Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt
Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt Auf einen Blick Daten und Fakten Shop Veröffentlichungen Datenerhebungen Wir über uns Links  
 





Pressemitteilungen 2014 - April


Seite drucken
Januar
April
Juli
Oktober
Februar
Mai
August
November
März
Juni
September
Dezember
PM 38 / 2014
23.04.2014

Zahl der Wohngebäude in Sachsen-Anhalt um 62 000 gestiegen

Am 9. Mai 2011 gab es in Sachsen-Anhalt 565 872 Wohngebäude, 62 172 bzw. 12,3 Prozent mehr als zur Gebäude- und Wohnungszählung 1995.

Infolge umfangreicher Bautätigkeiten hat sich der Wohnungsbestand verjüngt, ist aber im Vergleich zum Bundesdurchschnitt wesentlich älter. Während in Sachsen-Anhalt mehr als die Hälfte der Wohngebäude bis 1948 errichtet wurden, waren es bundesweit gut ein Viertel. Der Anteil der Wohngebäude in dieser Altersgruppe hat in Sachsen-Anhalt im Vergleich zu 1995 um knapp 15 Prozent abgenommen. 

Mit dem gestiegenen Wohngebäudebestand erhöhte sich auch der Anteil der Ein- und Zweifamilienhäuser. Im Jahr 1995 zählten von 100 Wohngebäuden 79 zu dieser Gebäudegröße, 16 Jahre später waren es 82. 

Fast jedes 3. Wohngebäude hatte 1995 noch Einzel- und Mehrraumöfen. Die Modernisierungsmaßnahmen der letzten Jahre verbesserten die Gebäudeausstattung enorm, so dass 2011 nur noch ca. jedes 10. Wohngebäude über Öfen verfügte. 

Die Zahl der Wohnungen in Wohngebäuden stieg gegenüber 1995 um mehr als 29 000 auf 1 254 450. Die durchschnittliche Anzahl der Wohnungen je Wohngebäude veränderter sich von 2,4 auf 2,2. 

Trotz zunehmender Dominanz der Ein- und Zweifamilienhäuser befanden sich im Jahr 2011 die meisten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit abnehmender Tendenz. 

Mit dem Projekt „Stadtumbau Ost“ wurde Anfang der 2000er Jahre dem Bevölkerungsrückgang Rechnung getragen. Dadurch wurden die im Wohnungsneubau gewonnenen Wohnflächen mittels Abriss und Stilllegungen kompensiert. Dass trotzdem die verfügbare Wohnfläche pro Einwohner auf mittlerweile 43,4 Quadratmeter stieg, resultierte in erster Linie aus der weiter sinkenden Bevölkerungszahl. 

Mehr als 90 Prozent des Wohnungsbestandes war mit Bad, WC und Sammelheizung ausgestattet, 1995 waren es knapp 65 Prozent. 

Ein tiefgreifender Wandel vollzog sich bei den Eigentumsverhältnissen, besonders bei der Eigentümergruppe „Gemeinschaft von Wohnungseigentümern“. Besaß diese im Jahr 1995 nur 1,7 Prozent aller Wohnungen, so waren es im Jahr 2011 beachtliche 13,2 Prozent. Das entsprach einer Zunahme von fast 144 600 Wohnungen. Demgegenüber verringerte sich der Wohnungsbestand im Eigentum der Wohnungsunternehmen von 45,8 Prozent auf 32,0 Prozent, eine Reduzierung von rund 160 300 Wohnungen. 

Die Eigentümerquote lag im Jahr 1995 bei 33,5 Prozent, im Jahr 2011 bei 42,0 Prozent. 

 

Zum umfangreichen Tabellenteil liegen Analysen vor, die die Ergebnisse zusammenfassen und die prägnanten Veränderungen von 1995 bis 2011 darstellen. 

Ein kostenfreier Download der Gemeinschaftsveröffentlichung „Gebäude und Wohnungen in den neuen Bundesländern und Berlin Ost“ ist als PDF-Datei im Internet unter http://www.statistikportal.de möglich.

 

 

Kennziffern Wohngebäude und darin befindliche Wohnungen
Vergleich der Erhebungen 1995 und 2011

Kennziffer

Sachsen-Anhalt

Neue Bundesländer
und Berlin-Ost

Deutschland

2011

1995

2011

1995

2011

 

 

Wohngebäude je km²

24,6

27,7

23,4

27,9

51,4

Wohnungen je Wohngebäude

2,4

2,2

2,7

2,5

2,1

 

 

Wohnungen je 1 000 Einwohner

447

549

448

533

486

Einwohner je Wohnung

2,2

1,8

2,2

1,9

2,1

 

 

Wohnfläche je Wohnung in m²

71,2

79,1

69,4

77,8

90,9

Wohnfläche je Einwohner in m²

31,9

43,4

31,1

41,5

44,2

 

 

Anteil der Wohnungen mit Bad, WC
 und Sammelheizung* in %

64,5

92,0

61,3

92,0

92,4

 

 

Eigentümerquote in %

33,5

42,0

29,1

37,1

45,8

Leerstandsquote in %

7,3

9,4

6,9

7,6

4,4

 

* Sammelheizung beinhaltet Fernheizung, Blockheizung, Zentralheizung und Etagenheizung

 



Verbreitung mit Quellenangabe erwünscht.


    Pressemitteilung    


Statistisches Landesamt
Merseburger Str. 2
06110 Halle (Saale)
Tel.: 0345 2318-702
Fax: 0345 2318-913

Internet:
http://www.statistik.
sachsen-anhalt.de
E-Mail:
pressestelle@
stala.mi.sachsen-
anhalt.de