

111,0

- 0,7

- 0,4

 

  Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer

110,8

0,8

1,8

 

  Langlebige Gebrauchsgüter

97,7

- 0,1

- 0,2

 

01

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

111,2

- 0,1

0,2

 

  Nahrungsmittel

111,0

- 0,2

-0,1

 

       Brot und Getreideerzeugnisse

110,8

- 0,1

0,5

 

       Molkereiprodukte und Eier

114,0

- 3,1

- 0,5

 

       Speisefette und -öle

106,2

- 2,7

- 16,2

 

       Gemüse

100,8

4,9

3,7

 

  Alkoholfreie Getränke

112,6

0,4

2,2

 

02

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

111,7

0,5

3,1

 

  Alkoholische Getränke

106,7

0,7

2,6

 

03

Bekleidung und Schuhe

114,8

0,7

2,5

 

  Bekleidung

116,1

0,5

2,7

 

  Schuhe

109,4

1,3

1,2

 

04

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und
andere Brennstoffe

106,2

- 0,3

0,2

 

  Wohnungsmieten (einschl. Nebenkosten)

103,0

0,0

0,9

 

       Nettokaltmieten

102,9

0,0

0,7

 

      Wohnungsnebenkosten

103,8

0,0

2,1

 

  Haushaltsenergie

116,9

- 1,0

- 2,1

 

05

Einrichtungsgegenstände für den
Haushalt und deren Instandhaltung

103,1

- 0,1

0,8

 

  Möbel, Innenausstattung und
   Einrichtungsgegenstände

101,4

- 0,1

1,0

 

06

Gesundheitspflege

102,7

0,1

2,6

 

  Medizinische Erzeugnisse, Geräte und
   Ausrüstungen 

110,1

0,0

3,2

 

07

Verkehr

105,6

- 1,0

- 0,3

 

  Kraftstoffe 

104,3

- 3,8

- 4,9

 

08

Nachrichtenübermittlung 

91,9

0,0

- 0,9

 

09

Freizeit, Unterhaltung und Kultur

105,7

1,1

0,6

 

  Pauschalreisen 

107,8

5,1

- 1,4

 

10

Bildungswesen 

117,5

0,8

9,3

 

11

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

109,6

0,3

2,5

 

  Beherbergungsdienstleistungen 

106,6

- 0,4

2,0

 

12

Andere Waren und Dienstleistungen

107,2

0,0

2,1

 

  Versicherungsdienstleistungen 

105,5

0,0

1,2



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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