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Pressemitteilungen 2014 - Oktober


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21.10.2014

Gestiegene Einkünfte im Jahr 2010

Nach den aktuell im Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt vorliegenden Ergebnissen zur Lohn- und Einkommensteuerstatistik des Jahres 2010 erzielten 991 358 unbeschränkt Steuerpflichtige zusammen positive Einkünfte in Höhe von 24,7 Milliarden EUR und entrichteten darauf Steuern von zusammen 3,3 Milliarden EUR. Im Vergleich zur vorangegangenen Statistik für das Jahr 2007 sind die Einkünfte der Sachsen-Anhalter innerhalb von 3 Jahren um 6,1 Prozent gestiegen. Gleichzeitig stieg die festgesetzte Einkommensteuer um 3,2 Prozent. Demgegenüber ist bei der Zahl der Steuerpflichtigen ein Minus von gut 10 000 Fällen bzw. einem Prozent zu verzeichnen.
Die durchschnittlichen Einkünfte je Steuerpflichtigem lagen aufgrund dessen mit jeweils 24 895 EUR rund 1 700 EUR über dem Niveau von 2007.

Nach Informationen des Statistischen Landesamtes handelt es sich bei den Steuerpflichtigen zu 38 Prozent um sogenannte Splittingfälle, das sind Ehegatten, die gemeinsam veranlagt und als ein Steuerpflichtiger gezählt wurden. Deren durchschnittlicher Gesamtbetrag der Einkünfte lag bei 38 252 EUR. Darauf waren durchschnittlich 5 208 EUR an Steuern festzusetzen. Nach Grundtabelle wurden 611 888 Steuerpflichtige besteuert. Die durchschnittlichen Einkünfte der Alleinstehenden sowie getrennt veranlagten Ehegatten betrugen 16 611 EUR je Steuerpflichtigem mit einer Steuerlast von durchschnittlich 2 133 EUR.

Die höchsten durchschnittlichen Einkünfte erzielten die Steuerpflichtigen, die ihre Einkünfte überwiegend aus selbständiger Arbeit tätigten. Mit durchschnittlich 85 920 EUR Gesamtbetrag der Einkünfte musste jeder Selbständige im Schnitt  22 614 EUR Steuern abführen.
Steuerpflichtige mit überwiegenden Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit erzielten gut 83 Prozent der im Land nachgewiesenen gesamten Einkünfte. Im Durchschnitt erreichten sie mit 24 150 EUR gut 1 600 EUR mehr als drei Jahre zuvor.

Eine besondere Betrachtung der hohen Einkünfte zeigt, dass im Jahr 2010 unter den Spitzenverdienern 64 "Einkommensmillionäre" mit Durchschnittseinkünften von 1,6 Millionen EUR waren, von denen jeder im Schnitt 0,6 Millionen EUR Einkommensteuer zahlen musste.
Im Vergleich zum Jahr 2007 sank die Zahl der Einkommensmillionäre von 84 auf 64 bei gleichzeitigem Rückgang der durchschnittlichen Einkünfte um 0,2 Millionen EUR je Steuerpflichtigem.
Demgegenüber stieg die Zahl der Steuerpflichtigen mit einem Gesamtbetrag der Einkünfte zwischen 500 000 und einer Million EUR von 216 auf 284. Dieser Anstieg der Zahl der Steuerpflichtigen ging einher mit einem Anstieg des Gesamtbetrages der Einkünfte um 31,5 Prozent.
Die höchste Anzahl an Spitzenverdienern mit mindestens 500 000 EUR wurde 2010 in der Landeshauptstadt Magdeburg mit 46 Steuerpflichtigen gezählt, es folgten die Stadt Halle  (Saale) mit 43 und der Bördekreis mit 33. Schlusslicht bildete die Stadt Dessau-Roßlau mit nur 12 Spitzenverdienern.
Waren im Jahr 2007 noch die meisten Einkommensmillionäre im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ansässig, so wurden nach den aktuellen Ergebnissen die meisten Steuerpflichtigen mit einem Millioneneinkommen im Jahr 2010 im Bördekreis (11) gelistet. Auf den Plätzen folgen die Kreisfreien Städte Halle (Saale) (9) und Magdeburg (7). In den übrigen Kreisen wurden bis maximal sechs Einkommensmillionäre gezählt.

Ein Blick auf die Einkommensverteilung verrät, dass auch im Jahr 2010 etwa neun von zehn Steuerpflichtigen Jahreseinkünfte von weniger als 50 000 EUR erzielten. Gut die Hälfte aller Steuerpflichtigen wurde in den unteren Größenklassen der Einkünfte mit bis zu 20 000 EUR gelistet, zusammen entfielen auf diese Steuerpflichtigen lediglich 5,6 Prozent der entrichteten Steuern im Land. Ein Drittel der Steuerpflichtigen erzielte Einkünfte von 20 000 bis 50 000 EUR. Ihr Anteil an der festgesetzten Einkommensteuer betrug 35,5 Prozent. Einkünfte von 100 000 EUR und mehr konnten 2010 in Sachsen-Anhalt knapp zwei Prozent der Steuerpflichtigen verbuchen. Diese trugen gut ein Viertel des festgesetzten Einkommensteueraufkommens im Land.

 



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    Pressemitteilung    


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