Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt Auf einen Blick Daten und Fakten Shop Veröffentlichungen Datenerhebungen Wir über uns Links  
 





Pressemitteilungen 2014 - Juli


Seite drucken
Januar
April
Juli
Oktober
Februar
Mai
August
November
März
Juni
September
Dezember
PM 74 / 2014
21.07.2014

Höchstes Plus beim Wirtschaftswachstum 2012 im Landkreis Anhalt-Bitterfeld

Im Jahr 2012 erreichte Sachsen-Anhalt ein nominales Wirtschaftswachstum (gemessen an der Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes ohne Preisbereinigung) von 2,8 Prozent. Das entsprach einem Anstieg von 1,4 Mrd. EUR. Die elf Landkreise trugen mit einem Plus von 1,2 Mrd. EUR stärker zu diesem Ergebnis bei als die drei kreisfreien Städte mit 0,2 Mrd. EUR.
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) umfasst den Wert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebietes während einer bestimmten Periode produzierten Waren und Dienstleistungen. Es entspricht der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich der Gütersteuern und abzüglich der Gütersubventionen.

Alle vierzehn Regionen Sachsen-Anhalts erwirtschafteten im Jahr 2012 ein höheres BIP als im Vorjahr. Das nominale Wachstum bewegte sich in einer Spanne von 0,4 Prozent im Jerichower Land bis zu 8,8 Prozent im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Insgesamt lag der Zuwachs in sechs Landkreisen über dem Landesdurchschnitt.
Das höchste Wirtschaftswachstum des Jahres 2012 wies der Landkreis Anhalt-Bitterfeld aus. Das BIP stieg um 0,3 Mrd. EUR, von denen allein 0,2 Mrd. EUR im Produzierenden Gewerbe erwirtschaftet wurden. Die rückläufige Wirtschaftsentwicklung des Vorjahres wurde damit gestoppt.
Der Altmarkkreis Salzwedel erzielte mit einem Plus von 4,3 Prozent den zweithöchsten Wert unter den Regionen Sachsen-Anhalts. Bereits im Vorjahr wies dieser Landkreis eine überdurchschnittliche Wachstumsrate vor. Das BIP erreichte gestützt auf die hohen Zuwächse der Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe einen Wert von 1,9 Mrd. EUR.
Mit jeweils 4,1 Prozent Wirtschaftswachstum lagen der Bördelandkreis und der Salzlandkreis auf dem dritten Platz.
Von den drei kreisfreien Städten des Landes erzielte die Stadt Dessau-Roßlau mit 2,8 Prozent die höchste Zunahme des BIP, auch hier gab das Produzierende Gewerbe den Anstoß.
In der Landeshauptstadt Magdeburg fiel das Wirtschaftswachstum mit 1,4 Prozent verhaltener aus, Ursache dafür waren Rückgänge im Produzierenden Gewerbe.
Hinter der Landesentwicklung Sachsen-Anhalts blieben neben den drei kreisfreien Städten auch der Burgenlandkreis und die Landkreise Harz, Mansfeld-Südharz, Wittenberg, Jerichower Land zurück.

Im Jahr 2012 erwirtschaftete ein Erwerbstätiger in Sachsen-Anhalt durchschnittlich ein BIP von 52 318 EUR. Bei den Regionalergebnissen lag die Wirtschaftskraft (das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen) zwischen 65 533 EUR im Saalekreis und 47 304 EUR in der kreisfreien Stadt Halle (Saale). Nach dem Saalekreis war die Börde im Jahr 2012 die zweitstärkste Wirtschaftsregion des Landes mit einem BIP je Erwerbstätigen von 59 877 EUR. Platz drei und vier belegten der Landkreis Wittenberg und der Burgenlandkreis.
Die Regionen mit dem geringsten BIP je Erwerbstätigen sind neben der kreisfreien Stadt Halle (Saale) die Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz.

Mit diesen Ergebnissen werden erstmals regionale Daten des Bruttoinlandsproduktes und der Bruttowertschöpfung für das Jahr 2012 vorgelegt. Sie beruhen auf aktuellen Berechnungen des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“, dem auch das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt angehört. 

Über weitere detaillierte regionale Ergebnisse Sachsen-Anhalts für die Jahre 2000 bis 2012 informiert der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Bruttoinlandsprodukt, Bruttowertschöpfung in den kreisfreien Städten und Landkreisen 2000 - 2012“. Regionalergebnisse für alle kreisfreien Städte und Landkreise Deutschlands veröffentlicht der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ in der Gemeinschaftsveröffentlichung Reihe 2 Band 1 unter www.vgrdl.de.

 

Wirtschaftsentwicklung 2012

 

Wirtschaftskraft 2012



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


Statistisches Landesamt
Merseburger Str. 2
06110 Halle (Saale)
Tel.: 0345 2318-702
Fax: 0345 2318-913

Internet:
http://www.statistik.
sachsen-anhalt.de
E-Mail:
pressestelle@
stala.mi.sachsen-
anhalt.de