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Pressemitteilungen 2014 - Juli


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PM 72 / 2014
17.07.2014

Weiterer Anstieg der Hilfe zum Lebensunterhalt

Zum Stichtag 31.12.2013 erhielten in Sachsen-Anhalt 15 316 Personen Hilfe nach dem 3. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch. Nach Auskunft des Statistischen Landesamtes waren das 435 Personen mehr als im Vorjahr.

Knapp drei Viertel der Hilfebezieher (11 194 Personen) lebten in einer Einrichtung. Im Jahr zuvor waren es 11 310 Personen. Für diesen Personenkreis wird die Hilfe in der Regel ergänzend zu anderen gewährten Leistungen gezahlt.

Der Anstieg der Zahl der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren, die einen Teil des Lebensunterhaltes durch soziale Leistungen decken, hält weiter an.
In dieser Altersgruppe nahmen 1 318 Personen Leistungen in Anspruch (2012: 1 235 Personen).

Konstant blieb die Entwicklung aus geschlechtsspezifischer Sicht. Rund 44 Prozent der Leistungsbezieher waren Frauen (6 738 Personen).

Gut ein Fünftel der Empfänger von Hilfe zum Lebensunterhalt (22 Prozent) waren Personen über 65 Jahre. Von diesen 3 352 Männern und Frauen lebten, bis auf 52 Personen, alle in einer Einrichtung.

Wie bereits in den Jahren zuvor waren knapp zwei Drittel der Hilfebedürftigen (9 869 Personen = 64 Prozent) im arbeitsfähigen Alter. Mehr als 300 Personen in der Altersgruppe zwischen 15 und unter 65 Jahren, die außerhalb von Einrichtungen lebten, hatten einen Schwerbehindertenausweis und waren voll erwerbsgemindert.

Von den 3 857 Bedarfsgemeinschaften die außerhalb einer Einrichtung ihren Wohnsitz hatten, führten 2 693 Männer und Frauen einen Single-Haushalt.

Die weiter andauernde Steigerung der Lebenshaltungskosten hat zu einer erneuten Erhöhung der Bedarfe geführt. Lag der durchschnittliche Bruttobedarf der Bedarfsgemeinschaften 2012 noch bei 645 EUR pro Monat waren es 2013 schon 653 EUR. Die durchschnittlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung betrugen 247 EUR. Nach Abzug der anrechnungsfähigen Einkommen blieb ein ausgezahlter Betrag von durchschnittlich 359 EUR je Bedarfsgemeinschaft (2012: 368 EUR).



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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