Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt Auf einen Blick Daten und Fakten Shop Veröffentlichungen Datenerhebungen Wir über uns Links  
 





Pressemitteilungen 2014 - August


Seite drucken
Januar
April
Juli
Oktober
Februar
Mai
August
November
März
Juni
September
Dezember
PM 81 / 2014
19.08.2014

Verdienstzuwächse im Jahr 2012 zwischen 918 EUR im Jerichower Land und 323 EUR im Landkreis Anhalt-Bitterfeld

Die im Jahr 2012 durchschnittlich pro Arbeitnehmer gezahlten Bruttolöhne und -gehälter lagen sowohl in den drei kreisfreien Städten als auch in den elf Landkreisen Sachsen-Anhalts über dem Vorjahreswert. Der Zuwachs fiel in den kreisfreien Städten mit einem Plus von 3,6 % höher aus als in den Landkreisen (+ 2,6 %). Das zeigen aktuelle Berechnungen zu den regionalen Bruttolöhnen und -gehältern, die das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt jetzt vorgelegt hat. Die Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer (Verdienste) enthalten die von den in Sachsen-Anhalt ansässigen Wirtschaftseinheiten (Betrieben) gezahlten Löhne und Gehälter vor Abzug der Lohnsteuer und der Sozialbeiträge der Arbeitnehmer sowie Sachleistungen, die den Arbeitnehmern unentgeltlich oder verbilligt zur Verfügung gestellt werden.

Grundsätzlich lagen die Verdienste in den kreisfreien Städten um rund 1 000 EUR über denen in den Landkreisen. Wie auch in den Vorjahren konzentrierten sich die höher entlohnten Arbeitsplätze Sachsen-Anhalts in den kreisfreien Städten.
In den einzelnen Regionen des Landes bestanden große Unterschiede im Verdienstniveau, das sich zwischen 25 452 EUR im Saalekreis und 23 172 EUR im Landkreis Stendal bewegte. Nach dem Saalekreis verbuchten die kreisfreien Städte Dessau-Roßlau und Halle (Saale) die zweit- bzw. dritthöchsten Pro-Kopf-Einkünfte des Jahres 2012. In diesen 3 Regionen verdiente ein Arbeitnehmer zwischen 1 011 bis 779 EUR mehr als im Landesdurchschnitt. Ebenfalls über dem sachsen-anhaltischen Pro-Kopf-Wert lagen die Verdienste der Arbeitnehmer in der Landes-hauptstadt Magdeburg, im Bördelandkreis und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld.
Am unteren Ende der Einkommensskala befanden sich neben dem Landkreis Stendal auch der Landkreis Mansfeld-Südharz und der Altmarkkreis Salzwedel. Die Werte dieser drei Regionen lagen um 1 269 bis 1 041 EUR je Arbeitnehmer unter dem Durchschnittsverdienst Sachsen-Anhalts.
Die regionalen Differenzierungen entstehen vor allem durch die unterschiedlichen Wirtschafts-, Unternehmens- und Beschäftigtenstrukturen. Einen starken Einfluss haben die Teilzeit-beschäftigung und marginale Beschäftigung, wie z. B. 1-EUR-Jobs.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich in Sachsen-Anhalt die Pro-Kopf-Verdienste um 2,9 %, damit erhielt jeder Arbeitnehmer, der seinen Arbeitsplatz in Sachsen-Anhalt hatte, rund 700 EUR mehr. Zu diesem Gesamtergebnis für Sachsen-Anhalt trugen in stärkerem Maße die im Dienstleistungssektor angesiedelten Betriebe
In den 14 Regionen des Landes verlief die Entwicklung der Verdienste differenziert. Prozentual am stärksten punkten konnten das Jerichower Land und der Altmarkkreis Salzwedel mit jeweils 3,9 %; pro Arbeitnehmer ergab das ein Plus von 918 bzw. 871 EUR. In beiden Landkreisen resultierten die Zuwächse aus der Einkommensentwicklung im Produzierenden Gewerbe.
Einen kräftigen Zuwachs erzielte auch die kreisfreie Stadt Halle (Saale) mit 3,7 % bzw. 903 EUR, der hauptsächlich durch den Dienstleistungssektor getragen wurde.

 Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld kam ein Arbeitnehmer auf ein Plus von 1,3 % und hatte damit im Schnitt 323 EUR mehr zur Verfügung.  Das war die schwächste Verdienstentwicklung des Jahres 2012 in Sachsen-Anhalt. Ursache war der niedrige Zuwachs bei den Verdiensten im Produzierenden Gewerbe. Auch der einkommensstärkste Landkreis  - der Saalekreis - blieb mit einem verhaltenen Anstieg von 1,7 % bzw. 435 EUR hinter der durchschnittlichen Landes-entwicklung zurück.

 Mit diesen Ergebnissen werden erstmals regionale Daten zu den Bruttolöhnen und -gehältern für das Jahr 2012 vorgelegt. Sie beruhen auf aktuellen Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“, dem auch das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt angehört.
Über weitere detaillierte regionale Ergebnisse Sachsen-Anhalts für die Jahre 2000 bis 2012 informiert der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Arbeitnehmerentgelt, Bruttolöhne und -gehälter in den kreisfreien Städten und Landkreisen 2000 - 2012“. Regionalergebnisse für alle kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands veröffentlicht der Arbeitskreis „Volkswirt-schaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ in der Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 2 Band 2 unter www.vgrdl.de.

 

Verdienst_1

 

Verdienst_2

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


Statistisches Landesamt
Merseburger Str. 2
06110 Halle (Saale)
Tel.: 0345 2318-702
Fax: 0345 2318-913

Internet:
http://www.statistik.
sachsen-anhalt.de
E-Mail:
pressestelle@
stala.mi.sachsen-
anhalt.de