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Pressemitteilungen 2014 - Juli


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PM 68 / 2014
08.07.2014

Verbraucherpreise im Juni 2014 gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent gestiegen

Nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes erhöhten sich die Verbraucherpreise im Juni 2014 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,2 Prozent.
Gegenüber Mai 2014 stieg das durchschnittliche Preisniveau um 0,2 Prozent auf einen Indexstand von 106,6 (2010 = 100). 

Mit dem im Juni 2014 erreichten Niveau des Verbraucherpreisindex würden die Güter des Warenkorbs aus dem Jahr 2010 heute knapp sieben Prozent mehr kosten als vor vier Jahren. Abhängig von der Gebrauchsdauer entwickelten sich die Preise stark differenziert. So verteuerten sich innerhalb dieses langfristigen Zeitraums Güter des täglichen und kurzfristigen Bedarfs (Verbrauchsgüter) um mehr als 12 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2010. Für Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer wurden Preissteigerungen von knapp acht Prozent errechnet. Bei den langlebigen Gebrauchsgütern zeigten die Preise im gleichen Zeitraum eine ganz andere Entwicklung. Sie sanken (qualitätsbereinigt) im Schnitt um 1,9 Prozent.

Ein Vergleich der Preise für Pauschalreisen im Juni 2014 mit dem vergleichbaren Monat des Vorjahres zeigt eine Verteuerung der Reisen um 2,6 Prozent. Die Preise für Übernachtungen in Hotels und Pensionen erhöhten sich um 1,4 Prozent.
Die Kraftstoffpreise sind innerhalb des gleichen Zeitraums um ein Prozent gesunken.

Bei der Hauptgruppe Nahrungsmittel lag die Teuerung im Vergleich zum Vorjahr bei null Prozent. Betrachtet man jedoch die o. g. längerfristige Entwicklung gegenüber dem Jahr 2010, mussten die Bürger für Nahrungsmittel im Juni dieses Jahres 12,6 Prozent mehr bezahlen.
Werden einzelne Nahrungsmittel betrachtet, zeigen sich unterschiedliche Preisveränderungsraten. So wurde Weizenmehl im Juni 2014 beispielsweise gegenüber dem Vorjahresmonat 11 Prozent billiger vom Handel angeboten, aber die Preise lagen trotzdem noch 23 Prozent über dem Preisniveau des Jahres 2010.

Die Preise für Molkereiprodukte sind im letzten Jahr generell angestiegen, insbesondere verteuerten sich Schnittkäse (+ 12,0 Prozent), Kondensmilch (+ 14,0 Prozent), frische Milch (+ 7,4 Prozent) sowie Sahne (+ 7,9 Prozent). Dagegen verringerten sich die Preise für Butter um sieben Prozent und für Eier um mehr als zehn Prozent. 

 

Verbraucherpreisindex für Sachsen-Anhalt (2010 = 100)
Übersicht Juni 2014
 

Index
Hauptgruppe
Gütergruppe

Indexstand

Veränderung gegenüber

Juni
2014

Mai
2014

Juni
2013

2010 = 100

um Prozent

 

 

Verbraucherpreisindex insgesamt 

106,6

0,2

1,2

 

   ohne saisonabhängige Nahrungsmittel

106,6

0,3

1,4

 

   ohne Heizöl und Kraftstoffe         

106,3

0,3

1,4

 

   ohne Nettomieten und Nebenkosten

107,9

0,4

1,4

 

   Waren insgesamt

109,1

- 0,1

0,8

 

   Verbrauchsgüter

112,4

0,2

0,6

 

   Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer

107,8

- 1,1

2,0

 

   Langlebige Gebrauchsgüter

98,1

0,3

0,3

 

01

Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke

112,3

- 0,2

- 0,1

 

   Nahrungsmittel

112,6

- 0,3

0,0

 

         Brot und Getreideerzeugnisse

110,7

0,2

0,7

 

         Molkereiprodukte und Eier

117,5

0,1

7,4

 

         Speisefette und -öle

116,2

1,2

- 4,5

 

         Gemüse

102,5

0,1

- 9,1

 

   Alkoholfreie Getränke

109,5

- 0,4

- 1,0

 

02

Alkoholische Getränke und Tabakwaren

110,1

0,6

4,7

 

   Alkoholische Getränke

106,8

1,5

5,3

 

03

Bekleidung und Schuhe

109,9

- 2,5

2,1

 

   Bekleidung

110,9

- 2,5

2,4

 

   Schuhe

106,0

- 1,8

1,3

 

04

Wohnung, Wasser, Strom, Gas und
andere Brennstoffe

106,5

0,1

0,8

 

   Wohnungsmieten (einschl. Nebenkosten)

102,8

0,0

1,1

 

         Nettokaltmieten

102,6

0,0

0,9

 

        Wohnungsnebenkosten

103,8

0,1

2,1

 

   Haushaltsenergie

119,0

0,2

- 0,4

 

05

Einrichtungsgegenstände für den
Haushalt und deren Instandhaltung

103,1

0,1

1,0

 

   Möbel, Innenausstattung und
    Einrichtungsgegenstände

101,5

0,6

0,8

 

06

Gesundheitspflege

101,9

0,1

2,2

 

   Medizinische Erzeugnisse, Geräte und
    Ausrüstungen 

108,4

0,1

2,6

 

07

Verkehr

107,1

0,4

0,8

 

   Kraftstoffe 

111,4

0,8

- 1,0

 

08

Nachrichtenübermittlung 

92,3

- 0 ,1

- 1,5

 

09

Freizeit, Unterhaltung und Kultur

105,0

2,6

1,9

 

   Pauschalreisen 

106,2

11,7

2,6

 

10

Bildungswesen 

110,9

0,0

5,4

 

11

Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen

108,8

0,3

2,3

 

   Beherbergungsdienstleistungen 

107,8

1,1

1,4

 

12

Andere Waren und Dienstleistungen

106,8

0,1

3,4

 

   Versicherungsdienstleistungen 

105,7

0,0

1,9

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


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